Alina Bronsky, Denise Wilk: Die Abschaffung der Mutter. Kontrolliert, manipuliert und abkassiert - warum es so nicht weitergehen darf

Artikelnummer: 978-3-421-04726-7

Eine Schwangerschaftsvorsorge, die in Entmündigung gipfelt. Geburten, bei denen es vor allem um eines geht: (Kosten-)Effizienz. Ein Wochenbett, das seinen Namen nicht mehr verdient. Stillen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und keinesfalls zu lange. Väter, die versuchen, die bessere Mutter zu sein. Eine Politik, die alles dafür tut, Kinder so schnell wie möglich in die Krippe zu stecken. Die Verunsicherung von Müttern als Geschäftsmodell. Wertschätzung? Unterstützung? Fehlanzeige.

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Was ist das Muttersein unserer Gesellschaft wert?

Eine Schwangerschaftsvorsorge, die in Entmündigung gipfelt. Geburten, bei denen es vor allem um eines geht: (Kosten-)Effizienz. Ein Wochenbett, das seinen Namen nicht mehr verdient. Stillen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und keinesfalls zu lange. Väter, die versuchen, die bessere Mutter zu sein. Eine Politik, die alles dafür tut, Kinder so schnell wie möglich in die Krippe zu stecken. Die Verunsicherung von Müttern als Geschäftsmodell. Wertschätzung? Unterstützung? Fehlanzeige.

Wer sich heute als Frau für ein Kind entscheidet, der muss verrückt sein, so könnte man meinen. Denn Mütter werden in unserer Gesellschaft zunehmend bevormundet, kleingehalten und überwacht. Jegliche Kompetenz mit dem eigenen Kind wird ihnen abgesprochen. Wer im Beruf ernstgenommen und von seinem Umfeld anerkannt werden möchte, der lässt seine Bedürfnisse als Mutter unter den Tisch fallen. Denn eines will man auf gar keinen Fall sein: eine Glucke. Schritt für Schritt vollzieht sich so die Abschaffung der Mutter. In ihrem Buch liefern Alina Bronsky und Denise Wilk eine schonungslose Analyse der Entwicklungen. Pointiert und zugespitzt schildern sie, wer die Nutznießer sind, und fragen, was sich ändern muss, damit Mütter wieder den Rückhalt bekommen, den sie verdienen.


Autor*in / Hrsg.: Denise Wilk Alina Bronsky
Familienthemen: Muttersein
Details: Umfang: 252 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.6 x 22.1 x 14.3 cm
Gewicht: 446 g
Erscheinungsdatum: 08.03.2016

~ LESEPROBE ~

Rezension von Antje Schrupp auf goodreads.com:

Plädoyer für mehr Respekt und weniger Bevormundung gegenüber Müttern. Leider geraten diese Diskussionen immer in die Pro- und Contra-Falle. Die Anerkennung von Mutterschaft scheint direkt an die Anerkennung der klassischen Familie gekoppelt zu sein. Die Forderungen inhaltlich teile ich ansonsten so gut wie alle, vor allem die Kritik an einem ständigen Prozess der Abwertung von Müttern (symbolisch wie real, z.B. durch Gesetzgebung - Unterhalt, Väterrechte usw.). Über weite Strecken schaffen es die Autorinnen sogar, sich dem Schützengraben-Schema zu entziehen, immerhin bemühen sie sich. Aber dann kommt eben doch wieder Feminismus-Bashing.

Allerdings stimmt es natürlich auch, dass sehr viele Feministinnen, vor allem im Gleichstellungsbereich, zu unkritisch immer dieselbe Leier singen (Erwerbsarbeit ist das Heil, mehr Väterbeteiligung ist das Heil und deshalb muss man sie dauernd betüddeln, Vereinbarkeit ist mit ein bisschen Anstrengung möglich usw.) und es stimmt auch, dass das Schwangerwerdenkönnen bzw die Tatsache, dass daraus möglicherweise etwas folgen könnte, in größeren Teilen des feministischen Diskurs ein Tabu ist. Andererseits gibt es natürlich auch feministische Gegenbeispiele - zum Beispiel Barbara Streidl mit ihrem Buch "Kann ich gleich zurückrufen" - die dann nicht berücksichtigt werden.

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