Andrea Barnet: Am Puls der Zeit. Frauen in New York

Artikelnummer: 978-3-86915-080-2

New York zwischen 1910 und 1930: ein Brennpunkt, an dem sich Frauen treffen, sich ins Leben und in die Liebe werfen und kreativ sind. Ein faszinierendes Stück weiblicher Kulturgeschichte mit wunderschönen Fotos von Berenice Abbott und Man Ray.

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New York zwischen 1910 und 1930: ein Brennpunkt, an dem sich Frauen treffen, sich ins Leben und in die Liebe werfen und kreativ sind. Ein faszinierendes Stück weiblicher Kulturgeschichte mit wunderschönen Fotos von Berenice Abbott und Man Ray.

New York in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Aus ganz Amerika kommen Menschen in die Stadt auf der Flucht vor puritanischer Strenge, rigiden Moralvorstellungen und Prohibition. Und nicht nur sie auch Kriegsdienstverweigerer, die Europa den Rücken gekehrt haben. Hier träumen sie ihren Traum von einer kulturellen Revolution in den Jazz- und Nachtclubs und in den unzähligen Flüsterkneipen. Besonders Greenwich Village und Harlem scheint in dieser Aufbruchsstimmung eine einzige Party. Und zum ersten Mal haben Frauen einen großen Anteil daran. Es ist, als lebten sie in einer Zeitenlücke. Im Gefühl, das Leben könne jeden Moment neu beginnen, schreiben sie Gedichte, Theaterstücke und Romane, singen, tanzen, geben Zeitschriften heraus, gründen Verlage und führen Salons.

Am Puls der Zeit: Frauen in New York enthält aufregende, erstaunliche und ermutigende Geschichten von weißen und schwarzen Frauen, die aus dem Gefängnis eines herkömmlichen Frauenlebens ausbrachen. Andrea Barnet zeigt, wie sie die revolutionäre und kreative Atmosphäre im New York der zwanziger Jahre mit erschufen und prägten, wie sie von ihr profitierten und nach dem Ende der Euphorie, in den Härten der dreißiger Jahre, um ihr künstlerisches und oft auch materielles Überleben kämpften. Auch wenn einem die spannenden, außergewöhnlichen Lebensläufe manchmal exzentrisch erscheinen mögen ein Verdienst ist diesen Frauen sicher: Sie entfachten in den nachfolgenden Generationen die Vorstellungskraft, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.


Autor*in / Hrsg.: Andrea Barnet
Zeitepoche(n): 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Übersetzt von: Kyra Stromberg, Lore Ditzen
Umfang: 176 S., 80 s/w Raster
Einband: Halbleinen
Format (T/L/B): 1.8 x 24.1 x 17.2 cm
Gewicht: 624 g
Erscheinungsdatum: 12.03.2014

~ LESEPROBE ~

Rezension von Lisa Sophie Kämmer auf AVIVA-Berlin:

Eine weibliche Avantgarde inmitten der Goldenen Zwanziger New Yorks. In zehn faszinierenden Biografien präsentieren sich uns mutige und provokative Bohemienne, die schon damals wussten, was sie nicht wollten: leben wie ihre Mütter.

New York 1913-1930. Es sind turbulente Jahre in der Metropole am Hudson River, in deren Brennpunkt intellektueller und kreativer Energien es Menschen aus aller Welt zieht, die der erstickenden bürgerlichen Moral zu entfliehen hoffen. In frivolen Nachtclubs, illegalen Flüsterkneipen und diskussionsfreudigen Salons tummeln sich zu dieser Zeit auch Frauen, die gleichsam eine kulturelle Revolution herbeisehnen, die als solche den rigiden Moralvorstellungen des Viktorianischen Zeitalters letztgültig ein Ende setzen soll.

Die progressiven Bestrebungen der weiblichen Akteure werden hierbei vor allem um die Forderung nach einer weiblichen Emanzipation erweitert. Entgegen den sozialen Konventionen dringen die porträtierten Frauen auf ein Leben jenseits von Ehe, Mutterschaft und Haushalt. In ihrer Überzeugung gilt es sich folglich, aus dem spießbürgerlichen Korsett zu befreien und traditionelle Geschlechterrollen selbstbestimmend aufzulösen. Als Schriftstellerinnen, Sängerinnen, Herausgeberinnen und Salonniere sprechen sie offen über Sex, weibliche Lust und Geburtenkontrolle, stürzen sich in amouröse Abenteuer und feiern wie ihre männlichen Begleiter bis zum Morgengrauen.

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