Bronwyn Cosgrave: Vogue on Coco Chanel

Artikelnummer: 978-3-89910-564-3

Sie gilt als nichts weniger als die einflussreichste Designerin des 20. Jahrhunderts: Coco Chanel war die Pionierin der locker-eleganten Erscheinung für die moderne Frau. Indem sie geschnürte Mieder und kleinteilige Details abschaffte, revolutionierte sie die Damenmode...

16,90 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand



Die Vogue - Mode-Bibliothek: Bibliophile Reihe für Modeliebhaber und Sammler. Alle bedeutenden Modedesigner unserer Zeit. Mit exklusiven Fotografien von Cecil Beaton, Edward Steichen, Henri CartierBresson, Mario Testino u.v.m.

'Kleide dich nachlässig, und man erinnert sich an das Kleid. Kleide dich makellos, und man erinnert sich an die Frau.' Coco Chanel (1883 - 1971)

Sie gilt als nichts weniger als die einflussreichste Designerin des 20. Jahrhunderts: Coco Chanel war die Pionierin der locker-eleganten Erscheinung für die moderne Frau. Indem sie geschnürte Mieder und kleinteilige Details abschaffte, revolutionierte sie die Damenmode und brachte frischen Wind und Esprit in die Haute Couture. Anhand des Vogue-Archivs zeichnet Bronwyn Cosgrave Chanels Karriere vor der Kulisse einer glamourösen, atemlosen Epoche nach. Zugleich zeigt sie Chanels ikonische Kreationen - vom 'kleinen Schwarzen' und dem Chanel-Kostüm bis zu ihrer berühmten Schmuckkollektion und ihren Handtaschenentwürfen. Begleitet wird alles von zahlreichen, teils exklusiv für die Vogue beauftragten Fotografien von Stars wie Cecil Beaton oder David Bailey.



Autor*in / Hrsg.: Bronwyn Cosgrave
Kunst: Mode
Weitere Informationen: Originaltitel: Vogue on Coco Chanel
Übersetzt von: Harriet Fricke
Umfang: 160 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.2 x 21.8 x 17 cm
Gewicht: 638 g
Erscheinungsdatum 21.02.2013

~ LESEPROBE ~

Rezension von Julia Lorenz auf AVIVA-Berlin:

Für eine detailverliebte Buchreihe und Hommage an vier Design-Ikonen des zwanzigstens Jahrhunderts öffnete das wahrscheinlich einflussreichste Modemagazin sein Archiv und fördert neben Anekdoten auch aufsehenerregendes Bildmaterial zutage.

Ausgerechnet Chanel und Schiaparelli! Zwei Frauen, die auf höchst unterschiedliche Art dem Schönheitsideal des ausklingenden neunzehnten Jahrhunderts den Kampf ansagten und dabei zu den ärgsten Rivalinnen im Kampf um die Hegemonie in der Modewelt werden sollten. Unsterblich sind sie beide geworden - Coco Chanel mit ihren Kreationen, die erstmalig Eleganz und Lässigkeit kombinierten, und Elsa Schiaparelli mit ihrer provokanten, bisweilen surrealistischen Interpretation von Frauenmode. Versuche, den Verdiensten der Grand Dames beizukommen, wurden - vor allem im Fall von Gabriele Chasnel aka Coco - bereits in vielfacher Form unternommen: Für Chanel-Biopics schlüpften Schauspielerinnen wie Audrey Tautou und Anna Mouglalis ins "Kleine Schwarze", zahlreiche Bücher beleuchten den Werdegang der Designerinnen.

In der Collection Rolf Heyne ist nun die Serie "Vogue on Designers" erschienen, in der nicht nur Schiaparelli und Chanel, sondern mit Christian Dior und Alexander McQueen auch zwei männliche Modeschöpfer vertreten sind. Ist der Reputation dieses Quartetts überhaupt noch etwas hinzuzufügen? Und ob: Selbst- und Fremdzeugnisse, Zitate, Entwürfe, Zeichnungen und Fotos aus dem Archiv der Vogue zeichnen in im Zusammenspiel mit der Arbeit der renommierten BiografInnen Judith Watt und Bronwyn Cosgrave lebendige Portraits der wegweisenden Kreativen Chanel und Schiaparelli. Diese heben sich vor allem aus gestalterischer Sicht mit viel Liebe zum Detail vom Gros der bisherigen Veröffentlichungen ab: So wird das leuchtende "shocking pink", Elsa Schiaparellis bekannte Farbschöpfung, im Design ihrer Ausgabe immer wieder aufgegriffen. Coco Chanels schlichter Chic wiederum inspirierte den Purismus der ihr gewidmeten Publikation, die fast ohne Farbe auskommt.

Einen kritischen Anspruch sollte frau an die Auseinandersetzung mit den Fashion-Pionierinnen allerdings nicht stellen: Als stilbildendes Medium liegt der Themenschwerpunkt der Vogue klar auf Mode, Design und Lifestyle, was sich auch in der Buchreihe äußert. Politische Implikationen der damaligen Zeit werden im Zuge der Frauenbiografien zwar thematisiert, Kontroverse wie das Verhältnis Chanels zu einem Nazi-Offizier bleiben jedoch unkommentiert.
Das ist jedoch auch nicht Aufgabe der Buchreihe. Dafür darf endlich einmal das ?uvre der Designerinnen und nicht ihre namhaften Affären oder reichen Gönner im Mittelpunkt stehen: Legendäre Kleider, Muster, die von Methoden der bildenden Kunst inspiriert wurden und Kreationen, die noch heute unter "Avantgarde" laufen würden - die Geschichten der kreativen Prozesse hinter den oft kopierten Konzepten von Chanel und Schiaparelli sind oft spannender als die hollywoodreifste Lovestory.

AVIVA-Tipp: Es gibt Bücher, die möchte frau einfach besitzen. Voilà, hier haben wir es mit zwei derartigen Exemplaren zu tun: Für bibliophile ModeliebhaberInnen, denen es im durchschnittlichen Fashion-Hochglanzmagazin an Persönlichkeit mangelt, schafft die Reihe "Vogue on Designers" eine Balance zwischen gestalterischem und inhaltlichen Anspruch. Dabei sind die Werke nicht nur hübsch anzusehen und informativ, sondern zeichnen auch die Verschmelzung von Kunst und Mode, von Hoch- und Popkultur exemplarisch an den Biografien der Ausnahmedesignerinnen nach.

AVIVA-Berlin im April 2013

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung:

Kontaktdaten