Astrid Lindgren, Louise Hartung: Ich habe auch gelebt! Briefe einer Freundschaft

Artikelnummer: 978-3-548-28984-7

Astrid Lindgren stand 1953 am Beginn einer beispiellosen Weltkarriere. Bei einem Berlinbesuch lernte sie die Deutsche Louise Hartung kennen, etwa ein Jahr nachdem Lindgren sehr plötzlich ihren Mann verloren hatte. Aus der Begegnung entstand eine ganz besondere Freundschaft.

14,00 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



'Manchmal frage ich mich, warum ich lebe, warum Menschen überhaupt leben. Aber das erzähle ich nur Dir - ich laufe nicht mit hängendem Kopf herum, sodass es jemand sieht. Falls Du weißt, warum Menschen leben, dann schreib und erzähl es mir.'

Astrid Lindgren stand 1953 am Beginn einer beispiellosen Weltkarriere. Bei einem Berlinbesuch lernte sie die Deutsche Louise Hartung kennen, etwa ein Jahr nachdem Lindgren sehr plötzlich ihren Mann verloren hatte. Aus der Begegnung entstand eine ganz besondere Freundschaft. Wie wenig andere verstand Hartung die 'kleine Melancholie', die Lindgren an manchen Tagen überkam. Über elf Jahre hinweg teilten die beiden außergewöhnlichen Frauen Freude und Trauer und standen einander in über 600 Briefen bei, die sich wie ein Roman lesen. In den Briefen der Freundinnen, die die Weltschriftstellerin Astrid Lindgren von einer ganz neuen Seite zeigen, entsteht ein sehr persönliches Bild vom Leben in Deutschland und Schweden in einer Zeit des Wiederaufbaus und gesellschaftlichen Umbruchs. Berührend, klug, traurig und lustig zugleich: das Porträt einer engen Freundschaft, die alle Grenzen überwindet.

Herausgegeben und mit einem Vorwort von Jens Andersen und Jette Glargaard und mit einem Nachwort von Antje Rávic Strubel.

'Man kann diesen Briefwechsel lesen als ein Zeitbild der 50er Jahre in der alten Bundesrepublik, teils als tragische Liebesgeschichte, oder als ein Lebensbild Astrid Lindgrens - oder man nimmt von allem etwas. Eine absolute Leseempfehlung.'
Kai Schlüter, Radio Bremen


Autor*in / Hrsg.: Louise Hartung Astrid Lindgren
Details: Ullstein TB Bd. 28984
Originaltitel: Jag har också levat!
Übersetzt von: Angelika Kutsch/Ursel Allenstein/Brigitte Jakobeit
Umfang: 592 S.
Einband: Paperback
Format (T/L/B): 4 x 21 x 14 cm
Gewicht: 686 g
Erscheinungsdatum: 17.11.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Doris Hermanns auf AVIVA-Berlin:

Bei Astrid Lindgren fallen uns allen gleich zahlreiche Kindergeschichten ein, mit denen wir aufgewachsen sind. In diesem Briefband lernen wir jedoch eine neue Seite der Autorin kennen - die der erwachsenen Freundin. Am 14. November 2017 hätte sie ihren 110. Geburtstag gefeiert. In ihrem Nachwort würdigt Antje Rávic Strubel besonders auch die große Entdeckung von Louise Hartung.

Ein Briefband, der mir sicher entgangen wäre, wenn nicht Antje Rávic Strubel, die das Nachwort dazu verfasst hat, bei einer Veranstaltung auf sein Erscheinen hingewiesen hätte. Sicher, Astrid Lindgren war mir natürlich ein Begriff und ich habe einige ihrer Bücher gelesen. Aber als Person hätte sie mich erst einmal nicht genügend interessiert, um zu diesem Briefwechsel zu greifen.

Es war der Hinweis auf Louise Hartung, deren Verliebtheit in Lindgren und der Berlin-der-Nachkriegszeit-Bezug, die mich neugierig gemacht haben. Und - wie Rávic Strubel schreibt: "Die große Entdeckung dieses außergewöhnlichen Briefwechsels ist Louise Hartung." Hartung, vor dem Zweiten Weltkrieg eine gefeierte Sängerin, die u.a. an der Uraufführung von Brechts Dreigroschenoper mitwirkte, wurde während des Faschismus aus der Berliner Theaterkammer ausgeschlossen und hatte mehrere Jahre Auftrittsverbot. Später wurde sie gezwungen, an Wehrmachtskonzerten mitzuwirken, versteckte jedoch in Berlin Jüdinnen, die von der Deportation durch die Nazis bedroht waren. Nach Kriegsende arbeitete sie beim Hauptjugendamt der Stadt Berlin, wo sie vor allem für den Bereich der Leseförderung zuständig war. Ihre Aufgabe bestand darin, "die Bedingungen für eine demokratische Entwicklung in Deutschland zu schaffen". Vor allem für die Jugendlichen, die während des Nationalsozialismus aufgewachsen waren, stand jetzt vor allem die Überwindung von Nationalismus und Antisemitismus in der Erziehung im Vordergrund, so sollte sie "gute, gesunde Literatur zwischen den Kindern und Jugendlichen 'pflanzen'".

Hartung schrieb häufig über die von ihr empfohlenen Bücher. Und seit sie Pippi Langstrumpf gelesen hatte, das sie für das beste Buch der Welt hielt, stellte sie häufig Bücher der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren vor, deren Bücher seit 1949 auch in Deutschland veröffentlicht wurden, und setzte sich unermüdlich für deren Werk ein.

» weiterlesen auf AVIVA-Berlin.de

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: