Barbara Kirchner: Dämmermännerung. Neuer Antifeminismus, alte Leier

Artikelnummer: 978-3-930786-69-5

Wo die Voraussetzung der Emanzipation die Genußverweigerung ist, denkt man sie als neue Spielart der vulgärliberalen Selbstzerstörung als Selbstoptimierung, die man an den männlichen winners studieren kann ...

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Wo die Voraussetzung der Emanzipation die Genußverweigerung ist, denkt man sie als neue Spielart der vulgärliberalen Selbstzerstörung als Selbstoptimierung, die man an den männlichen winners studieren kann, wenn man will, auch wenns bei denen nicht der Sexus ist, den sie sich abklemmen - ich kenne ein paar dieser Sieger aus der chemischen Industrie, der Medienwelt, der Kulturschickeria, der Univerwaltung: Sie ernähren sich von Scheiße, ihre Beziehungen sind Mondlandschaften, sie fressen Muntermacher zum Dranbleiben und Hirntöter zum Abschalten. Wer darauf neidisch ist, wer in dieser Liga dieses Spiel mitspielen will, hat höchstwahrscheinlich einen schweren Dachschaden.

Autor*in / Hrsg.: Barbara Kirchner
Feminismus: Anti-Feminismus
Details: Konkret Texte 61
Umfang: 96 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 0.9 x 23 x 12 cm
Gewicht: 152 g
Erscheinungsdatum: 03.04.2014

1. Falten als Kapitalschaden
2. Bedürfniskritik oder Wie genau ist das Private politisch?
3. Erziehung ist nicht gleich Erziehung
4. Alles eine Frage der Einstellung (und Entlassung)
5. Lustbilanzen an der Chancenbörse
6. Das Altern der Neuen Sozialen Bewegungen
7. Für Lippenstiftmarxismus gegen Kippschalter
8. Vatertränen als Argument
9. Exemplarische Exegese eines Edelsexisten
10. Es kommt aber darauf an, sie zu verändern
Rezension von Susanne Fischer von der Frauenbibliothek MONAliesA:

Pro Lippenstiftmarxismus

Nicht nur christliche FundamentalistInnen und querfrontlerische Publizistengockel vertreten die Meinung, dass Feministinnen der Schrecken der Gesellschaft sind. In allen Feuilletons und Talkshows genau wie bei den Linken tritt regelmäßig dann, wenn Frauen auf Sexismus und Geschlechterhierarchien hinweisen, antifeministisches Ressentiment zutage. Die Äußerungen reichen von, »wer heute noch diskriminiert wird, ist selber schuld«, bis zu dem ältesten aller Vorwürfe, Feministinnen seien lustfeindliche Spaßbremsen.

Barbara Kirchner schreibt in ihrem Essay Dämmermännerung gegen derartige antifeministischen Positionen. Mit Vehemenz und vielen Beispielen entlarvt sie auf knapp 90 Seiten Text antifeministische Rhetorik und argumentiert, warum ein gesellschaftliches Unrechtsverhältnis nicht individuell auflösbar ist.
Dabei bekommen viele ihr Fett weg. Zuvorderst »die kleinbürgerlichen und billigintellektuellen Männderdenker, die bourgeoisen Quotenheuchler, die Fit-For-Fun-Motivationsspinnerinnen « und andere, die sich am antifeministischen Rollback beteiligen. Insbesondere Antifeministen, die sich für aufgeklärte Zeitgenossen halten, werden von Kirchner auseinandergenommen und in ihren Argumentationsfiguren enttarnt.

» weiterlesen auf monaliesa.wordpress.com

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