Bärbel Schomers: Coming-Out - Queere Identitäten zwischen Diskriminierung und Emanzipation

Artikelnummer: 978-3-86388-789-6

Trotz der Wandlungsprozesse innerhalb der Diskurse um Geschlecht und Sexualität bleibt die Diskriminierung queerer Identitäten ein virulentes Problem. Die Formen dieser Diskriminierung untersucht die Autorin in ihrer Studie. Anhand von Interviews zeichnet sie die Auswirkungen der Heteronormativität auf die Betroffenen wie auch die Folgen des diskursiven Wandels auf die plurale Konstruktion queerer Lebensstile nach. Daraus leitet die Autorin die fortbestehende Notwendigkeit konkreter politischer und gesellschaftlicher Emanzipation ab.

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Trotz der Wandlungsprozesse innerhalb der Diskurse um Geschlecht und Sexualität bleibt die Diskriminierung queerer Identitäten ein virulentes Problem. Die Formen dieser Diskriminierung untersucht die Autorin in ihrer Studie. Anhand von Interviews zeichnet sie die Auswirkungen der Heteronormativität auf die Betroffenen wie auch die Folgen des diskursiven Wandels auf die plurale Konstruktion queerer Lebensstile nach. Daraus leitet die Autorin die fortbestehende Notwendigkeit konkreter politischer und gesellschaftlicher Emanzipation ab.

Queere Identitäten treten zunehmend in den Fokus des gesellschaftlichen Mainstreams. Es scheint auf den ersten Blick, dass diese vermehrt als legitim akzeptiert werden. Anhand von persönlichen Erfahrungsberichten und einen historischen Blick auf die Entwicklung wissenschaftlicher, politischer, juristischer, medizinischer und gesellschaftlicher Diskurse um Geschlecht und Sexualität soll mit dieser Studie kritischer Blick auf die Entfaltungsfreiheiten queerer Lebensstile geworfen werden. Dabei zeigt sich die Ambivalenz zwischen einerseits der Fortschritte im Kampf um gleiche Rechte und Emanzipation, andererseits aber auch der Defizite jener Diskurse um die Anerkennung queerer Lebensentwürfe. Trotz der zu verzeichnenden weitreichenden politischen und gesellschaftlichen Wandlungsprozesse, kommt die Untersuchung, anhand der Aussagen der Interviewpartner*innen und der Analyse der Diskursgenese, zu dem Ergebnis, dass queere Identitäten nach wie vor diskriminiert, pathologisiert und marginalisiert werden. Der Coming-Out-Prozess wird dabei zum Sinnbild des Spannungsfeldes zwischen Diskriminierung und Emanzipation, da gerade er einen besonders sensiblen Ort individueller Emanzipation, im Rahmen diskriminierter kollektiver Identitäten, konstituiert. Die vorliegende Arbeit versteht sich als Versuch der Sensibilisierung gegenüber den Praktiken der Diskriminierung, denen queere Menschen in heteronormativen Systemen alltäglich ausgesetzt sind und zeigt die Notwendigkeit der Dekonstruktion und Destabilisierung der gesellschaftlichen Normen der Zweigeschlechtlichkeit und des gegengeschlechtlichen Begehrens auf. Sie verbindet die Forderung nach Solidarität und politischem Engagement für die Anerkennung queerer Identitäten mit dem Ziel der generellen Emanzipation marginalisierter Gruppen und verweist so auf die Übertragbarkeit von Diskriminierungs- und Emanzipationstechniken auf all jene, die als "das Andere" definiert werden.

Inhalt


Autor*in / Hrsg.: Bärbel Schomers
Details: Umfang: 300 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2 x 21 x 15 cm
Gewicht: 432 g
Erscheinungsdatum: 14.05.2018

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