Stefan Moses: Begegnungen mit Peggy Guggenheim

  • ISBN/EAN: 978-3-945543-34-4
  • Umfang: 144 S.
    Einband: Gebunden
    Format (T/L/B): 2.2 x 29.7 x 23 cm
    Gewicht: 1.081 g 
    Erscheinungsdatum: 08.05.2017

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Beschreibung

Peggy Guggenheim (1898-1979) zählt zu den größten Sammlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Am Ende ihres Lebens war sie nicht nur eine Legende, sondern hatte sich selbst zur Kunstfigur stilisiert. In stefan moses (1928) begegnete sie einem Fotografen, der das Sensorium, die Schnelligkeit und das Talent hatte, besondere Momente ihrer Selbstinszenierung einzufangen und selbst zu gestalten. Er traf Peggy Guggenheim 1969 und 1974 in Venedig und hat sie hier an verschiedenen Orten, unter anderem in ihrem privaten Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande (der heutigen Peggy Guggenheim Collection), fotografiert. Der Zauber der Aufnahmen besteht in der Ironie und Skurrilität, die den Bildern eine mehrdeutige Tiefe verleihen.

Mit einem Essay des Kunsthistorikers und Kurators Dr. Thomas Elsen, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Rezension

Rezension von Silvy Pommerenke auf AVIVA-Berlin:

Zweimal kam es zu Begegnungen zwischen dem Fotografen Stefan Moses und der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim. 1969 und 1974. Beide Male reiste Moses nach Venedig, wo Guggenheim ihren berühmt-berüchtigten Palazzo Venier dei Leoni hatte, der ihr Wohnraum und öffentliches Museum zugleich war.

Dem Wahl-Münchner Stefan Moses ist ein schillerndes Portrait einer schillernden Persönlichkeit gelungen, die zu Lebzeiten bereits eine Legende war. Und dies alles vor der Kulisse Venedigs, "die Stadt als Bühne, in deren Mittelpunkt Peggy Guggenheim als launenhafter Star und Paradiesvogel agiert". Mit dabei natürlich immer ihre heißgeliebten Lhasa-Terrier. Vierzehn Stück hatte sie zwischen 1949 und 1979. Und was könnte bei dieser tierischen Liebe angebrachter sein, als dass sie neben ihrem Frauchen begraben liegen. Im Garten der Villa finden sich die beiden Grabsteine. Auf dem der Hunde lautet die Inschrift: "Here lie my beloved Babies". Peggy Guggenheim, exzentrisch, bis über ihren Tod hinaus.

Aber neben ihrer Leidenschaft für Hunde hatte sie zeitlebens vor allem eine außergewöhnliche Leidenschaft für moderne Kunst. Seit 1938 sammelte sie diese und war gleichzeitig Mäzenin. Vor allem leistete sie einigen berühmten europäischen KünstlerInnen finanzielle Hilfe, die vor den Nazis fliehen mussten. Selbst einer jüdischen Familie entstammend, musste auch sie Frankreich verlassen, jedoch nicht bevor auch der Transport ihrer mittlerweile beachtlichen Sammlung europäischer Kunstwerke nach Amerika geregelt war. Gemeinsam mit Max Ernst, den sie noch im gleichen Jahr heiratete, floh sie 1941 von Frankreich nach New York. Peggy Guggenheim übersiedelte 1948 schließlich nach Venedig, wo sie den Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande mit Garten aus dem 18. Jahrhundert kaufte und umbauen ließ. Ab 1951 öffnete sie ihn in den Sommermonaten auch für die Öffentlichkeit. Der Palazzo ist im vorliegenden Bildband sowohl Kulisse als auch Bühne, auf der Peggy Guggenheim trotz ihres Alters nichts an Ausdruckskraft verloren hat. Das ganze Haus atmet Kunst aus und Guggenheim inmitten dieses musealen Ambientes zu sehen, ist äußerst beeindruckend. Selbst ihr türkisfarbenes Schlafzimmer hat sie für Moses geöffnet, und das Kopfteil des Bettes (von Alexander Calder 1945/46 angefertigt) findet in einer Nahaufnahme besonderes Augenmerk.

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