Élisabeth Badinter: Maria Theresia. Die Macht der Frau

  • ISBN/EAN: 978-3-552-05822-4
  • Übersetzt von: Horst Brühmann/Petra Willim
    Umfang: 304 S.
    Einband: Gebunden
    Format (T/L/B): 2.6 x 22 x 14.8 cm
    Gewicht: 490 g
    Erscheinungsdatum: 13.03.2017

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Beschreibung

Die große Biographie zum 300. Geburtstag: Kaiserin Maria Theresia aus Sicht der bekannten feministischen Autorin Élisabeth Badinter

Sie war intelligent, energisch, schön, charmant; gleichzeitig war sie intolerant, stur, anti-intellektuell: Gewiss war Maria Theresia jedoch 1740 mit 23 nicht darauf vorbereitet, die Herrscherin des größten, aber auch fragilsten Reichs in Europa zu werden. Dennoch regierte sie die Habsburgermonarchie vierzig Jahre lang, war eine der mächtigsten Herrscherinnen Europas, dazu Mutter von 16 Kindern. In ihrer blendend geschriebenen Biographie eröffnet die aus Frankreich stammende feministische Autorin und Historikerin Élisabeth Badinter eine neue Sicht auf die starke Frau Maria Theresia, die zu einem Symbol habsburgischer Politik wurde und wie kaum eine Frau die Geschichte von Österreich prägte.

Rezension

Rezension von Silvy Pommerenke auf AVIVA-Berlin:

Zeitgleich zu Maria Theresias 300. Geburtstag erscheint in Deutschland diese eigenwillige Biographie einer eigenwilligen Frau, das unter dem Originaltitel "Marie-Thérèse, le pouvoir au féminin" schon 2016 in Frankreich veröffentlicht wurde. Auslöser für die feministische Biographin Elisabeth Badinter, diese Biographie zu schreiben, war dass sich ursprünglich mit ihrer Tochter, Marie-Antoinette, beschäftigte.

Letztere ist im Gegensatz zu ihrer Mutter sehr wohl in Frankreich bekannt, wurde sie doch in den unruhigen Zeiten der Französischen Revolution geköpft. Über einen Briefwechsel zwischen Mutter und Tochter kam die französische Philosophin und Feministin auf Maria Theresia und hat sich den drei sozialen Rollen der Habsburger Monarchin (Gattin, Mutter, Herrscherin) mit kritisch feministischem Auge genähert. Das und der Untertitel "Die Macht der Frau" verspricht eine neue Sichtweise auf die Regentschaft und Geschichte des Hauses Österreich.

Maria Theresia hat innerhalb von knapp zwanzig Jahren 16 Kinder zur Welt gebracht, wovon zehn das Erwachsenenalter erreichte, und sie galt als zärtliche und zugleich strenge Mutter. Gerade ersteres war äußerst ungewöhnlich in der vor-aufklärerischen Zeit. Quasi dauerschwanger führte sie die Politik des Habsburger Reiches - sehr zum Verdruss des restlichen (männlichen) Herrschertums. Dass Maria Theresia (bzw. eine Frau) überhaupt auf den Thron steigen konnte, lag an mangelnden männlichen Geschwistern. So wurde Maria Theresia als Mädchen natürlich auch nicht in Diplomatie, Recht und Finanzen geschult, sondern sie wurde - ganz klassisch - in Sprachen und den Künsten unterrichtet. Ihr späteres Geschick für Regierungsgeschäfte hat sie auch nicht von ihrem Vater beigebracht bekommen, vielmehr belegt Elisabeth Badinter anhand diverser Briefstellen, dass dafür maßgeblich vier Frauen verantwortlich waren: von der ehrgeizigen Großmutter, über die kämpferische Mutter bis hin zu ihrer charakterstarken Tante und der machtbewussten Gouvernante, die ihr emotional am nächsten stand. Kaum auf dem Thron, wurde zwar lautstark gegen ihre Regentschaft protestiert, denn es sei "unvereinbar mit der Würde des Reiches, von einer Frau regiert zu werden". Aber, so Badinter, "Tatsache ist, dass nur wenige Leute zu dieser Zeit sich vorstellen konnten, dass diese junge, verliebte Frau mit dem fruchtbaren Leib über eine unbeugsame Seele verfügt und eine unbändige Lust an der Macht hat."

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