Astrid M. Fellner, Anne Conrad, Jennifer J* Moos (Hrsg.): Gender überall!? Beiträge zur interdisziplinären Geschlechterforschung

Artikelnummer: 978-3-86110-559-6

Gender ist zu einem Leitbegriff in Politik, Gesellschaft und Forschung avanciert. Gender ist überall! Aber stimmt diese affirmative Feststellung? Ist Geschlechterforschung in postfeministischen Zeiten noch aktuell?

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Gender ist zu einem Leitbegriff in Politik, Gesellschaft und Forschung avanciert. Gender ist überall! Aber stimmt diese affirmative Feststellung? Ist Geschlechterforschung in postfeministischen Zeiten noch aktuell? Wie werden konkrete gesellschaftliche Probleme und Fragen zu den Geschlechterverhältnissen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen diskutiert?

Gender überall!? bietet einen Einblick in rezente Forschungsansätze der Gender Studies und zeigt auf, was die Wissenschaft in Bezug auf Genderfragen leisten kann. Die Beiträge reichen von Literatur- und Sprachwissenschaften über Philosophie, Theologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften bis hin zu Biologie und Medizin. Dabei wird durchweg deutlich, wie notwendig es ist, geistes-, sozial-, natur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen miteinander in Dialog zu bringen.

Autor*in / Hrsg.: Jennifer J* Moos Anne Conrad Astrid M. Fellner
Weitere Informationen:

Umfang: 284 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 21 x 14,6 x 1,6 cm
Gewicht: 200 g
Erscheinungsdatum: 18.07.2014

Geleitwort der Ministerpräsidentin. - Vorwort zur Reihe. - ASTRID M. FELLNER, ANNE CONRAD, JENNIFER J* MOOS: Gender überall!? - Eine Beobachtung und viele Fragen. Zur Einleitung. -- Erzählte Geschlechter - Gender in der Literaturwissenschaft -- SUSANNE KLEINERT: Vom Umgang italienischer Autorinnen der Gegenwart mit Geschlechterstereotypen. JANETT REINSTÄDLER: Genre oder Gender, Traum(a) oder Text? Autobiographische Lebensbilder jenseits existierender Muster in Rêveries de la femme sauvage (2000) von Hélène Cixous. - CHRISTIANE SOLTE-GRESSER: Literaturwissenschaftliche Masculinity Studies am Beispiel der Erzähltexte von Natalia Ginzburg. -- Disziplinäre Herausforderungen - Gender in den Geistes- und Sozialwissenschaften -- EVA SCHMIDT: Analytische feministische Erkenntnistheorie und implizite Einstellungen. - MONIKA JAKOBS: Gender in der Theologie: Entwicklung und Herausforderung. -- Uneindeutigkeiten - Gender in Naturwissenschaft und Medizin -- ROBERT BAAR: Gender Studies in der Erziehungswissenschaft: Aspekte einer gendersensiblen (Grund-)Schulpädagogik. EVA NOSSEM: Von Sodomiten und Hermaphroditen zu Queer und Gender Bender - Bezeichnungen für Heteronormativitätsflüchtlinge. SIGRID SCHMITZ: Der Körper als Schicksal und Bioaktie: Eine Auseinandersetzung mit dem Gehirn im Spannungsfeld von Determination und Konstruktion. - HEINZ-JÜRGEN VOß: Auslöschung von Ambiguität. Von der Suche nach geschlechtlicher 'Eindeutigkeit' und ihrer Durchsetzung. - ERIK SCHNEIDER: Medizin - Wächterin der Geschlechternormen?

Rezension von Bettina Zehetner auf frauenberatenfrauen.at:

Von Bioaktien und Heteronormativitätsflüchtlingen

Im Abschnitt "Erzählte Geschlechter in der Literaturwissenschaft" werden Geschlechterparodien von Carmen Corvito und Natalia Ginzburg lebendig, der autobiographisch-fiktionale Text "Reveries de la femme sauvage" von Hélène Cixous lädt ein zu Reflexionen im Spannungsfeld zwischen Erinnern und Vergessen, Traum und Schrift.
Gender in der Theologie und der Grundschulpädagogik wird ebenso beleuchtet wie der implizite gender bias als Thema feministischer Erkenntnistheorie.
Von Sodomiten und Hermaphroditen bis zum queeren Gender Bender - die historisch vielfältigen Bezeichnungen für Heteronormativitätsflüchtlinge untersucht die Übersetzerin Eva Nossem - ein Beitrag queerer Sprachwissenschaft, der vielfältige Abweichungen vom dichotomen Geschlechtermodell verdeutlicht.
(...)
Dieser Sammelband bietet spannende Einblicke in die Vielfalt aktueller inter- und transdisziplinärer Genderforschung - noch mehr Dialog zwischen den einzelnen Fachgebieten ist wünschenswert. Wir sind gespannt auf den 20. Band von SOFIE - Schriftenreihe zur Geschlechterforschung.

» Rezension auf frauenberatenfrauen.at

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