Antje Joel: Prügel - Eine ganz gewöhnliche Geschichte häuslicher Gewalt

Artikelnummer: 978-3-499-68043-4

Häusliche Gewalt ist eines der größten Tabuthemen unserer Zeit. Antje Joel, preisgekrönte Journalisten, bricht dieses Tabu, und erzählt in ihrem Buch offen und schonungslos ihre eigene Geschichte. Und sie analysiert darüber hinaus den gesellschaftlichen Kontext, denn sie stellt keine Ausnahme dar.

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Häusliche Gewalt ist eines der größten Tabuthemen unserer Zeit. Antje Joel, preisgekrönte Journalisten, bricht dieses Tabu, und erzählt in ihrem Buch offen und schonungslos ihre eigene Geschichte. Und sie analysiert darüber hinaus den gesellschaftlichen Kontext, denn sie stellt keine Ausnahme dar: Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner ermordet, jede dritte Frau erlebt häusliche Gewalt. So auch Antje Joel. Mit 16 lernt sie ihren späteren Mann kennen. Er schlägt sie bereits nach wenigen Monaten. Ihre Eltern sagen, was Joel danach von vielen Seiten hören wird: «selbst schuld!» Sie empfindet es lange ebenso und kehrt zu ihm zurück. Wieder und wieder. In ihrem Buch erzählt Joel, warum sie ihren Ehemann zunächst nicht verlassen hat, wie sie sich schließlich doch befreit hat und was sich in der Gesellschaft verändern muss. Ein wichtiges, hochaktuelles Buch.

Autor*in / Hrsg.: Antje Joel
Details: Rororo Allgemeines Taschenbuch
Bandnummer: 68043
Einbandart: kartoniert
Umfang: 336 S.
Format (T/L/B): 2.3 x 19 x 12.5 cm
Gewicht: 288 g
Erscheinungsdatum: 28.01.2020
Leseprobe:
Rezension von Sharon Adler auf AVIVA-Berlin:

Die für ihre Texte mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Autorin Antje Joel erfuhr jahrelang physische wie psychische Gewalt. Von ihren zwei Ehemännern. Lange schrieb sie darüber unter einem Pseudonym. Nun macht sie das Erlebte sichtbar und ermutigt damit andere Frauen, es ihr gleichzutun.

Blicke, Worte, Fäuste.
Jeden zweiten Tag ermordet in Deutschland ein Mann seine Partnerin. Jede dritte Frau erfährt körperliche, seelische, sexualisierte Gewalt durch ihren Partner. So auch Antje Joel. Mit 16 lernt sie ihren späteren Mann kennen. Er schlägt sie nach wenigen Monaten. Ihre Eltern sagen, was sie von vielen Seiten hören wird: "Selbst schuld!" Sie empfindet es auch so und kehrt zu ihm zurück. Wieder und wieder. Antje Joel erzählt, was Frauen in Gewaltbeziehungen treibt und sie darin gefangen hält. Und wie sie sich schließlich doch befreit hat.

Antje Joel schreibt über ein Thema, das auch heute noch immer tabuisiert wird, Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Schonungslos mit sich selbst und der Leserin beschreibt sie die Schläge, Tritte, Demütigungen und die eigene Hilflosigkeit angesichts der unvermittelten Gewaltausbrüche ihres Partners. Analysiert sein Verhalten, das bestimmt ist von der Überzeugung, die Ausübung von Macht und Kontrolle seien legal in einer Beziehung und ein Ausdruck von Liebe. Doch nicht nur ihr persönliches Leid stellt sie in den Mittelpunkt ihres mutigen Buchs. Die Journalistin Antje Joel recherchierte zu globalen Studien und arbeitete die Zahlen- und Faktenlage ein, die vor allem eines deutlich macht: Hinter jeder Zahl in der Statistik steht eine meist jahrelange Leidensgeschichte. Mehr noch, es handelt sich um akute tägliche Bedrohungen, die in jedem dritten Fall zur Ermordung der Frauen führt. Von einer "Minderheit", so schreibt Joel, kann nicht mehr gesprochen werden. Das zeigen die kriminalstatistischen Auswertungen des Bundeskriminalamts zur Partnerschaftsgewalt in Deutschland mehr als deutlich.

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