Amanda Lee Koe: Ministerium für öffentliche Erregung. Storys

Artikelnummer: 978-3-95988-018-3

Zeitgemäß, sexy, einfallsreich, atemberaubend: das hochgelobte und preisgekrönte Debüt von Amanda Lee Koe. So kosmopolitisch wie die junge Autorin ist auch ihre Prosa. Die unverwechselbaren Figuren wurzeln deutlich im singapurischen Alltag, ihre Themen und Motive sind jedoch universell. Es geht um Leidenschaften, Abhängigkeiten, Identität und (verlorene) Liebe.

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Zeitgemäß, sexy, einfallsreich, atemberaubend: das hochgelobte und preisgekrönte Debüt von Amanda Lee Koe. So kosmopolitisch wie die junge Autorin ist auch ihre Prosa. Die unverwechselbaren Figuren wurzeln deutlich im singapurischen Alltag, ihre Themen und Motive sind jedoch universell. Es geht um Leidenschaften, Abhängigkeiten, Identität und (verlorene) Liebe.

Koe erzählt Geschichten um Außenseiter, Querköpfe, Individuen, die sich durch eine in Schieflage geratene Welt bewegen müssen. Ein ungleiches Pärchen fasst den Entschluss, bei ihren Rendezvous alle Parks der Insel abzuklappern; ein Mann trifft in einer Bar einen Transsexuellen, den er als Junge gedemütigt hatte, und lässt sich von ihm abschleppen; eine Kellnerin bedient einen alternden Serienstar, in den sie als kleines Mädchen verliebt war, am nächsten Morgen wird er tot in seinem Bett aufgefunden.

Amanda Lee Koe ist eine Autorin, die etwas wagt. Die Geschichten sind welthaltig und poetisch, philosophisch und durchdacht und entwickeln eine Leichtigkeit und einen Sog, der das Buch, wie ein Kritiker sagte, 'unweglegbar' macht.

Es sind Geschichten wie ein Schlag. Nicht wie ein brutaler Schlag ins Gesicht, sondern wie ein Herztreffer, ein Blattschuss, ein wilder Hieb, der den Zentralmuskel des Gefühls für einen kurzen Moment aus dem Takt bringt und wilde, aufregende Wahrheiten offenbart.

Für Leser von Miranda July und Haruki Murakami

Gewinnerin des Singapore Literature Prize for English Fiction 2014

Gewählt zu einem der 10 besten englischen Bücher Singapurs der letzten 50 Jahre

Eine elektrisierende neue Stimme der Weltliteratur


Autor*in / Hrsg.: Amanda Lee Koe
Details: Originaltitel: The Ministry of Moral Panic
Übersetzt von: Zoë Beck
Umfang: 224 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2 x 20.8 x 13 cm
Gewicht: 352 g
Erscheinungsdatum: 04.10.2016

Die Pressestimmen (Auswahl):

'Der Shootingstar der Literaturszene.' BR2

'Zärtlich und cool zugleich. eine literarische Rebellion.' Cornelia Zetzsche, NDR2 Kultur

'Rotzfrech, fantastisch und poetisch. Eine Leseerfahrung, die lange nachhallt: Intellektuell, sinnlich, ästhetisch.' Pascal Fischer, SWR 2 'Buch der Woche'.

'Amanda Lee findet Worte und Bilder, um von den Menschen so zu erzählen, dass man auf jeden Fall getroffen wird - und zwar mitten ins Herz. Kitschverdacht allerdings ausgeschlossen, dafür jede Menge weltoffene geschichtsbewusste Lebensklugheit, modernster Feminismus inbegriffen. Cool!' Anita Djafari

'Geschichten, zart und direkt, melancholisch, voll emotionaler Tiefe und schräger Typen.' radioTexte, BR2

'Fantastisches Debüt der Erzählerin aus Singapur. In ihren Storys über Abhängigkeit, Liebe, Sehnsucht und Freiheit stecken gleich mehrere Romane.' Ulrich Gutmair, taz

'Amanda Lee Koe hat mit ihrem ersten Buch in deutscher Übersetzung für Furore gesorgt. Ministerium für öffentliche Erregung versammelt Erzählungen, die an die Nieren gehen - teils drastisch und immer erstaunlich.' Buchkultur

'Diese Kurzgeschichten haben mich schwer beeindruckt, denn sie haben Kraft, sie sind sehr hart, reden nicht um den heißen Brei herum, zeichnen nichts weich. Sie legen den Finger direkt in die Wunde.' Jörg Petzold, Flux FM

'Ohne Kitsch oder Pathos gelingt es Amanda Lee Koe, mit jeder Geschichte eine neue Welt zu erschaffen, die so scharf und detailliert gezeichnet ist, dass ihre Figuren eine Glaubhaftigkeit besitzen, als sähen wir sie direkt vor uns.' Aviva-Berlin.de

'Was die Geschichten Koes so spannend und oft unheimlich macht - dass man nie genau weiß, was die Charaktere als nächstes tun werden, und dass man ständig das Gefühl hat, den Atem anhalten zu müssen.' Miriam Mairgünther

'Obwohl kaum eine der Kurzgeschichten mehr als 20 Seiten in Anspruch nimmt, gelingt es Amanda Lee Koe in wenigen Worten Charaktere entstehen zu lassen, an deren Rück- und Schicksalsschlägen man Anteil nimmt.' SPEX

'Ein Buch, in dem man sich verliert und gebannt jeder Geschichte folgt. auch wenn die Erzählung verklungen ist, wird diese im Leser nachklingen.' Hauke Harder, Leseschatz

Rezension von Hannah Hanemann auf AVIVA-Berlin:

Das Debut der 1987 in Singapur geborenen, preisgekrönten Schriftstellerin gibt der Leserin Einblick in so viele Leben und Geschichten, dass es sich fast anfühlt, als würde sie in ein Kaleidoskop aus Emotionen und Stimmungen hinein gesogen und in ihnen herum gewirbelt. Diesem Sog kann mensch sich schwer entziehen - will es aber auch nicht!

Es geht um ziemlich viel in Amanda Lee Koes Kurzgeschichtensammlung "Ministerium für öffentliche Erregung." Um große Liebe, Alltagsromantik, Tod, Sex, Unterwerfung und Freiheit. Vor allem jedoch geht es in allen Geschichten um zwischenmenschliche Beziehungen unterschiedlichster Ausprägungen.

Die tragisch-romantische Einstiegsstory "Flamingo Valley" erzählt in nicht-chronologischen Fragmenten von der über mehrere Jahrzehnte andauernden unerfüllten Liebe eines alternden Rockstars zu einem chinesischen Mädchen.
Drastischer ist die Geschichte der vergangenen Liebe zwischen einer Kuratorin und einem Künstler, dessen Installation "Karussell" das "unvermeidliche und zynische Scheitern von Beziehungen" auf möglichst blutige und ekelerregende Weise darstellen soll.
Freude und Leid lösen sich in Amanda Lee Koes Kurzgeschichten in rasendem Tempo ab. So folgt auf die eher unschuldig anmutende Erzählung eines jungen Paares, die sich für jedes ihrer Dates in einem anderen Garten oder Park Singapurs verabreden, die verstörende Geschichte einer jungen Frau, die, nach einer Gruppenvergewaltigung durch vier Männer, eine Stelle als Hausmädchen annimmt und mit Hilfe ihres Menstruationsblutes in dessen Kaffee den Hausherrn verführt.

Gemein ist diesen Geschichten eine klare und unsentimentale, oft lyrische Sprache, auch wenn Erzählperspektive und Tempus von Geschichte zu Geschichte wechseln. In den meisten von ihnen sind es weibliche Schicksale oder Perspektiven, die beleuchtet werden, nicht analytisch oder wertend, sondern eher so, als würde eine Tür geöffnet, hinter der frau/man einen kurzen Blick auf das Leben oder die Gefühle der Protagonistin werfen kann, bevor sich die Tür unvermittelt wieder schließt.

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