Bettina Vibhuti Uzler: Party am Abgrund. Meine Nomadenjahre im Drogen- und Technorausch. Eine Aussteigerin erzählt

Artikelnummer: 978-3-944296-01-2

Mit 23 Jahren wird Bettina Vibhuti Uzler als Drogenkurierin erwischt und landet im französischen Frauenknast. Nach ihrer Freilassung wird sie Teil der Freetekno-Bewegung, reist durch Europa und organisiert illegale Partys. In der Technoszene findet sie ein Zuhause...

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Bettina Vibhuti Uzler verliert sich im Nomadendasein in der Technoszene - bis ein spiritueller Meister ihr zurück ins Leben hilft.

Mit 23 Jahren wird Bettina Vibhuti Uzler als Drogenkurierin erwischt und landet im französischen Frauenknast. Nach ihrer Freilassung wird sie Teil der Freetekno-Bewegung, reist durch Europa und organisiert illegale Partys. In der Technoszene findet sie ein Zuhause. Doch auf die Ekstase folgt der Absturz: Bettina lebt ohne Dach über dem Kopf und verliert sich im Drogenrausch. Ein spiritueller Meister hilft ihr schließlich, aus der Szene auszusteigen.

In ihrem Buch erzählt sie fesselnd von ihren waghalsigen Höhenflügen, ihrem Absturz und ihrem Weg in ein neues Leben. Die Techno und Ravekultur erfreut sich seit einigen Jahren wieder wachsender Beliebtheit. Anhänger der Szene sehnen sich nach einem Kick in ihrem Alltag, wünschen sich Abwechslung und Euphorie. Insbesondere bei jungen Menschen wird das Bedürfnis nach einem Aussteigerleben immer größer. Viele der Technobegeisterten greifen dabei regelmäßig zu verbotenen Substanzen, um ihre Körper in Extremzustände zu versetzen. Das Buch gibt einen ungeschminkten Einblick in die Drogen und Technoszene und zeichnet das packende Porträt einer Subkultur.

Mitreißender Bericht einer jungen Frau auf Sinnsuche. Ein gewagtes Porträt der Drogen- und Technokultur aus der Perspektive einer Aussteigerin.


Autor*in / Hrsg.: Bettina Vibhuti Uzler
Literatur zu: Nachtleben und Szene
Frauenleben in: Europa
Weitere Informationen: Umfang: 268 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.1 x 21.1 x 13.7
Gewicht: 314 g
Erscheinungsdatum: 15.04.2013

~ LESEPROBE ~

Rezension von Annika Hüttmann auf AVIVA-Berlin:

Nach 15 Monaten Gefängnis wegen Drogenschmuggels ist Bettinas Drang nach Freiheit größer denn je. Die Freetekno-Bewegung scheint das ideale Leben für sie zu sein - bis sie ihre Drogensucht nicht mehr kontrollieren kann.

Eigentlich war sie nach Kolumbien gereist um sich vom Partyleben in Berlin zu erholen. Doch dann lernt Bettina in einem Hotel den jungen Junkie Pascal kennen und verliebt sich sofort. Die beiden nehmen gemeinsam Crack - tagelang, wochenlang. Ein Dealer überredet sie, Kokain in die Schweiz zu schmuggeln. Bettina wird erwischt und kommt für 15 Monate in ein französisches Gefängnis. Während dieser Zeit fasst sie einen Entschluss:

"Nie wieder würde ich dulden, wenn ich das hier überstanden hatte, dass man mir in irgendeiner Art und Weise Vorschriften machte. Nie wieder würde irgendjemand Macht über mich bekommen und nie wieder würde ich eine wie auch immer geartete Autorität über mir akzeptieren!"

Dieser Wunsch nach grenzenloser Freiheit wird ihr von der Freetekno-Szene erfüllt, der sie sich nach ihrer Entlassung in Berlin anschließt. Reisen durch ganz Europa, illegale Parties, frei verfügbare Drogen und eine starke Gemeinschaft geben Bettina das Gefühl, das perfekte Leben gefunden zu haben. Sie kauft sich einen Bus, verdient ihr Geld mit Dealen, schließt immer mehr Bekanntschaften innerhalb der Szene und gründet sogar ein eigenes Soundsystem. Techno, Speed, Kentamin, Kokain, Opium und Alkohol werden ihr Lebensmittelpunkt. Es fällt Bettina jedoch zunehmend schwer, durch Drogen die euphorischen Gefühle ihrer ersten Jahre innerhalb der Szene hervorzurufen - chemische Substanzen werden mehr und mehr Bedingung dafür, überhaupt zu funktionieren. Sowohl Bettinas Freundeskreis als auch ihr Körper werden immer weiter von den Drogen zerstört, bis ihr die Teilnahme an einem Massagekurs einen unerwarteten Ausstieg aus der Sucht ermöglicht.

Im Vorwort zu ihrem Buch schreibt Bettina Vibhuti Uzler:

"Diese Geschichte ist meine Geschichte. Die Geschichte meines Lebens, ohne die ich heute nicht die wäre, die ich bin. Ich bin weder stolz auf diesen Teil meiner Vergangenheit noch schäme ich mich für ihn. Aber ich habe mit dem, was war, abgeschlossen und das Schreiben dieses Buches hat mir dabei geholfen."

Dieses Abschließen mit der Vergangenheit erfolgt vor allem darüber, diese Zeit noch einmal zu durchleben - zwar hält Vibhuti Uzler immer wieder inne um zu reflektieren und zu erklären - über weite Teile folgt der oder die LeserIn jedoch direkt der jungen Bettina. Die Autorin bemüht sich um eine ehrliche und ausführliche Beschreibung eines Lebensabschnitts, die jedoch leider immer wieder dadurch gestört wird, dass Vibhuti Uzlers bildhafte Beschreibungen abgegriffen und bemüht klingen. Sätze wie: "Die vom Regen feuchten Straßen eines Pariser Vorortes schimmern matt unter dem gelblichen Licht der Laternen" finden sich zuhauf. Es wird deutlich, dass Party am Abgrund weniger aufgrund großen schriftstellerischen Talents geschrieben wurde, sondern dem dringenden Wunsch entsprang, die eigene Geschichte zu erzählen.

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