Beate und Serge Klarsfeld: Erinnerungen

Artikelnummer: 978-3-492-05707-3

Nazi! Nazi! Mit diesem Ruf stürmt Beate Klarsfeld am 7. November 1968 auf dem Bundesparteitag der CDU den Vorstandstisch und ohrfeigt den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.

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Nazi! Nazi! Mit diesem Ruf stürmt Beate Klarsfeld am 7. November 1968 auf dem Bundesparteitag der CDU den Vorstandstisch und ohrfeigt den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Kiesinger war 1933 in die NSDAP eingetreten und hatte während des Zweiten Weltkriegs in der Rundfunkpolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes gearbeitet. Die Ohrfeige ist der Startschuss für die Lebensaufgabe von Beate Klarsfeld und ihrem Mann Serge: als passionierte Nazijäger verfolgen die Klarsfelds die Schreibtischtäter und die Schlächter des Holocaust - in Deutschland, wo sie straffrei leben, im Nahen Osten und in Südamerika, wohin viele geflohen sind. Sie entreißen ihre Opfer dem Vergessen, veröffentlichen ihre Bilder und Namen. Die Erinnerungen des Paares sind Zeugnis ihres lebenslangen Kampfes für die Rechte der Opfer und zugleich bewegendes Dokument einer großen Liebe.


Autor*in / Hrsg.: Serge Klarsfeld Beate Klarsfeld
Biografien von/über: Aktivistinnen Berühmte Paare
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Originaltitel: Mémoires
Übersetzt von: Andrea Stephani, Anna Schade, Helmut Reuter 
Umfang: 624 S., 20 s/w Illustr., 2 farbige Illustr.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 5.1 x 23.1 x 15.7 cm
Gewicht: 998 g
Erscheinungsdatum: 09.11.2015

~ LESEPROBE ~ 

Rezension von jgt auf Aviva-Berlin:

"Wir werden sie aufspüren, wo immer sie auch sind." In ihren Memoiren beschreiben die unermüdlichen Nazijäger ihr Engagement für die Rechte der Opfer und das Aufspüren und die Enttarnung von Nazis.

"Ich schrie, so laut ich konnte, ´Nazi, Nazi!´ und ohrfeigte ihn mit voller Wucht", erinnert sich Beate Klarsfeld an diesen 7. November 1968, als sie auf dem Bundesparteitag der CDU Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger demonstrativ für seine Mitgliedschaft in der NSDAP anprangerte. Die deutsche Justiz nahm den Fehdehandschuh auf und verurteilte Beate Klarfeld in einem Schnellverfahren für diese "Majestätsbeleidigung" zu einem Jahr Gefängnis. Für das Ehepaar Klarsfeld war es der Auftakt für seine lebenslange Mission: Die nationalsozialistischen Schreibtischtäter und Mörder zu enttarnen und dafür zu sorgen, dass sie für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden.

Als Au-pair-Mädchen lernte die in Berlin geborene Beate Künzel im Mai 1960 in Paris Serge Klarsfeld kennen und lieben. Über die Shoa wusste die damals 21-Jährige wenig bis nichts. An deutschen Schulen wurde so etwa nicht vermittelt. Das sollte sich jedoch rasch ändern: Ihr zukünftiger Mann, dessen Vater in Auschwitz ermordet worden war, hatte nur mit viel Glück überlebt. Schon kurz nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus hatte Serge damit begonnen, das Schicksal seines Vaters zu erforschen und sich intensiv mit der Geschichte der Shoa auseinanderzusetzen. Rund 80.000 Juden haben die NS-Mörder aus Frankreich in die Vernichtungslager deportiert, wie Serge Klarsfeld anhand von unzähligen Dokumenten und in seinem Standardwerk "Vichy ? Auschwitz" akribisch nachgewiesen hat.

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