Carolin Emcke: Journal. Tagebuch in Zeiten der Pandemie

Artikelnummer: 978-3-10-397094-4

Am 22. März 2020 beschließen Bund und Länder »Kontaktbeschränkungen« - die neue Wirklichkeit der Pandemie greift ein in unsere psychische, soziale, politische Verfassung. Am Tag darauf beginnt Carolin Emcke mit ihrem »Journal«.

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Am 22. März 2020 beschließen Bund und Länder »Kontaktbeschränkungen« - die neue Wirklichkeit der Pandemie greift ein in unsere psychische, soziale, politische Verfassung. Am Tag darauf beginnt Carolin Emcke mit ihrem »Journal«. Sie notiert nächtliche Albträume oder die unmöglichen Abschiede von geliebten Menschen so wie sie die nationalistischen Reflexe Europas und die autoritäre Verführung des Virus analysiert. Es sind subjektive, philosophische Notizen, die dieser historischen Zäsur nachspüren. Immer wieder widersetzt sich Carolin Emcke der Neigung, nur die eigene Stadt oder Region zu betrachten, immer wieder weitet sie den Fokus, reflektiert die Pandemie als globale Konstellation. Es ist die schonungs- und schutzlose Chronik eines Ausnahmezustands, von dem niemand weiß, wann er zu Ende sein und wie er uns verändert haben wird.

Wenn Tagebuch, dann besser das von Carolin Emcke.

Autor*in / Hrsg.: Carolin Emcke
Details: Einbandart: gebunden
Umfang: 272 S., 31 s/w Fotos
Format (T/L/B): 2.5 x 21 x 13 cm
Gewicht: 380 g
Erscheinungsdatum: 10.03.2021
Leseprobe:
Rezension von Silvy Pommerenke auf AVIVA-Berlin:

Die Bestseller-Autorin und Friedenspreis-Trägerin Carolin Emcke hat zu Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 angefangen, ein Tagebuch zu schreiben. Dafür, dass sie es mit uns teilt, können wir ihr dankbar sein. Die Chronistin beobachtet klug und eloquent die Auswirkungen, die uns alle gleichermaßen, andere aber ungleicher, durch das Virus betreffen.

Poetischer Blick auf die Pandemie

In melancholischer, bisweilen poetischer Sprache ("Das Schreiben hinkt dem Erlebten Tag hinterher wie ein versteiftes Bein, das nachgezogen wird und einen synkopischen Rhythmus erzeugt") beschreibt die Wahl-Berlinerin Carolin Emcke, wie sie für sich einen Umgang findet, um mit dieser Ausnahmesituation umgehen zu können. Sie leidet sehr unter "der ungewohnten Erlebnisarmut, der quälenden Immobilität".

Wörterbücher

In dieser besonderen Zeit der Pandemie beginnt sie, ein Wörterbuch im besten Sinne zu schreiben, sammelt Wörter, die sich in unseren Wortschatz hineinzwängen: systemrelevant, vulnerable Gruppe, Lockdown oder Homeschooling. Worte, die ist vielleicht vorher schon gab, bei denen es aber nun zu Bedeutungsverschiebungen kommt.
Neben diesen Worten der Pandemie sammelt Carolin Emcke auch Worte auf Türkisch. Dafür lässt sie sich von einem türkischen Freund jeden Tag ein zufällig gewähltes Wort mit der entsprechenden deutschen Übersetzung schicken. Diese Wörter sind für sie eine unsichtbare Brücke zu dem Freund, dessen Gegenwart sie nicht erleben kann. Die Corona-Regelungen machen viele persönliche Begegnungen unmöglich. Wir alle wissen ein Lied davon zu singen.

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