Anna Sieben, Julia Scholz: (Queer-)Feministische Psychologien. Eine Einführung

Artikelnummer: 978-3-8379-2208-0

Queer-feministische Psychologien sind den politischen Anliegen des Feminismus und des Queer-Aktivismus verpflichtet: der Überwindung von Ungleichheit und Unterdrückung, die an das Geschlecht und/oder die Sexualität einer Person geknüpft sind.

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Queer-feministische Psychologien sind den politischen Anliegen des Feminismus und des Queer-Aktivismus verpflichtet: der Überwindung von Ungleichheit und Unterdrückung, die an das Geschlecht und/oder die Sexualität einer Person geknüpft sind. In diesem Forschungsgebiet werden einerseits psychologische Theorien genutzt, um Macht, Normativität, Sexualität und Geschlechtlichkeit zu untersuchen. Andererseits werden psychologische Ansätze (selbst-)kritisch auf ihren anti-emanzipatorischen Gehalt hin überprüft.

In diesem Buch werden fünf unterschiedliche, vor allem angloamerikanische Forschungsansätze der queer-feministischen Psychologien vorgestellt, systematisiert und dem deutschsprachigen Lesepublikum zugänglich gemacht. Für alle, die sowohl an Feminismus und queeren Politiken als auch an Psychologie interessiert sind, stellt es eine einmalige Einführung in das Feld dar.

Leseprobe


~ LESEPROBE ~

Autor*in / Hrsg.: Julia Scholz Anna Sieben
Weitere Informationen: Einband: Kartoniert
Edition psychosozial Diskurse der Psychologie
Umfang: 181 S.
Format (T/L/B): 1.6 x 20.6 x 12.6
Gewicht: 235 g
Erscheinungsdatum: 15.08.2012

Vorwort

Teil I

Begrifflicher, wissenschaftstheoretischer und institutioneller Rahmen

1 Einleitende Begriffsbestimmungen

2 Wissenschaftstheoretische Grundlagen

3 Institutionalisierung queer-feministischer Psychologien

Teil II

Forschungsrichtungen

4 Psychology of Women

5 Feministische Forschung zu Geschlechterunterschieden und -gemeinsamkeiten

6 Sozialpsychologische Kognitionsforschung und Geschlechterkonstruktionismus

7 Diskursanalytische, sozialkonstruktionistische und dekonstruktivistische Ansätze

8 Queere Perspektiven in der Psychologie

Ausblick

Literatur

Die Autorinnen befragen psychologische Theorien und Methoden kritisch auf ihren emanzipatorischen Gehalt hinsichtlich Geschlechtergleichheit und stellen feministische und queere Ansätze vor. Der Schwerpunkt liegt auf angloamerikanischen Forschungsansätzen, die hier systematisiert in Form eines guten Überblicks zugänglich gemacht werden. Der klare Aufbau des Buches bietet nach dem begrifflichen, wissenschaftstheoretischen und institutionellen Rahmen prägnante Beschreibungen folgender Bereiche: Psychology of Women, Feministische Forschung zu Geschlechterunterschieden und -gemeinsamkeiten, sozialpsychologische Kognitionsforschung und Geschlechterkonstruktionismus; diskursanalytische, sozialkonstruktionistische und dekonstruktivistische Ansätze sowie queere Perspektiven in der Psychologie.

Konzepte wie die Performativität als realitätsformende Wirkung von Sprache, die dekonstruktivistische Methode zur Infragestellung von Binaritäten und der Resignifizierung, der Verschiebung von Bedeutungen werden präzise auf den Punkt gebracht. Spannende Diskussionen zur Diagnostik werden angeregt, etwa zu den Diagnosen "Homosexualität" (im DSM von 1952 bis 1973, im ICD von 1968 bis 1993 enthalten) und "Geschlechtsidentitätsstörung".

Der selbstkritische Blick der Autorinnen auf die eigene Disziplin macht das Buch lesenswert. Eine gut aufgebaute, sprachlich klare und differenzierte Einführung in feministische und queere Perspektiven in der Psychologie für an feministischer Forschung Interessierte und im psychosozialen Feld Tätige.

Bettina Zehetner

Quelle: Verein "Frauen beraten Frauen", Wien

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