Alma M. Karlin: Ein Mensch wird. Auf dem Weg zur Weltreisenden

Artikelnummer: 978-3-932338-69-4

Wie wird aus dem mit einer halbseitigen Lähmung geborenen Kind, das laut Aussage der Ärzte sein Leben lang geistig behindert bleiben sollte, eine wagemutige und idealistische Pionierin?

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Wie wird aus dem mit einer halbseitigen Lähmung geborenen Kind, das laut Aussage der Ärzte sein Leben lang geistig behindert bleiben sollte, eine wagemutige und idealistische Pionierin? 1930/31, auf der Höhe ihres Schriftstellerinnenruhms, schreibt Alma M. Karlin eine Autobiografie voller Witz und (Selbst-) Ironie über die ersten dreißig Jahre ihres Lebens - zugleich eine kühne, humorvolle und kritische Betrachtung des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.

2010 ins Slowenische übersetzt, erscheint Karlins Autobiografie 'Ein Mensch wird' erstmals im deutschen Original, herausgegeben und mit einem Nachwort der Karlin-Biografin Jerneja Jezernik.

Autor*in / Hrsg.: Alma M. Karlin
Biografien von/über: Schriftstellerinnen
Land im Fokus: Slowenien
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
weitere Themen: Behinderung
Details: Umfang: 320 S.
Einband: Gebunden
Gewicht: 466 g
Format (T/L/B): 2.6 x 21.6 x 12.5 cm
Gewicht: 470 g
Erscheinungsdatum: 15.03.2018

Rezension von Bärbel Gerdes auf AVIVA-Berlin:

Eine Frau, die mehr als zehn Sprachen spricht, eine Frau, die die berühmteste Reiseschriftstellerin zwischen den beiden Weltkriegen wird. Eine Frau, die halbseitig gelähmt auf die Welt kommt und ein Leben in Einsamkeit lernt. In ihrer schonungslosen Autobiographie ihrer ersten 30 Jahre nimmt uns Alma Karlin mit auf eine harte Lebensreise.

"Meine Kindheit (die wenigen spaßhaften Erlebnisse abgerechnet, die komischer im Rückblick als im Erleben sind) war eine geschlossene Kette von Augenblende, Ohrenlatscherln, Salzbädern, Thymianreibungen, lästigem Nachmittagsschlaf, Arztbesuchen, aufgenötigtem Schabefleisch und Berufungen auf den sagenhaften Herrn 'Es schickt sich nicht!'"

So die Zusammenfassung einer Kindheit, die 1889 in Cilli (slowenisch Celtje) im damaligen Österreich-Ungarn begann. Mit einem Kind hatten die 45jährige Lehrerin und der 60jährige Major überhaupt nicht mehr gerechnet. Als es dann zur Welt kam, war es halbseitig gelähmt und würde - laut ärztlicher Prognose - wegen eines ´Wasserkopfes" lebenslang geistig behindert bleiben. Während sie in ihrem Vater zumindest eine gewisse Bestätigung und positive Beachtung findet, liefert die Mutter ihrer Tochter zahlreicher Torturen aus: die Augen sollen gerichtet, die Ohren an den Kopf gedrückt werden. Gerade soll sich das Mädchen halten, weshalb sie täglich zu mehreren Stunden Übungen gezwungen wird.
Das Kindermädchen Mimi berichtet ihr von ihren Liebesabenteuern und verdonnert das Kind zum Stillschweigen.

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