Audre Lorde: Sister Outsider. "Nicht Unterschiede lähmen uns, sondern Schweigen"

Artikelnummer: 978-3-446-26971-2

Lorde widmete ihr Schaffen dem Kampf gegen Unterdrückung. Verschiedenheit und Schwesternschaft, Zorn, Erotik und Sprache wurden zu kraftvollen Waffen. In ihren Texten über Rassismus, Patriarchat und Klasse finden wir Antworten auf die brennenden Fragen der Gegenwart - ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen beweist der Band seine erschreckende Aktualität.

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Audre Lorde ist die revolutionäre Denkerin und Ikone des Schwarzen Feminismus

Audre Lorde wusste, was es heißt, als Bedrohung zu gelten: als feministische Dichterin, als Schwarze Frau in einer weißen akademischen Welt, als lesbische Mutter eines Sohnes. Viele "Formen menschlicher Verblendung haben ein und dieselbe Wurzel: die Unfähigkeit, Unterschiedlichkeit als eine dynamische Kraft zu begreifen, die bereichernd ist, nicht bedrohlich". Lorde widmete ihr Schaffen dem Kampf gegen Unterdrückung. Verschiedenheit und Schwesternschaft, Zorn, Erotik und Sprache wurden zu kraftvollen Waffen. In ihren Texten über Rassismus, Patriarchat und Klasse finden wir Antworten auf die brennenden Fragen der Gegenwart - ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen beweist der Band seine erschreckende Aktualität.

"Wenn es beinahe ein halbes Jahrhundert dauert, ein einflussreiches Werk zu übersetzen, ist das erstaunlich genug. Wenn dieses Werk dann nach Jahrzehnten genauso aktuell ist wie zum Zeitpunkt des Erscheinens, ist das umso bemerkenswerter [...]. 'Sister Outsider? muss eigentlich rezitiert werden. Die Sätze sind Sermone, die Kraft der Botschaft speist sich auch aus dem Klang der Worte, und die Übersetzung von Marion Kraft und Eva Bonné trifft diesen Sound. [...] Sprache ist bei Audre Lorde jedenfalls weniger magisches Material als vielmehr eine Waffe." Marlen Hobrack, DIE ZEIT, 15.04.21

"Die deutsche Übersetzung der überragenden Essays Audre Lordes ist dringend und längst überfällig." Missy Magazine, 2/2021

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Sister Outsider

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Autor*in / Hrsg.: Audre Lorde
Feminismus: Schwarzer Feminismus
Details: Essays
Übersetzt von: Eva Bonné/Marion Kraft
Einbandart: gebunden
Umfang: 282 S.
Format (T/L/B): 2.4 x 21 x 13 cm
Gewicht: 348 g
Erscheinungsdatum: 19.04.2021
Rezension von Silvy Pommerenke auf AVIVA-Berlin:

Audre Lorde: Schwarze lesbische feministische Sozialistin und Ikone des Schwarzen Feminismus hat vor vierzig Jahren mit "Sister Outsider" ein eindringliches politisches Werk herausgegeben, das in deutscher Neuübersetzung im April 2021 erschienen ist. Die antirassistischen und antisexistischen Texte sind aktueller denn je!

Charismatisch und ein wahres Energiebündel

Audre Lorde gilt als eine der bedeutendsten afroamerikanischen Stimmen des 20. Jahrhunderts. Neben einem autobiographischen Roman ("Zami"), zehn Gedichtsammlungen und drei Essaybänden gibt es noch den überaus sehenswerten Film "Audre Lorde - Die Berliner Jahre 1984 - 1992" von Dagmar Schultz. Audre Lorde war in diesen Jahren häufig in Berlin, hatte eine Gastprofessur am John F. Kennedy Institut der Freien Universität und initiierte eine neue Schwarze politische und kulturelle Bewegung, die letztendlich zur Gründung der ISD (Initiative Schwarze Deutsche), von ADEFRA (Afrodeutsche Frauen) und zu dem im Orlanda Frauenbuchverlag erschienenen Buch "Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte" führte. Der Film schildert nicht nur das charismatische und mitreißende Wesen Lordes und die Vielzahl an Begegnungen mit Afrodeutschen Frauen (unter ihnen auch die Berliner Lyrikerin May Ayim), sondern auch ihre Krebserkrankung und ihren Kampf dagegen.

Wut und Schweigen

Audre Lorde setzt sich in ihrer Essaysammlung - in der Neuübersetzung durch Eva Bonné und Marion Kraft - zum großen Teil mit Wut und Schweigen auseinander: "Meine Wut ist eine Antwort auf rassistische Einstellungen und die daraus resultierenden Taten und Vermessenheiten". Für Lorde ist es wichtig, diese Wut auszuleben, denn "zielgerichtete Wut setzt Kraft und Energie frei, die dem Fortschritt und der Veränderung dienen". In dem Aufsatz "Die Verwandlung von Schweigen in Sprache und Handeln" aus dem Jahr 1977 erläutert sie, wie überlebensnotwendig es ist, das Schweigen zu kanalisieren. Der Bruch des Schweigens ist ein Akt der Selbstoffenbarung, durch den letztendlich auch Wut und Angst wie in einer Art Katharsis nach außen transportiert werden können.

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