Chimamanda Ngozi Adichie: Die Hälfte der Sonne

Artikelnummer: 978-3-596-03548-9

Im Nigeria der Sechzigerjahre kommt der Dorfjunge Ugwu als Houseboy zu Odenigbo, einem linksintellektuellen Professor, bei dem er lesen und schreiben lernt. Als Odenigbos neue Liebe Olanna ihr privilegiertes Leben in Lagos verlässt, um mit ihm zu leben, wachsen die drei schnell zu einer kleinen Familie zusammen. Richard, ein englischer Journalist, der in Nigeria Inspiration für sein erstes Buchprojekt sucht, verliebt sich in Olannas ungleiche Schwester Kainene, die die Geschäfte der reichen, aber auch korrupten Familie leitet.

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Adichies preisgekrönter Afrika-Roman - schon jetzt ein Weltklassiker

Eine Geschichte über Liebe und Verrat, Rassismus und Loyalität und das Leben im zerstörerischen Alltag des Krieges.

Im Nigeria der Sechzigerjahre kommt der Dorfjunge Ugwu als Houseboy zu Odenigbo, einem linksintellektuellen Professor, bei dem er lesen und schreiben lernt. Als Odenigbos neue Liebe Olanna ihr privilegiertes Leben in Lagos verlässt, um mit ihm zu leben, wachsen die drei schnell zu einer kleinen Familie zusammen. Richard, ein englischer Journalist, der in Nigeria Inspiration für sein erstes Buchprojekt sucht, verliebt sich in Olannas ungleiche Schwester Kainene, die die Geschäfte der reichen, aber auch korrupten Familie leitet. Sie alle durchleben durch ihre je eigenen Kämpfe und Erfolge, doch teilen gemeinsam die große Hoffnung auf ein unabhängiges Biafra, das 1967 im Osten Nigerias, wo die Mehrheit der Igbo-Bevölkerung lebt, ausgerufen wird. Nur drei Jahre später versinkt das Land in einem blutigen Bürgerkrieg, der Olanna, Kainene und ihre Liebsten brutal aus ihren Leben reißt und alles Dagewesene ausradiert.

'Chimamanda Adichie ist eine neue Autorin, die mit der Gabe der alten Geschichtenerzähler gesegnet ist.' Chinua Achebe


Autor*in / Hrsg.: Chimamanda Ngozi Adichie
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Land im Fokus: Nigeria
Details: Originaltitel: Half of a Yellow Sun
Übersetzt von: Judith Schwaab
Umfang: 640 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 3.5 x 19.1 x 12.6 cm
Gewicht: 469 g
Erscheinungsdatum: 28.07.2016

~ LESEPROBE ~

 
Rezension von Lisa-Marie Davies bei Missy Magazine:

Nigeria in den 1960er-Jahren: Ugwu, ein Dorfjunge ohne Bildung, beginnt beim linksintellektuellen Professor Odenigbo zu arbeiten, der ihm Lesen und Schreiben beibringt. Odenigbo wiederum verliebt sich in Olanna, die ihr privilegiertes Leben in Lagos aufgibt und zu ihm zieht. Zu dritt werden sie fast so etwas wie eine kleine Familie. Und dann gibt es noch den britischen Journalisten Richard, der für ein Buchprojekt nach Nigeria gekommen ist und eine Beziehung mit Olannas Schwester Kainene beginnt, die die Geschäfte ihrer reichen, aber auch korrupten Familie leitet. Was sie gemeinsam haben, ist die Hoffnung auf ein unabhängiges Biafra, das 1967 im Osten Nigerias ausgerufen wird und insbesondere der Igbo-Bevölkerung neue Perspektiven und Autonomie bieten soll. Doch dann kommt der blutige Bürgerkrieg und nichts ist mehr so, wie es einmal war.

Für ihre Bücher "Americanah" und "Blauer Hibiskus" wurde Chimamanda Ngozi Adichie mit zahlreichen internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet. Auch ihr Roman "Die Hälfte der Sonne", der kürzlich als Taschenbuch erschienen ist, ist spannend geschrieben und verzichtet dabei auf simple Darstellungen, sind doch die Figuren sehr vielschichtig und tragen alle ihre eigenen Kämpfe aus. So ist etwa Odenigbo in der privilegierten Situation, Hausangestellte zu beschäftigen, gleichzeitig kämpft er gegen die Unterdrückung und Vorherrschaft der weißen Männer in Nigeria.

Kritisch thematisiert Adichie die Folgen der britischen Kolonialherrschaft. So lässt sich Odenigbo in Anwesenheit von Olannas Familie nicht davon abbringen, auf den immer noch vorherrschenden Einfluss Großbritanniens hinzuweisen:

"Ihr wollt die Dinge bloß nicht so sehen, wie sie sind!" Odenigbo rutschte auf seinem Stuhl ein Stück nach vorne. "Wir leben in einer Zeit großer weißer Ungerechtigkeit. In Südafrika und in Rhodesien rauben sie den Schwarzen die menschliche Würde, sie haben geschürt, was im Kongo passiert ist, sie lassen die Afroamerikaner nicht wählen, sie lassen die Aborigines in Australien nicht wählen, aber am schlimmsten ist das, was sie hier machen. Dieser Verteidigungspakt ist schlimmer als Apartheid und Rassentrennung, aber wir merken es gar nicht. Sie sitzen hinter den Kulissen und ziehen die Strippen."

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