Deborah Feldman: Überbitten

  • ISBN/EAN: 978-3-906910-00-0
  • Eine autobiografische Erzählung
    Originaltitel: Exodus
    Übersetzt von: Christian Ruzicska
    Umfang: 704 S.
    Einband: Gebunden
    Format (T/L/B): 4.7 x 20.8 x 13.2 cm
    Gewicht: 1.036 g
    Erscheinungsdatum: 29.05.2017

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Beschreibung

Kurz nach ihrem 23. Geburtstag verlässt Deborah Feldman die ultraorthodoxe chassidische Gemeinde der Satmarer Juden in Williamsburg, New York, und damit das Leben, das sie in Unorthodox ebenso packend wie anschaulich beschrieben hat. Eine Möglichkeit zurückzukehren gibt es für sie nicht. Sie folgt allein ihrem Traum, gemeinsam mit ihrem Sohn ein freies selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ihr Alltag wird aber zum Überlebenskampf, und trotz existentiell bedrohlicher Armut und andauernder Einsamkeit gelingt ihr das Unvorstellbare: Mit der Publikation ihres Bestsellers Unorthodox 2012 wird sie über Nacht zum Medien-Star.

Doch spätestens da wird ihr klar, dass es nicht diese Art von Erfolg ist, die sie sucht, dass es ihr vielmehr seit jeher um eine innere Klarheit, die Integrität ihrer Persönlichkeit geht, die in ihrer religiösen Gemeinschaft mit ihren strengen Regeln immer wieder verletzt wurde. Sie verlässt New York, um auf dem Land die Werke der europäischen Literatur zu lesen, und beginnt zu ahnen, dass ihre Wurzeln in Europa liegen. Instinktiv begibt sie sich auf die Spurensuche ihrer geliebten Großmutter, die den Holocaust überlebt hat und die für sie in Williamsburg die einzige Person war, bei der sie sich sicher und angenommen fühlte.

Als sie zum ersten Mal nach Europa reist, ist sie noch hin- und hergerissen zwischen Ängsten, Vorurteilen und Zweifeln und dem ersten Gefühl eines Ankommens, wird sie schließlich in Berlin in genau jenem Land Wurzeln schlagen, das sie bei den Satmarer Chassidim als das Übel schlechthin kennengelernt hatte.

Bildstark und eindringlich erzählt Deborah Feldman diese Geschichte, in der die äußeren Stationen zugleich eine innere Entwicklung spiegeln. Sie ist das Zeugnis einer Frau, der es nach langem, erkenntnisreichem Weg gelungen ist, ihren Traum zu verwirklichen. Mit Überbitten stellt sie sich in einer verblüffend aktuellen Weise in die Tradition der Aufklärung des europäischen jüdischen Humanismus.

Dieses Buch ist ein faszinierendes Dokument der Versöhnung. Deborah Feldman schreibt dazu: 'Der Begriff Iberbetn war in unserer Gemeinschaft so geprägt, dass er zu einem allgemeinen Ausdruck für unwahrscheinliche Eintracht wurde.'
Deborah Feldman in der Jüdischen Allgemeinen über ulthraorthodoxe Gemeinschaften und die Schwierigkeit des Ausstiegs aus diesen: www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/22944

Interview

Interview von Sigrid Brinkmann mit der Autorin auf Aviva-Berlin:

Die Literaturkritikerin und Autorin für Literatur- und Feature-Redaktionen des Hörfunks Sigrid Brinkmann hat sich Für das Bayern 2-Büchermagazin "Diwan" erneut mit der Frau getroffen, deren 2016 erschienene Autobiographie "Unorthodox" auf Anhieb zum New York Times-Bestseller mit einer Millionenauflage wurde. "Überbitten" ist die Fortschreibung dieses Buches, es erzählt von der Suche nach einer neuen Identität.

Deborah Feldman wuchs in einer ultraorthodoxen jüdischen Familie von Satmar-Chassiden in Williamsburg, New York, auf. Eine strengere jüdische Gemeinde als die der Satmarer gibt es nicht. Vor sieben Jahren - Deborah Feldman war gerade 23 geworden - kehrte sie ihrem Ehemann und der Gemeinde für immer den Rücken. Ihre 2011 erschienene autobiographische Erzählung "Unorthodox" wurde in den USA ? nachdem die New York Times das Buch empfohlen hatte - mehr als eine Million mal verkauft. Und auch in Deutschland, wo die Autorin seit zwei Jahren lebt, stand die Erzählung ihrer Selbstbefreiung monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Nun liegt der Folgeband vor: Er heißt "Überbitten", ist 700 Seiten stark und in sieben Kapitel (und einen Vorspann) gegliedert. Sigrid Brinkmann hat die Autorin in Berlin getroffen:

"Überbitten" ist eine autobiographische Erzählung und die Fortschreibung des Buches "Unorthodox". Nach der Flucht begann die jahrelange Suche nach einem neuen Zuhause. Es ist ergreifend, zu erfahren, wie Deborah Feldman mithilfe von Freunden und Büchern, genealogischen Forschungen und Liebesbeziehungen sowie Reisen an europäische Orte binnen sieben Jahren eine neue Identität geformt hat. Amerika kam ihr - nachdem sie das Land durchquert hatte - wie ein "alles zersetzenden Schlund" vor, der einen "verschluckt oder ausspuckt".

Deborah Feldman: "Wenn man sich überlegt, sich von seiner Identität zu lösen - was ist, wenn ich nicht jüdisch sein will? Was ist dann die Alternative? Mir ist in dieser Reise klar geworden, es gibt keine Alternative. Es ist diese Identität oder keine Identität. Ja, das war so ein großer Moment für mich, wo ich mir klar gemacht habe, die Alternative ist genau die, die meine Gemeinschaft beschrieben hat: die Leere - das Gegenteil von Existenz, von Anwesenheit und Präsenz."

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