Ariel Levy: Gegen alle Regeln

Artikelnummer: 978-3-426-21430-5

Die erfolgreiche New Yorker Journalistin Ariel Levy hat eine aufregende Affäre, eine liebevolle Ehepartnerin und den Wunsch nach einem Kind. Emanzipiert lebt sie nach ihren eigenen Regeln. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, bricht alles auseinander.

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Die erfolgreiche New Yorker Journalistin Ariel Levy hat eine aufregende Affäre, eine liebevolle Ehepartnerin und den Wunsch nach einem Kind. Emanzipiert lebt sie nach ihren eigenen Regeln. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, bricht alles auseinander.

Im fünften Monat schwanger reist Ariel Levy nach Ulan Bator in die Mongolei, um für eine ihrer Reportagen zu recherchieren. Kurz nach der Ankunft hat sie starke Schmerzen im Unterleib und bringt ihr Baby allein auf dem Badezimmerboden des Hotelzimmers zur Welt. Für wenige kostbare Minuten lebt ihr Sohn. Traumatisiert von ihrem Verlust und taub vor Schmerz tritt sie einige Tage später die Heimreise an. Ein Anknüpfen an ihr altes Leben ist nicht möglich, denn sie scheint ihrer Identität beraubt: Ihr Körper schreit nach seiner Mutterrolle und verhindert eine Rückkehr in ein vertrautes Frauendasein. Ariels Ehepartnerin Lucy hat sich zu diesem Zeitpunkt in den Alkohol und aus der Beziehung geflüchtet. So zersplittert das selbstdefinierte Leben der 37-Jährigen. Allem beraubt, bleibt ihr nur noch die Liebe zur Sprache.

"(...) eine berührende und kluge Studie über nichts Geringeres als den Sinn des Lebens." Der Spiegel, 19.08.2017

Autor*in / Hrsg.: Ariel Levy
weitere Themen: jüdische Frauen
Perspektiven: jüdisch lesbisch
Details: Originaltitel: The Rules do not apply
Übersetzt von: Maria Hochsieder 
Umfang: 240 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2 x 20.8 x 13 cm
Gewicht: 327 g
Erscheinungsdatum: 21.08.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Rita Booker Solymosi auf AVIVA-Berlin:

Die jüdisch-amerikanische, feministische Journalistin und Schriftstellerin Ariel Levy ("Female Chauvinist Pigs: Women and the Rise of Raunch Culture") verarbeitet in ihrem Memoir die traumatischen Erfahrungen der Fehlgeburt in der 19. Schwangerschaftswoche. Das Buch basiert auf dem im "The New Yorker" erschienenen Essay, "Thanksgiving in Mongolia".

"And the truth is, the ten or twenty minutes I was somebody´s mother were black magic. There is nothing I would trade them for. There is no place I would rather have seen."

Ariel Levy hat ihr Baby auf einer Dienstreise verloren. Alleine, auf dem Badezimmerboden eines Luxushotels ihr 19-wöchiges Baby zu Thanks Givings in der Mongolei auf die Welt zu bringen, um es innerhalb weniger Minuten sterben zu sehen, ist für die Amerikanerin lebensverändernd. In der Folge der Ereignisse verliert sie auch ihre alkoholkranke Ehefrau, ihr gemeinsames Heim und fast sogar den Glauben an ihren gesunden Menschenverstand. Wie alle großen Ereignisse, wirft auch dieses seine Schatten lange voraus, doch die überaus leidenschaftliche und erfolgreiche Ariel ist im blinden Fleck ihres unkonventionellen Erfolgslebens angekommen, und vermag die Zeichen nicht recht zu deuten. Im Dauerrauschen der Isolation jeder Kämpferinnennatur ist jede Konvention für sie lediglich eine Aufforderung, damit zu brechen, und das nächste Erfolgstreppchen ins Visier zu nehmen.

Die Journalistin Ariel Levy setzt ihr größtes Talent zur Selbstheilung ein, das Schreiben. Es geht ihr nicht um große Kunst am Wort oder noch mehr Ruhm mit diesem Buch, denn sie ist schon preisgekrönt und beim renommierten Magazin The New Yorker fest angestellt. Sie will die intimsten Irrtümer und Verletzungen ihres Lebens so aufschreiben, dass begreiflich wird, wie sich das Leben als jüdische, lesbische Frau im wohlbehüteten, amerikanisch-jüdischen New York der letzten 30 Jahre wirklich anfühlt. Sie versucht herauszufinden, was sie falsch gemacht haben könnte.

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