Alissa Walser: Von den Tieren im Notieren

Artikelnummer: 978-3-492-05668-7

Wie kommt man vom Malen zum Schreiben? Und wie übersetzt die 'weibliche Perspektive' den Text, der uns schreibt, zurück in den Körper? Die preisgekrönte Autorin, Übersetzerin und Künstlerin Alissa Walser gibt Einblick in ihre Werkstatt.

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Wie kommt man vom Malen zum Schreiben? Und wie übersetzt die 'weibliche Perspektive' den Text, der uns schreibt, zurück in den Körper? Die preisgekrönte Autorin, Übersetzerin und Künstlerin Alissa Walser gibt Einblick in ihre Werkstatt. Darum, und vor allem um die Essenz der Zusammenhänge geht es in den Essays und Miniaturen dieses Buches. Und am Schluss liefert sie zu den Thesen und Antithesen die sinnliche Synthese: ihren 2013 im Theater Basel uraufgeführten Text 'The Making of'.

Diese Texte über Kunst und Welt verraten Alissa Walsers genauen, vorsichtig zuerst den eigenen Horizont öffnenden Blick. Unaufdringlich, manchmal selbstironisch, vor allem aber aufrichtig, erzählt sie von den Bedingungen ihres Schreibens. Doch dieser Band ist mehr als Selbstreflektion. Die Autorin äußert sich auch zu den Werken anderer; sie beobachtet die Natur, die Gesellschaft, die Menschen, die sie umgeben; sie verweist auf entlegene Zusammenhänge, sucht und findet in jedem der vierundzwanzig hier veröffentlichten Texte aufs Neue das Außerordentliche im abgemessenen Lauf der Dinge.


Autor*in / Hrsg.: Alissa Walser
Weitere Informationen: Umfang: 160 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2 x 19.5 x 12.5 cm
Gewicht: 257 g
Erscheinungsdatum: 09.03.2015

Rezension von Julia Lorenz auf AVIVA-Berlin:

Vom Malen zum Schreiben, vom Reisen zum Ankommen: In 24 Kurzessays reflektiert Alissa Walser ihre Arbeit als Literatin - und präsentiert sich erneut als präzise Beobachterin ihrer Mitmenschen

"Wer einen Text zu schreiben beginnt, denkt nach vorn, vorwärts, so als denke er auf ein Ziel hin. Nun, mit dem fertigen Buch in der Hand, denke ich rückwärts. Und erinnere: Die vielen Momente der letzten drei Jahre, oder waren es vier? Oder wann genau begann das, was hier gedruckt vor mir liegt?" - so beginnt Alissa Walsers Text "Was genommen wurde". Fast vier Jahre nach der Erzählung "Immer ich", ihrer letzten Buchpublikation, meldet sich Walser mit einer Essaysammlung zurück. Als "Meta-Literatur" könnte mensch ihr neues Werk "Von den Tieren im Notieren" bezeichnen: Die Autorin schreibt über das Schreiben, reflektiert ihr Schaffen als bildende Künstlerin, Übersetzerin und Schriftstellerin.

Was bei vielen LiteratInnen nach intellektueller Nabelschau klingen würde, mutet bei Walser beinahe selbstverständlich an: Das Schreiben, so scheint es, ist essentieller Teil ihrer Identität und Geschichte. Ihr Vater Martin Walser ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart, ihre Schwester Johanna dichtet, Bruder Jakob Augstein ist Herausgeber der Wochenzeitung "Der Freitag". Dennoch: Als Türöffner wollte sie ihren berühmten Namen nie nutzen, publizierte ihre ersten Geschichten unter dem Pseudonym Fanny Gold. Mit nur 31 Jahren erhielt Walser den Ingeborg-Bachmann-Preis, übersetzte Tagebücher, Prosawerke und Theaterstücke von Legenden wie Sylvia Plath und Joyce Carol Oates.

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