Barbi Markovic: Superheldinnen

Artikelnummer: 978-3-7017-1662-3

Jeden Samstag treffen sich drei Superheldinnen im heruntergekommenen Café Sette Fontane zu einer Arbeitssitzung.

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Jeden Samstag treffen sich drei Superheldinnen im heruntergekommenen Café Sette Fontane zu einer Arbeitssitzung: Mascha, die mutige Stütze der Gruppe, Direktorka, unerfahren, aber experimentierfreudig, und Marijas Enkelin mit dem dehnbaren Gewissen und der Rache im Blut. Sie verfügen über dunkle, chaotische Kräfte, bringen Gerechtigkeit in die Vorstädte und planen vergeblich ihren Aufstieg in den Mittelstand. 'Blitz des Schicksals' und 'Auslöschung' sind ihre Waffen, mit denen bereits Großmutter Marija ein ganzes Land destabilisierte. Nach gescheiterten Auftritten und schmerzhaften Lehrzeiten in Berlin, Belgrad, Sarajevo und andern Städten triumphieren die 'Superheldinnen' im bösesten aller Happy Ends.


Autor*in / Hrsg.: Barbi Markovic
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Details: Umfang: 192 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B) 1.5 x 22.2 x 14.1 cm
Gewicht: 382g
Erscheinungsdatum: 16.02.2016

Rezension auf lesebar.uni-koeln.de:

"Keine von uns hatte jemals gelernt, ein normales, menschenwürdiges Leben zu führen. Überall waren wir von Mist und Misstrauen und Taubenscheiße umgeben."

Die drei 'Superheldinnen' Mascha, Direktorka und die namenlose Ich-Erzählerin, enttäuscht vom Leben und "mit einem dehnbarem Gewissen", aus Barbi Markovic postmodern anmutenden Roman "Superheldinnen", treffen sich jeden Samstag im Café "Sette Fontane" in Wien. Sie schreiben eine esoterische Sonntagskolumne "Astroblick", die als Tarnung für ihre paranormalen Aktivitäten dient. Sie sind alle circa 33 Jahre alt und kennen sich nun schon seit mehr als zehn Jahren. An einem Samstag beschließen die Freundinnen mit einer gewagten Idee, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen, um ihr unermüdliches Streben nach Wohlstand zu erfüllen. Nach erfolglosen Jahren in Belgrad, Sarajewo und Berlin träumten sie nur davon anzukommen, vorzugsweise im Mittelstand.

Die Ereignislosigkeit der Handlung sowie die Hilflosigkeit der drei 'Superheldinnen' in ihrem unbedingten Willen, den Wohlstand zu erreichen, ziehen sich durch den ganzen Roman und sind mit einer permanent unterschwelligen postmodernen Ironie zu lesen. Ebenfalls postmodern erscheint nicht selten die Darstellungsebene: In einem helleren grau geschriebenen Textpassagen wie Werbeblöcke und Slogans, die die konsumorientierten Lösungen der Gegenwart wiederspiegeln, durchziehen die Erzählung. Man überliest sie leicht, nimmt sie nicht bewusst wahr, sie bleiben jedoch ständig präsent. Präsent ist ebenfalls die permanente Suche nach Halt und der eigenen Identität, was wiederum zentrale Motive des Adoleszenzromans sind.

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