Angelika Baier: Inter_Körper_Text. Erzählweisen von Intergeschlechtlichkeit in deutschsprachiger Literatur

Artikelnummer: 978-3-902902-53-5

Bereits seit Jahrtausenden finden sich intergeschlechtliche Figuren in literarischen Texten. Ab Ende des 20. Jahrhunderts verändern sich in der zeitgenössischen Literatur jedoch die Darstellungsweisen radikal: Statt als Sinnbild für Vollkommenheit oder medizinisches Untersuchungsobjekt zu dienen, werden intergeschlechtliche Körper plötzlich zu einem Verhandlungsboden für gesellschaftliche Miss­stände der Moderne.

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Bereits seit Jahrtausenden finden sich intergeschlechtliche Figuren in literarischen Texten. Ab Ende des 20. Jahrhunderts verändern sich in der zeitgenössischen Literatur jedoch die Darstellungsweisen radikal: Statt als Sinnbild für Vollkommenheit oder medizinisches Untersuchungsobjekt zu dienen, werden intergeschlechtliche Körper plötzlich zu einem Verhandlungsboden für gesellschaftliche Miss­stände der Moderne. In dieser ersten umfassenden Zusammenschau zum Thema Intergeschlechtlichkeit in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur analysiert Angelika Baier vor dem Hintergrund historischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, wie unterschiedliche Genres bestimmte Themen am intergeschlechtlichen Körper verhandeln.

Autor*in / Hrsg.: Angelika Baier
Details: challenge GENDER
Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung
Reihe des Referats Genderforschung
Band 7
Umfang: 462 S.
Erscheinungsdatum: 30.06.2017

[...] Dieser Sammelband zu uneindeutigen Körpern und Geschlechtern eröffnet nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch, in seinem transdisziplinären Zugang, neue Zugänge.

In den autobiografischen Texten von Alex Jürgen, Intersex-Aktivist_in und Protagonist_in des Films ?Tintenfischalarm?, werden die Disziplinierung und strukturelle Gewalt gegen uneindeutige Geschlechter lebendig.
Wissenschaftliche Aufsätze begegnen Essays, filmischen Erzählungen, Interviews und literarischen Texten.
Im Abschnitt ?Recht und Politik? liest eine Juristin Ulrike Draesners Roman ?Mitgift? und reflektiert gemeinsam mit einer Literaturwissenschafterin über Sprache und Recht.
Im Abschnitt ?Bildlichkeiten? tauchen die antiken Narrative von Hermaphrodit und Androgyn im Film ?Hedwig and the Angry Inch? wieder auf und zwischen Beiträgen aus Ethnologie und Sport reflektiert eine feministische Biologin über Körpergrenzen und Geschlechterbrüche in Jeffrey Eugenides? Roman ?Middlesex?.

Ein reichhaltiger und origineller Sammelband, der Lust darauf macht, das Zwischenreich zwischen männlich und weiblich als Mehrwert, nicht als Mangel zu begreifen.

Rezension von Bettina Zehetner, bei: frauenberatenfrauen.at

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