Benjamin Moser: Clarice Lispector. Eine Biographie

Artikelnummer: 978-3-442-74904-1

Sie ist eine Ikone der brasilianischen Literatur Mit ihrer Schönheit, ihrem Geist und ihrer einzigartigen Stimme faszinierte Clarice Lispector, mit ihren eigenwilligen, modernen Romanen und Erzählungen ging sie bisweilen an die Grenzen des Sagbaren.

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Sie ist eine Ikone der brasilianischen Literatur Mit ihrer Schönheit, ihrem Geist und ihrer einzigartigen Stimme faszinierte Clarice Lispector, mit ihren eigenwilligen, modernen Romanen und Erzählungen ging sie bisweilen an die Grenzen des Sagbaren.

Der amerikanische Literaturwissenschaftler Benjamin Moser hat sich auf ihre Spuren begeben und einzigartige Dokumente ihrer Herkunft gefunden. Daraus hat er ein ebenso spannendes wie einfühlsames Porträt einer widersprüchlichen, von ihren jüdischen Wurzeln stark geprägten Persönlichkeit geschaffen. Anschaulich und fesselnd beschreibt Benjamin Moser die Stationen ihres wechselvollen Schicksals und erhellt die Grundmotive ihres Schreibens.

Bücher von Clarice Lispector:
» Clarice Lispector: Der Lüster 
» Clarice Lispector: Nahe dem wilden Herzen

Autor*in / Hrsg.: Benjamin Moser
Biografien von/über: Schriftstellerinnen
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Besonderes TB Bd. 74904
Originaltitel: Why this World. A Biography of Clarice Lispector
Übersetzt von: Bernd Rullkötter
Umfang: 576 S., mit zahlreichen Abbildungen
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 4.2 x 20.6 x 13.5 cm
Gewicht: 679 g 
Erscheinungsdatum: 13.07.2015 

weitere Ausgaben: Gebunden

Rezension von Dorothee Robrecht auf Aviva-Berlin:

Sie sah aus wie Marlene Dietrich und schrieb wie Virginia Woolf - so ein Zeitgenosse über die Grande Dame der brasilianischen Literatur, Clarice Lispector (1920 - 1977). Die vor zwei Jahren als Hardcover erschienene Biographie liegt jetzt auch als Taschenbuch vor.

Clarice Lispector ist eine Ikone der feministischen Literaturwissenschaft:
Sie gilt als "weiblicher Kafka", und verglichen hat frau sie mit den Größten der Großen, mit Rilke und Rimbaud. Außerhalb feministischer Zirkel kennt frau/man sie hierzulande kaum, und das, so berichtet ihr Biograph, ist in Brasilien ganz anders:
In Brasilien ist die 1977 mit 57 Jahren an Krebs gestorbene Clarice Lispector ein Superstar: Ihr Konterfei schmückt Briefmarken, und zu haben sind ihre Bücher bis heute überall, selbst an Automaten in U-Bahn-Stationen. Was erstaunlich ist, denn leicht konsumierbar sind ihre Texte wahrlich nicht.

Ihr erster Roman, erschienen 1943 unter dem Titel "Nahe dem wilden Herzen", handelt von einer jungen Frau, die abgrundtief fremd ist in der Welt und sich nach kurzer Ehe zurückzieht in eine stolze, beinah arrogante Einsamkeit: "Ich weiß nie, was ich mit Menschen oder Dingen anfangen soll, die ich mag. Sie werden mir zu Last, das war schon von klein auf so. ... Nein, nein, ich will allein sein." Allein sind ausnahmslos alle ihre Protagonist_innen, auch die in ihren letzten Texten noch - allein auf eine merkwürdige, beinah mystische Art. Alle leiden an sich und der Welt, doch so sehr sie auch leiden - sie kämpfen, bis zum Schluss. "Die schreckliche Pflicht ist, das Leben zu Ende zu leben", so Lispector in einem Interview, in dem sie den Vergleich mit Virginia Woolf zurückwies, nicht weil er unberechtigt gewesen wäre, sondern deshalb, weil Woolf aufgab und Selbstmord beging.

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