Charlotte Perkins Gilman: Diantha oder der Wert der Hausarbeit

  • ISBN/EAN: 978-3-85476-547-9
  • Originaltitel: What Diantha Did
    Übersetzt von: Margot Fischer
    Umfang: 172 S.
    Einband: Gebunden
    Format (T/L/B): 1.9 x 21.5 x 14 cm
    Gewicht: 396 g
    Erscheinungsdatum: 01.10.2017

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Beschreibung

'Da gehst du hin und rechnest gegen kalte Dollar die Arbeit auf, die jedes anständige Mädchen glücklich ist, für seine Familie zu tun!' Die US-amerikanische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Charlotte Perkins Gilman entwirft 1910 in ihrem Roman die Idee der Frauenbefreiung durch Professionalisierung und Auslagerung von Hausarbeit.

Die junge Diantha macht sich auf, selbständig und Unternehmerin zu werden. Sie kann ihren Geliebten nicht heiraten, solange dieser für den Unterhalt seiner Mutter und beider Schwestern aufkommen muss, da er sich einen zweiten Haushalt nicht leisten kann. Diantha bricht mit den Konventionen, beschließt nicht zu warten, verlässt Geliebten und Eltern, arbeitet als Dienstmädchen und gründet schließlich ein Unternehmen. Sie bietet haushaltsnahe Dienstleistungen an, baut einen Lieferdienst für Essen auf und übernimmt schließlich die Führung eines Hotels. Dianthas Aufstieg wird hier zur konkreten Utopie, die gleichermaßen als soziale Innovation und als Geschäftsmodell entwickelt wird. Diantha ermutigt andere Frauen und wird von ihnen in ihrem Aufstieg vorangetrieben. Der Roman, in Gilmans eigener Monatszeitschrift The Forerunner als Fortsetzungsroman abgedruckt, erscheint nun erst mals auf Deutsch.

Rezension

Rezension von Tina Lorenz bei Missy Magazine:

Die junge Diantha Bell steht vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder sie erträgt eine lange, frustrierende Verlobung mit Ross, der erst seine vier Schwestern unter die Haube bringen und die Mutter versorgen muss, bevor er selbst heiraten kann - oder sie wird selber aktiv. Gegen den expliziten Willen ihrer Familie und ihres Verlobten zieht sie also los und verwirklicht ihre Pläne. Sie gründet ein Unternehmen, das haushaltsnahe Dienstleistungen anbietet, und verfolgt ein bestimmtes Ziel: die Hausarbeit und damit die schlecht oder unbezahlte Dienstleistung durch Frauen in das bestehende System einzufügen, in dem nur das Wert besitzt, was auch ein Preisschild trägt. Ross ist zunächst wenig begeistert von seiner geschäftstüchtigen Verlobten und späteren Ehefrau. Ihren Wert erkennt er erst an, als er selbst beruflichen Erfolg hat.

Charlotte Perkins Gilman (1860-1935), US-amerikanische Feministin der ersten Generation und Wortschöpferin des Begriffs "Androzentrismus", ist bei uns vor allem als Autorin der Kurzgeschichte "The Yellow Wallpaper" und von feministisch-utopischen Büchern wie "Herland" bekannt. Dianthas Geschichte, die 1910 inmitten des industriellen Wandels entstand und in Gilmans eigener Monatszeitschrift "The Forerunner" als Fortsetzungsroman veröffentlicht wurde, ist dabei durchaus didaktisch: Geschrieben als handfeste Anleitung, wie eine patriarchale Gesellschaft durch die Monetarisierung und damit Wertschätzung von Frauenarbeit "von innen" heraus verändert werden könne, stößt sie eine Debatte an, deren Echo bis in unsere heutige Dienstleistungsgesellschaft dringt.

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