Charlotte Wiedemann: Der lange Abschied von der weißen Dominanz

Artikelnummer: 978-3-423-28205-5

Was bedeutet Deutsch-Sein, was Europäer-Sein in einer Zeit, da die Weltordnung immer weniger vom Westen und von einer weißen Minderheit bestimmt wird?

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Globalisierung und Migration: Die Zukunft ist nicht weiß

Was bedeutet Deutsch-Sein, was Europäer-Sein in einer Zeit, da die Weltordnung immer weniger vom Westen und von einer weißen Minderheit bestimmt wird? Die Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft und die weltweiten Veränderungen haben ein gemeinsames Gesicht: Europa muss einen Statusverlust verkraften. Das Ende weißer Dominanz bedeutet: Der Westen kann anderen seine Definitionen von Fortschritt, Entwicklung oder Feminismus nicht länger aufdrängen. Dem Leben in Pluralität muss ein Denken in Pluralität folgen. Von den Ängsten, die in dieser Umbruchphase entstehen, profitieren die Rechten. Doch uns zu verändern, wird befreiend sein. Wir stehen an einer Zeitenwende. Dieses Buch ermuntert dazu, uns in der Welt neu zu verorten. Für einen Humanismus der Vielfalt gegen die Wut von rechts - das engagierte Plädoyer der preisgekrönten Journalistin Charlotte Wiedemann


Autor*in / Hrsg.: Charlotte Wiedemann
politische Themen: Rassismus & kulturelle Hegemonie
Details: Einbandart: gebunden
Umfang: 288 S.
Format (T/L/B): 2.2 x 19.8 x 12.9 cm
Gewicht: 345 g
Erscheinungsdatum: 20.09.2019
Interview mit Charlotte Wiedemann bei Edition F:

"Weiß ist mehr als eine Hautfarbe"

In "Der lange Abschied von der weißen Dominanz" setzt sich die Autorin und Journalistin Charlotte Wiedemann mit den Machtstrukturen in westlichen Gesellschaften auseinander. Sie erklärt, was es mit der weißen Dominanz auf sich hat, wie diese über Jahrhunderte hinweg nicht nur das westliche, sondern ein globales Weltbild geprägt hat und warum sich dieses einseitige Machtverhältnis in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verändern wird und auch muss.

Der Abschied von dieser Dominanz, sagt Wiedemann, ist und wird jedoch ein langwieriger Prozess. Außerdem spricht sie von einem weißen Machtverlust und welche gesellschaftlichen Veränderungen damit einhergehen müssten und erklärt, warum Vielfalt mehr ist als nur Toleranz.

Was ist mit der "weißen Dominanz" gemeint und warum handelt es sich um einen langen Abschied?

"Weiß ist mehr als eine Hautfarbe, es handelt sich um eine soziale Position, um Haltungen und Deutungsmuster. Weiße Dominanz zeigt sich im Verbrauch von Ressourcen, in Wirtschaftsmacht und Finanzströmen, in der Deutung von Konflikten, in der Geschichtsschreibung. Auf den meisten dieser Felder bricht ein neues Zeitalter an: Der Westen bestimmt nicht mehr die Ordnung der Welt, und die alteingesessenen Europäer*innen können anderen ihre Definitionen von Fortschritt, Entwicklung oder Feminismus nicht länger aufzwingen. Doch sich von dem Mindset zu verabschieden, das durch 500 Jahre europäische Expansionspolitik entstanden ist, ist ein sehr komplexer Prozess. Deshalb hat es eine gewisse utopische Note, wenn ich zu einem aktiven Abschiednehmen von der Dominanz auffordere und mir die Möglichkeit eines anderen Weißseins vorstelle."

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