Caroline Stoessinger: Ich gebe die Hoffnung niemals auf. Hundert Jahre Weisheit aus dem Leben von Alice Herz-Sommer

Artikelnummer: 978-3-8135-0480-4

Ich gebe die Hoffnung niemals auf - dieses Lebensmotto hat Alice Herz-Sommer 108 Jahre lang geleitet. In vielen Gesprächen mit der ältesten Konzertpianistin der Welt und zugleich ältesten Überlebenden des Holocaust hat Caroline Stoessinger die Essenz eines Lebens gewonnen.

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Die älteste Überlebende des Holocaust und zugleich älteste Konzertpianistin der Welt über die Kunst, glücklich zu leben.

'Zutiefst bewegend' (Václav Havel)

Ich gebe die Hoffnung niemals auf - dieses Lebensmotto hat Alice Herz-Sommer 108 Jahre lang geleitet. In vielen Gesprächen mit der ältesten Konzertpianistin der Welt und zugleich ältesten Überlebenden des Holocaust hat Caroline Stoessinger die Essenz eines Lebens gewonnen, das leuchtet vor Schönheit, Großzügigkeit und Mut.

'Zutiefst bewegend. Geschrieben, um uns allen Mut zu machen.' Václav Havel

Obwohl sie das Leben in den Salons und Konzertsälen von Prag gegen Theresienstadt eintauschen musste, obwohl ihre Mutter, ihr Mann und viele Freunde von den Nazis ermordet wurden, obwohl sie im Alter den Tod des Sohnes zu betrauern hatte, hat Alice Herz-Sommer keinen Tag ihres Lebens an Bitterkeit und Hass verschwendet. Sie ist diejenige, die für die Lagerinsassen über hundert Konzerte gespielt und die Oper 'Brundibar' aufgeführt hat.

'Die Musik hat meine Seele gerettet', sagt sie, aber da ist noch viel mehr: Alices Fähigkeit, im Jetzt zu leben und niemals die Hoffnung aufzugeben, ihre Gabe, das Leben als Geschenk zu begreifen und immer noch Neues zu entdecken. Bis heute sitzt sie am Klavier, so oft sie kann. Ihr Alltag ist einfach, damit sie unabhängig bleibt. In Verbindung mit ihren Freunden und der Welt zu stehen, ist Alice Herz-Sommer wichtig. Auf diese Weise - und in ihrer Musik - hat sie bleibendes Glück gefunden und lange vor der Wissenschaft entdeckt, wie man für immer jung bleibt.

Ein Buch voller Weisheit, ein Geschenk für jeden, der es liest.



Autor*in / Hrsg.: Alice Herz-Sommer Caroline Stoessinger
Biografien von/über: Musikerinnen
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Originaltitel A Century of Wisdom
Übersetzt von: Ralf Pannowitsch und Christiane Wagler
Umfang: 272 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.5 x 20.5 x 13.4
Gewicht: 392 g
Erscheinungsdatum: 19.03.2012

~ LESEPROBE ~

Rezension von Doris Hermanns auf AVIVA-Berlin:

Am 26. November 2013 wird die tschechisch-israelische Pianistin und älteste Holocaust-Überlebende 110 Jahre alt. Die Dokumentarfilmerin Stoessinger führte über sieben Jahre hinweg zahlreiche Gespräche mit ihr.

Die Konzertpianistin, Gründerin und Direktorin der Mozart Academy of New York Caroline Stoessinger lernte die älteste Konzertpianistin der Welt bei den Vorbereitungen für einen Dokumentarfilm über deren Leben kennen und greift thematisch auf diese Gespräche zurück.
Stoessinger hatte sich zu dem Zeitpunkt bereits seit Jahren mit der in der Zeit des Holocaust entstandenen Musik, vor allem mit der Musik aus Theresienstadt, befasst. Sie versuchte der Frage nachzugehen, wie jemand unter solchen Bedingungen Konzerte geben oder Musik schreiben konnte.

Alice Herz wurde 1903 in Prag geboren, wo sie in einer bürgerlichen, deutschsprachigen jüdischen Familie aufwuchs. Beinahe jede Familie besaß ein Klavier und Alice Herz wusste schon früh, dass sie Musikerin werden wollte, denn zu musizieren hatte sie von jeher glücklich gemacht. Da zu dieser Zeit Musik noch weitgehend in der eigenen Wohnung gespielt wurde und Hauskonzerte eine beliebte Form der Unterhaltung darstellten, war sie immer umgeben von anderen Musizierenden. Sie spielte regelmäßig gemeinsam mit ihrem Bruder Paul und später auch mit dessen Schulkameraden, einem Cellisten. Gemeinsam traten sie als Trio auf.
Ihre Ausbildung erhielt Alice Sommer an der Deutschen Akademie für Musik in Prag. Anschließend gab sie sowohl Klavierunterricht als auch Solokonzerte. Eine Karriere als Solistin war für sie jedoch immer weit weniger wichtig, als das Streben nach persönlichen Spitzenleistungen.

Als 1939 die Tschechoslowakei von den Deutschen besetzt wurde, konnte sie noch relativ lange in Prag leben, auch wenn ihr Alltagsleben immer weiter eingeschränkt wurde. Konzerte waren von den Nazis verboten worden, fanden aber im Geheimen statt, Instrumente mussten abgegeben werden. 1943 wurde sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn, der 1937 geboren wurde, ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort musste sie erst in der Wäscherei arbeiten und wurde dann eingesetzt, um für die Kriegsproduktion Glimmer zu spalten. Neben diesen Zwangsarbeiten durfte sie täglich eine Stunde ein schlecht funktionierendes Klavier nutzen.

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