Barbara Sichtermann: Kurze Geschichte der Frauenemanzipation

Artikelnummer: 978-3-941087-38-5

In einer Zeit, in der "Alphamädchen""Altemanzen" belächeln und junge Frauen weibliche Rollenklischees aus den 50er Jahren spielerisch wieder aufnehmen, ist es sinnvoll nachzulesen, seit welch kurzer Zeit Frauen den Männern bei uns rechtlich gleich gestellt sind...

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In einer Zeit, in der "Alphamädchen""Altemanzen" belächeln und junge Frauen weibliche Rollenklischees aus den 50er Jahren spielerisch wieder aufnehmen, ist es sinnvoll nachzulesen, seit welch kurzer Zeit Frauen den Männern bei uns rechtlich gleich gestellt sind. Zu kurz jedenfalls, als dass die Frauen sich ihrer frisch erworbenen Frei räume allzu sicher sein sollten. Barbara Sichtermann rollt den mühsamen Prozess der Frauenemanzipation neu auf, immer mit dem Blick auf die Gegenwart.

In den meisten Gesellschaften der Geschichte waren die Frauen den Männern nicht gleichgestellt, sondern aus der öffentlichen Sphäre weitgehend verbannt. Sie hatten sich am heimischen Herd um den Nachwuchs und um ihren Herrn, den Mann, zu kümmern. Erst mit dem Aufkommen der modernen Demokratie in Europa, als die Gleichheit aller Menschen gefordert wurde, meldeten sich Frauen zu Wort, die an der allgemeinen Gleichheit teilhaben wollten. "Blaustrümpfe" schlossen sich dem Kampf der unteren Klassen um die Demokratie, um das allgemeine und gleiche Wahlrecht an. Frauen wurden unterdessen, nicht zuletzt als billige Arbeitskräfte, in den Prozess der kapitalistischen Industrialisierung integriert und machten sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Büroangestellte oder Arbeiterinnen unentbehrlich. In Deutschland und anderen Ländern führte dies nach dem Ersten Weltkrieg zur Einführung des Frauenwahlrechts. Aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war in den meisten europäischen Ländern die rechtliche Gleichstellung der Frauen erreicht. Die Frauen der 68er Bewegung aber machten mit militanten Aktionen darauf aufmerksam, dass dies keineswegs eine echte Gleichstellung der Frauen in Kultur, Wirtschaft und Politik bedeutete. Und tatsächlich ist frau in Europa noch heute weit davon entfernt - in anderen Weltgegenden sowieso.


Erscheinungsdatum: 27.02.2009

Autor*in / Hrsg.: Barbara Sichtermann
Weitere Informationen: Einband: Kartoniert 
Umfang: 190 S., mit zahlreichen farb. Abb.
Format (T/L/B): 1.5 x 21 x 14.2
Gewicht: 347 g
Barbara Sichtermann formuliert anspruchsvoll und faktenreich; sie schreibt nicht gezielt für ein junges Publikum, obwohl man ihr wünschen würde, dass sie gerade junge Frauen als Leserinnen gewinnt, damit diese einerseits die politischen Erfolge früherer Generationen würdigen können, aber auch ein kritisches, politisches Bewusstsein bekommen gegenüber den immer noch verbreiteten Rollenbildern und Klischees. (Süddeutsche Zeitung)

Zwei Dinge fallen an dem Band besonders auf. Erstens: Er ist unterhaltsam. Statt die LeserInnen mit historischen Fakten zu erschlagen, beginnen viele Kapitel mit einer spannenden Szene; die historischen Hintergründe ergeben sich dann eher beiläufig und sind mit Geschichten aus dem Privatleben der Protagonistinnen verwoben, die auf diese Weise sehr lebendig werden. Zweitens: Die Autorin kennt sich offensichtlich gut aus. Nicht nur bekannte Frauenrechtlerinnen wie Mary Wollstonecraft oder Olympe de Gouges tauchen auf, sondern auch deren weniger berühmte Zeitgenossinnen. Ein empfehlenswerter Überblick. (Missy Magazine)

Faktenreich schildert die Autorin auf 192 Seiten den mühsamen, jahrhundertelangen Prozess der Frauenbewegung. Dabei bringt sie das Kunststück fertig, zugleich enzyklopädisch und unterhaltsam, informativ und leicht zu schreiben. (Emotion)

Weil sonst alles wieder den Bach runtergeht und uns die Felle wieder wegschwimmen, bevor wir sie endgültig an Land ziehen konnten. Und weil wir zeigen müssen, was wir wirklich können und dass wir einiges besser können. Darum beschreibt eine von uns, Barbara Sichtermann, die Geschichte der Frauenemanzipation. Wenn wir das lesen, erfahren wir einiges über unsere Vorreiterinnen, werden sie achten lernen und uns hoffentlich wieder mehr anstrengen. (Hamburger Abendblatt)

Eine meinungsstarke Erzählung, die den Zeitgeist der jeweiligen Epoche und ihrer Protagonistinnen ? und einiger Protagonisten ? lebendig macht. Die Mitarbeiterin ? Werkheft der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands Das Buch zeigt den beschwerlichen Weg zur Gleichberechtigung der Frau. (BZ)

In dem reich bebilderten und mit Randbemerkungen versehenen Text klingt auch eine gute Portion Stolz durch. (P.M.HISTORY)

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