Birgit Heiderich: Sterben hat seine Zeit. Ein Buch vom Abschied

Artikelnummer: 978-3-86351-075-6

Ein Tochterbuch vom Abschied von der Mutter. Eine Geschichte vom Halten, Lassen, Trauern. Vom Hinterbleiben . Leidenschaftlich und doch nüchtern, kompromisslos und doch zärtlich, verzweifelt und doch voller feinem Humor: ein Nach-Ruf, eine Verbeugung.

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Ein Tochterbuch vom Abschied von der Mutter. Eine Geschichte vom Halten, Lassen, Trauern. Vom Hinterbleiben . Leidenschaftlich und doch nüchtern, kompromisslos und doch zärtlich, verzweifelt und doch voller feinem Humor: ein Nach-Ruf, eine Verbeugung.

Ein Mädchen wird traumatisiert durch den Unfalltod des Vaters, die Mutter überlebt. Das Kind glaubt fortan, für die Mutter ganz und gar verantwortlich zu sein. Und dieses Gefühl der Inpflichtnahme und Verantwortung drängt sich der Tochter urplötzlich wieder auf, als die Mutter im Alter schwer erkrankt. Diese Gewissheit, ab jetzt Schritt für Schritt, Wegstück für Wegstück, der Mutter Sterben miterleben zu müssen! Wie die Tochter versucht, schreibend mit der eigenen Angst fertig zu werden, sie zu bannen, davon erzählt dieses Buch. Birgit Heiderich, ihr Buch, schaut hin. Und wagt es, den Blick nicht abzuwenden, nichts zu verschleiern. Es zeigt, was zu hören und zu sehen und zu ertragen ist, wenn ein Mensch und eine Mutter dazu langsam zum Ende kommt, stirbt.

Autor*in / Hrsg.: Birgit Heiderich
Weitere Informationen: Umfang: 160 S.
Einband: Gebunden
Format: 18,7 x 11,5 cm
Gewicht: 234 g
Erscheinungsdatum: 17.02.2014

Während dieser acht Jahre ab und zu Ferien, zwei Wochen Italien zum Beispiel. An Pfingsten. Dort, mit der Entfernung, die Unruhe verloren. Vorher, wie immer die panische Frage, was wird mit ihr sein, wenn ich nicht erreichbar bin? Schuldgefühle, weil ich sie allein lasse in ihrer Hilflosigkeit und mir Ferien gönne. Dort, unter südlichem Himmel, langsam beruhigt und mir gesagt: Es war gut, eine Annonce in die Zeitung zu setzen, jemanden zu finden, der sich in meiner Abwesenheit um sie kümmert, den ich bezahle für meine Freiheit. Vier zehn Tage lang. Sie ist jetzt nicht allein, sage ich mir, sie macht weiterhin Spaziergänge, bekommt ihre Abwechslung. Trotzdem rufe ich jeden Tag Frau H. an. Geht es ihr gut? Ist ihr nichts passiert? Frau H. versichert mir, wie einer Kranken, es sei alles in Ordnung, ich solle mir keine Sorgen machen, die Ferien genießen.
Dann mit einem flauen Gefühl im Magen zum ersten Mal wieder ins Heim gefahren, um sie auf ihrer Station wiederzusehen.

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