Antje Wagner (Hrsg.): Unicorns don't swim. Erzählungen

Artikelnummer: 978-3-932338-82-3

Spannend, witzig, skurril, melancholisch und überraschend: 22 Geschichten zeigen Mädchen, die gängige Vorurteile und Geschlechterrollen durchbrechen.

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Spannend, witzig, skurril, melancholisch und überraschend: 22 Geschichten zeigen Mädchen, die gängige Vorurteile und Geschlechterrollen durchbrechen. Die jungen Protagonistinnen befinden sich im Spannungsfeld zwischen den Lebensentwürfen ihrer Umgebung und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen. In den Erzählungen haben Kinder mit der sexuellen Orientierung ihrer Eltern sehr viel weniger Probleme als diese selbst, verliebt sich eine junge Frau in die beste Freundin, fällt ein Mädchen durch eine Zeitfalte ins Mittelalter und boxt sich durch - und es tauchen Einhorner auf, die keine "fluffigen, pinken Plüschtiere" sind.

Mit Texten von Ingrid Annel, Juliette Bensch, Anja Frisch, Sabine Funder, Laura Henkel, Vera Kissel, Katharina Korbach, Anja Kümmel, Sophie Micheel, Anthonie Partheil, Kim Katharina Salmon, Kathrin Schrocke, Claudia Schuster, Corinna Waffender, Antje Wagner und Tania Witte.

Autor*in / Hrsg.: Antje Wagner
Jugendbuch zu: Geschlechtsidentitäten anti-heteronormatives Begehren
Details: Umfang: 256 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.7 x 20 x 12.5 cm
Gewicht: 298 g
Lesealter: 14+
Erscheinungsdatum: 16.03.2016

Rezension von Annaleh Stand auf lizzy.net:

In 22 ganz unterschiedlichen Geschichten zeigen unterschiedliche Autoren, wie Mädchen Geschlechterklischees durchbrechen.

In dem Kapitel "Unicorns dont swim" des gleichnamigen Buches geht es um ein Mädchen (Siiri) und ihren besten Freund (Paul), die ein Spiel programmiert haben, in dem ein Einhorn (Nika) übers Wasser kommen soll. Siiri gelingt dies auch. In der Klasse berichtet sie Paul davon. Paul will wissen, wann er das Spiel testen kann, wird aber von der Klassenlehrerin Frau Lindner unterbrochen. Frau Lindner berichtet der Klasse, dass sie noch einen Klassenausflug machen. Frau Lindner möchte mit der Klasse ins Puppentheater-Museum, doch die Klasse will ins Tropical-Island. Das ist ein Schwimmbad, wo die Klasse schon mal war, doch Siiri hat schlechte Erfahrungen dort gemacht und will auf keinen Fall dahin. Darauf meldet sie sich und schlägt vor ins Technik-Museum nach Berlin zu fahren. Die Klasse ist davon gar nicht begeistert und Frau Lindner macht eine Abstimmung. Natürlich sind alle fürs Tropical-Island. Nun stellt sich die Frage, wer das Geld einsammelt und die Karten kauft. Als sich niemand meldet, meldet sich Paul. Siiris bester Freund. Er sammelt das Geld ein, und Siiri fühlt sich von ihm verraten. Im Gamer "Paradies" zocken die beiden dann eine Runde. Siiri sagt Paul nicht, dass sie sich von ihm verraten fühlt und klaut das Geld für die Karten. Siiri denkt, dass sie jetzt die Freundschaft zerstört hat, und weint, weil ihr bewusst wird, dass sie Paul auch verraten hat. Doch als sie am nächsten Tag in die Klasse kommt, ist die Überraschung groß, denn Paul hat zwar trotzdem Karten geholt (wahrscheinlich von seinen eigenen Geld) allerdings nicht fürs Tropical Island, sondern fürs Technik-Museum. Außerdem hat er ein T-Shirt an, auf dem "Unicorns don't swim. They jump'n run" drauf steht - daher der Titel des Buches.

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Rezension von Clarissa Lempp auf AVIVA-Berlin:

Selbstprogrammierte Computerspiele mit Einhorn, in der Halfpipe skaten oder die erste Verliebtheit. In der Anthologie "Unicorns don't swim" finden alte Mädchenstereotypen coole Gegenentwürfe.

Einhörner schwimmen nicht - lautet die Übersetzung des englischen Titels einer Geschichte von Sabine Funder. Sie ist zu finden neben 21 weiteren Storys in der gleichnamigen Kurzgeschichtensammlung für Mädchen* und andere Menschen ab 12 Jahren. Die ausgewählten Texte stammen von Autorinnen für Kinder- und Jugendbücher, aber auch von solchen, die sonst eher ein älteres Publikum ansprechen. Von etablierten Schriftstellerinnen (zum Beispiel Kinder- und Märchenautorin Ingrid Annel oder Krimiautorin Corinna Waffender) und von Newcomer_innen. Zusammengestellt wurde die Anthologie von der Autorin Antje Wagner, die selbst für Jugendliche (u.a. "Unland") und Erwachsene schreibt .

Die Geschichten erzählen von Mädchen* und Frauen* außerhalb stereotyper Rollenbilder, die mit der eigenen sexuellen Identität konfrontiert werden, sich verlieben, Heldentaten vollbringen oder Fehler machen. Die Menschen verlieren oder endlich finden. Das geht mal komisch, mal berührend oder spannungsgeladen von statten. Kathrin Schrocke hat gleich zwei Geschichten beigesteuert. In "Ira" und "Die Kirschkönigin" wehren sich die jungen Frauen gegen die Lebensplanung und Körperideale, die ihnen die Erwachsenen aufdrängen wollen. Kathrin Schrockes feinsinnige Erzählkunst zeigt sich hier wie in ihrem Romandebüt "Freak City". Das Jugendbuch über ein gehörloses Mädchen erhielt bereits mehrere Preise.

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