Abi Andrews: Wildnis ist ein weibliches Wort

Artikelnummer: 978-3-455-00418-2

Erin ist 19. Sie hat England nie verlassen, aber jede Menge Survival-Shows im Fernsehen gesehen und fragt sich, warum immer nur Männer Abenteuer in der Wildnis erleben. Also besteigt sie ein Schiff nach Island, reist weiter nach Grönland, am Polarkreis entlang über Kanada bis nach Alaska.

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"Ein Buch wie dieses haben Sie noch nie gelesen, so verführerisch, so mutig, so amüsant." The Guardian

Erin ist 19. Sie hat England nie verlassen, aber jede Menge Survival-Shows im Fernsehen gesehen und fragt sich, warum immer nur Männer Abenteuer in der Wildnis erleben. Also besteigt sie ein Schiff nach Island, reist weiter nach Grönland, am Polarkreis entlang über Kanada bis nach Alaska. Sie ist zu Fuß unterwegs, per Anhalter, mit dem Hundeschlitten und Fischerbooten. Dabei schließt sie Freund- und Feindschaften, vor allem aber reflektiert und diskutiert sie über ihr großes Thema: Männlichkeit, Natur und Abenteuer. Woher kommt die Faszination für unberührte Natur, die doch gleichzeitig von Menschen (Männern) zerstört wird?

Ein wahres Leseabenteuer, ein Roman voller Hochachtung für die Wunder unserer Welt und ein Aufruf, sie zu bewahren.

Autor*in / Hrsg.: Abi Andrews
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Details: Originaltitel: The Word for Woman is Wilderness
Übersetzt von: Mayela Gerhardt
Umfang: 399 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.5 x 21 x 14 cm
Gewicht: 553 g
Erscheinungsdatum: 04.10.2018
Rezension von Bärbel Gerdes auf AVIVA-Berlin:

Die "Wildnis" ist ein von Männern besetzter Ort, an dem Frauen nichts zu suchen haben. Die britische Schriftstellerin Abi Andrews stellt das in ihrem bahnbrechenden Debütroman in Frage. Ihre 19jährige feministische Protagonistin Erin rechnet ab mit den "Mountain Men" und begibt sich auf eine Reise von Großbritannien bis nach Alaska.

Nature Writing ist eine Männerdomäne. Robert MacFarlane, Roger Deakin, Barry Lopez sind die gegenwärtigen, unter die sich mal eine Annie Dillard mischt. Die vergangenen heißen Henry David Thoreau, Ralph Waldo Emerson, John Muir oder Richard Jefferies. Die meisten ihrer Schriften machen klar, dass Frauen dort draußen nicht hingehören.
Eine moderne Variante des Abenteurers ist Chris McCandless, dessen Leben durch den Jon Krakauer Roman und dessen Verfilmung Into the Wild berühmt wurde. Er reiste nach Alaska, um seinen Jack-London-Traum wahr zu machen - und vergiftete sich an Wildkartoffeln.

Erin sah sich diesen Film an und war so fasziniert davon, dass sie beschloss, ein Sparkonto für eine Reise nach Alaska anzulegen, wo sie ebenfalls allein und abgeschieden leben wollte. Doch, hoppla, da war doch noch was: welche Unterschiede [hätte] es gegeben ... , wenn der junge Mann eine junge Frau gewesen wäre? Der Film wäre ein vollkommen anderer gewesen, ist sich Erin sicher, und zwar auf grundlegendere Ebene, weil ein Mädchen, das der modernen Gesellschaft den Rücken kehrt und mir nichts, dir nichts in die Wildnis verschwindet, um dort von selbst erlegten kleinen Tieren und Wildpflanzen zu überleben, bloß als verstörend wahrgenommen würde.

Erin macht sich auf den Weg. Von England soll es über Island und Grönland nach Kanada und schließlich nach Alaska gehen. Sie will ihre Kamera mitnehmen, um alles zu dokumentieren und daraus einen Film aus weiblicher feministischer Sicht zu machen. Und sie will Authentizität finden. Auch dies ein Grund, weshalb sie die Reise mit dem Flugzeug ablehnt.

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