Bascha Mika: Mutprobe. Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden

Artikelnummer: 978-3-570-10170-4

Älterwerden gibt es eine Frau, die das nicht kümmert? Frauen trifft die zweite Lebenshälfte besonders hart ungleich schärfer als Männer. Denn mit zunehmenden Jahren wird ihnen alles abgesprochen: Ihre erotische Ausstrahlung, die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit, die Chancen in der Arbeitswelt.

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Die neue provokante Streitschrift der Bestsellerautorin zum Thema Frauen und Älterwerden

Älterwerden gibt es eine Frau, die das nicht kümmert? Frauen trifft die zweite Lebenshälfte besonders hart ungleich schärfer als Männer. Denn mit zunehmenden Jahren wird ihnen alles abgesprochen: Ihre erotische Ausstrahlung, die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit, die Chancen in der Arbeitswelt. Wo sich bereits 20-Jährige vor Falten fürchten und der 30. Geburtstag schmerzhaft erlebt wird, spüren 40- und 50-Jährige erst recht den kränkenden Blick und die gesellschaftliche Abwertung. Es ist ein tückisches Spiel, das mit Frauen betrieben wird. Wie unsere Jahre zählen, hängt davon ab, wer wir sind Mann oder Frau. Warum sollten sich Frauen das länger gefallen lassen? Widerstand ist gefragt!

Bascha Mika lässt Frauen über ihre Erfahrungen erzählen. Scharf analysiert sie die Doppelmoral hinsichtlich weiblichen und männlichen Älterwerdens. Ihre Botschaft: Frauen haben in jeder Lebensphase das Recht auf Glück und Selbstbestimmung. Nehmen wir es uns!


Autor*in / Hrsg.: Bascha Mika
Weitere Informationen: Umfang: 320 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.2 x 22 x 14.5 cm
Gewicht: 539 g 
Erscheinungsdatum: 27.01.2014

~ LESEPROBE ~

Weitere Ausgaben: Kartoniert

Rezension von Ahima Beerlage auf AVIVA-Berlin:

Männer werden älter, Frauen werden alt gemacht. So lautet das Fazit der Autorin und ehemaligen Chefredakteurin der TAZ. In ihrem neuesten Buch nimmt sie die Beweise dafür gnadenlos ins Visier.

Älterwerden ist für viele Frauen immer noch eine Schmerzzone, behauptet Bascha Mika. Ihnen drohe der gesellschaftliche Abstieg in Beruf, Beziehung und Alltag. Die Lebensmitte ist für beide Geschlechter ein Einschnitt in ihrem Leben. Doch während Männer in der zweiten Hälfte ihres Lebens die Früchte ihrer Arbeit ernten und oft in Führungspositionen befördert werden, beginnt für ältere Frauen beruflich und privat häufig eine Leidenszeit. Männer trennen sich von ihren gleichaltrigen Frauen, wählen jüngere Partnerinnen und gründen noch einmal eine neue Familie. Die ehemalige Ehefrau bleibt allein zurück und kann sich nach Erziehungsjahren und spätem Wiedereinstieg in den Beruf nur mühsam über Wasser halten.

Im Berufsleben stellen sich den Frauen mit den Jahren immer mehr Hürden in den Weg. Besonders stark tritt diese berufliche Ungleichbehandlung von älteren Männern und Frauen in den Medien auf. Während faltige, grauhaarige Männer auch über 60 moderieren dürfen, verlieren Frauen jenseits der 40 zumeist ihren Platz vor der Kamera. Schauspielerinnen erleben ein Karrieretief jenseits der 35 und dürfen erst als alte Dame wieder vor die Linsen.

Diese Wechselwirkung, so Bascha Mika, ist fatal. Das von den Medien geprägte Bild bestimmt auch die Wahrnehmung der Frauen im Alltag. Jugend und Schönheit sind Machtfaktoren. In Gesprächen mit betroffenen Frauen wird deutlich, wie verletzend es ist, zunehmend nicht mehr als begehrenswert wahrgenommen zu werden. Auf der Straße werden sie für Männer unsichtbar und auch der eigene Mann sieht jüngeren Frauen nach.

All das nagt am Selbstwertgefühl der älteren Frauen. Selbst wenn frau sich gegen diese Ausgrenzung stellt, wird sie anders beurteilt. Nimmt sie sich einen jüngeren Liebhaber, wird sie belächelt, nimmt er sich eine jüngere Geliebte wird er bewundert.
Die Angst vor der zunehmenden gesellschaftlichen und privaten Bedeutungslosigkeit bereitet vielen Frauen Angst. Sie feiern ihre Geburtstage jenseits der 30 nicht mehr, verschweigen ihr Alter. Es beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit. Dazu steht eine milliardenschwere Industrie bereit: KosmetikerInnen, FitnesstrainerInnen, ErnährungsberaterInnen und SchönheitschirurgInnen bieten sich gegen teures Geld als KomplizInnen im Kampf gegen das Altern an.

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