Cécile Stephanie Stehrenberger: Francos Tänzerinnen auf Auslandstournee: Folklore, Nation und Geschlecht im »Colonial Encounter«

Artikelnummer: 978-3-8376-2284-3

Die Folkloretanzgruppen der faschistischen 'Falange'-Partei waren im franquistischen Spanien allgegenwärtig. In den 1950er Jahren tourten sie um den Globus - in hochpolitischer Mission...

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Die Folkloretanzgruppen der faschistischen 'Falange'-Partei waren im franquistischen Spanien allgegenwärtig. In den 1950er Jahren tourten sie um den Globus - in hochpolitischer Mission. Anhand von reichhaltigem Quellenmaterial untersucht Cécile Stephanie Stehrenberger, wie sich in ihren Auftritten Kolonial- und Geschlechterpolitik miteinander verschränkten.

Mit seiner neuen Perspektive auf den Franquismus leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zu den Gender und Postcolonial Studies und stellt mit seinem innovativen Zugang zur Geschichtswissenschaft eine interessante Lektüre für eine breite Leserschaft dar.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Cécile Stephanie Stehrenberger
Wissenschaft: postcolonial studies
Weitere Informationen: Histoire 39
Umfang: 344 S.
Einband: Kartoniert
Format: 22,5 x 14,8 cm
Gewicht: 534 g
Erscheinungsdatum: 15.06.2013

~ LESEPROBE ~

Interview mit Cécile Stehrenberger:

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die Beschäftigung mit Europas diktatorischer und kolonialer Vergangenheit ist nach wie vor ein Politikum. Solange das so ist, braucht es Bücher wie meines, die sich damit auf differenzierte Art und Weise auseinandersetzen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch schreibt Geschichte als verflochtene Geschichten, die nicht nur Kolonie und Metropole zusammen denken, sondern auch Vor-, Parallel- und Nachgeschichten von Ereignissen und Prozessen zu ihrem Untersuchungsgegenstand machen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Erforschung der Kolonialgeschichte des franquistischen Regimes, die das Buch beleuchtet, steht noch immer am Anfang. Die Erkenntnisse und Herangehensweisen sollen aber auch zur Untersuchung der Verbindung von Geschlechter- und Kolonialpolitik in anderen zeitlichen und geographischen Räumen übertragen werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit all den Lesern/-innen, die ich kennenlernen werde und deren Anregungen mir neue Perspektiven eröffnen werden. Gerne hätte ich auch mit Gloria Anzaldúa, Aimé Césaire und Audre Lord über neue (feministisch/postkoloniale) Möglichkeiten Geschichten zu schreiben gesprochen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine Geschlechter- und Kolonialgeschichte des Franquismus.

Quelle: Transcript Verlag

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