Barbara Duden: Der Frauenleib als öffentlicher Ort - vom Missbrauch des Begriffs Leben

Artikelnummer: 978-3-938304-76-1

Ein Klassiker zur Debatte um Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch - jetzt neu aufgelegt im Mabuse-Verlag. Die Autorin untersucht, wie die Technik und Gesetzgebung der Nachkriegszeit das Verständnis und das Erleben von Schwangerschaft radikal verändert haben.

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Ein Klassiker zur Debatte um Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch - jetzt neu aufgelegt im Mabuse-Verlag. Die Autorin untersucht, wie die Technik und Gesetzgebung der Nachkriegszeit das Verständnis und das Erleben von Schwangerschaft radikal verändert haben. Der Schwangerschaftstest hat das vermutete Schwangergehen in einen diagnostizierbaren Zustand verwandelt. Und die Visualisierung der Leibesfrucht hat den 'öffentlichen Fötus' geschaffen, als dessen 'biologisches Umfeld' die Frau sich zu verstehen lernt: So wurde das erwartete Kind zu 'einem Leben', das gesellschaftlich als 'höchster Wert' schutzbedürftig ist.

politische Themen: Reproduktion & Care Arbeit
Autor*in / Hrsg.: Barbara Duden
Details: Umfang: 140 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1 x 21 x 12.6 cm
Gewicht: 203 g
Erscheinungsdatum: 26.02.2016

~ LESEPROBE ~

Rezension von Nimue auf dem Blog Störenfriedas:

Frauenkörper werden kontrolliert, Frauen wird die Selbstbestimmung über ihre Körper genommen. Nirgendwo wird das deutlicher als am Umgang mit dem Recht auf Abtreibung. Frauen wird es verwehrt, selbst zu bestimmen, was mit ihren Körpern geschieht, und das systematisch. Die Kontrolle über die Gebärfähigkeit ist eine der Grundfesten männlicher Herrschaft und das sicherste Zeichen dafür, dass es auch bei uns mit der Gleichberechtigung nicht so weit her ist, wie wir uns das vielleicht wünschen.

Die Historikerin und Feministin Barbara Duden hat sich den wahnhaften Widersprüchlichkeiten im Umgang mit dem Frauenkörper in ihrem herausragenden Buch "Der Frauenleib als öffentlicher Ort - vom Missbrauch des Begriffs Leben", erschienen im wunderbaren Mabuse-Verlag, gestellt und zeigt mit klarem Blick auf, wie sehr wir Frauen diese Übergriffigkeiten inzwischen verinnerlicht haben. Der Begriff "Leben", den der Gesetzgeber auf die 12. Schwangerschaftswoche festlegt, wird der Frau entgegengeschleudert, fortan hat sie die Interessen ihres Lebens gegen die dieses vom Gesetzgeber konstruierten Lebens abzuwägen und dieses Leben auch in entsprechenden Beratungen usw. als solches zu benennen und zu beschützen, ganz so, wie es dem Bild der Mütterlichkeit entspricht.

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