Kajsa Ekis Ekman: Ware Frau. Prostitution, Leihmutterschaft, Menschenhandel

  • ISBN/EAN: 978-3-944666-26-6
  • Originaltitel: Varat och varan
    Übersetzt von: Benedikt Grabinski 
    Umfang: 241 S.
    Einband: Kartoniert
    Format (T/L/B): 1.6 x 20.8 x 13.5 cm
    Gewicht: 326 g
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016

  • Lieferzeit: 6 bis 10 Tage
  • Preis: 19,50 €
  • inkl. 7% USt., zzgl. Versand
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Beschreibung

Was hilft gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution? Die Freier bestrafen? Oder das 'älteste Gewerbe der Welt' weiter liberalisieren?

Die Autorin stellt in ihrem Buch das schwedische Modell vor, das nicht die Prostituierten bestraft, sondern die Freier. Nach statistischen Untersuchungen hat dies dazu geführt, dass sich die Anzahl der Prostituierten mehr als halbiert hat und in Schweden eine gesellschaftliche Ächtung für Männer gilt, die für Sex bezahlen müssen.

Die Typische Leihmutter stammt aus der Unterschicht oder der unteren Mittelschicht und ist oft nicht in der Lage ihre eigene Familie zu ernähren.

Menschenwürde bedeutet, dass man Menschen nicht instrumentalisieren darf. Gibt es ein Recht auf ein Kind? All diesen Fragen geht Kasja Ekman in ihrem Buch 'Ware Frau' nach.

Nach Kajsa Ekmans Ansicht ist der Menschenhandel ein Millardengeschäft und Frauen werden als Waren für Sex und Leihmutterschaft gehandelt. Im globalen Kontext gesehen ist Prostitution darüber hinaus eine der Hauptursachen für Menschenhandel.

Rezension

Rezension von Judith Märzl auf dem Blog Die Störenfriedas:

"Ware Frau. Prostitution, Leihmutterschaft, Menschenhandel" ist die lang ersehnte deutsche Übersetzung von Ekmans bekanntem Buch "Being & Being Bought: Prostitution, Surrogacy & the Split Self" (im schwedischen Original "Varat och varan: prostitution, surrogatmödraskap och den delade människan").

Prostitution und Leihmutterschaft scheinen auf den ersten Blick zwei gänzlich unterschiedliche Themen zu sein. Doch Ekman analysiert präzise die beiden ausbeuterischen und menschenverachtenden Systeme und zeigt scharfsinnig die Parallelen auf. Beide Systeme funktionieren durch die Abspaltung des eigenen Selbst der Frauen. Dies ist einerseits ein Selbstschutz, um die Ausbeutung zu ertragen und spielt andererseits den Ausbeutern in die Hände, da dadurch das System aufrechterhalten bleibt.

Sie analysiert die historischen Wurzeln der Prostitution und Leihmutterschaft im kapitalistischen und patriarchalen Kontext, wie die Trennung von Geist und Körper und die Einteilung von Frauen nach ihrem Nutzen für Männer in Gebärende und Huren. Der Wunsch nach Sex wird in der Prostitution zum Recht auf Sex erklärt und der Wunsch nach einem Kind bei der Leihmutterschaft zum Recht auf ein Kind umgedeutet. Herausragend sind die verschiedenen Blickwinkel, mit denen Ekman an das Thema herangeht. Empathisch erläutert sie was es für die Frauen im System bedeutet, zeigt die Profiteure auf und beleuchtet welche Auswirkungen die wachsenden Industrien für die gesamte Gesellschaft haben, sowie welche gesellschaftlichen Missstände und Ungleichheiten das ausbeuterische System unterstützen und Frauen keine andere Möglichkeiten offerieren, als sich selbst zum Markt zu tragen.

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