Christa Winsloe: Auto-Biographie und andere Feuilletons

Artikelnummer: 978-3-932338-83-0

Der vorliegende Band versammelt erstmals Christa Winsloes Feuilletons in Buchform, darunter auch unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass.

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Sie schreibt über Bildhauerei und "Blumenquälerei", über Fünfuhrtees und Stürzfluge, über Tiere vom Aguti über den Springhasen und das Meerschweinchen bis zum Mops, über den Fremdenverkehr in München und den von ihr in Berlin erlebten Wahnsinn der Inflation, über ihre Reisen nach Amsterdam und London und den Beginn einer Wüstenexpedition. Und sie schildert die turbulente Lebensgeschichte ihres Autos zwischen 1914 und 1920.

Berühmt wurde sie durch den Film "Mädchen in Uniform": die Schriftstellerin und Tierbildhauerin Christa Winsloe. Zwischen 1926 und 1933 veröffentlichte sie zahlreiche Feuilletons in deutschen Zeitungen und Zeitschriften wie "Der Querschnitt", "Berliner Tageblatt" oder "Frankfurter Zeitung, danach u. a. in den USA in "The Saturday Evening Post" und Harpers Bazaar".

Der vorliegende Band versammelt erstmals Christa Winsloes Feuilletons in Buchform, darunter auch unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass.

Autor*in / Hrsg.: Christa Winsloe
Details: Hrsg.: Doris Hermanns
Umfang: 272 S., 12 Illustr.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.3 x 21.5 x 12.8 cm
Gewicht: 424 g
Erscheinungsdatum: 16.03.2016

Rezension von Annika Hüttmann auf AVIVA-Berlin:

In ihren Feuilletons aus den 20er und 30er Jahren widmet die Schriftstellerin und Tierbildhauerin sich clever, humorvoll und wunderbar subjektiv den unterschiedlichsten Themen und beschreibt so die vielen Seiten einer optimistischen und chaotischen, lebensbejahenden und bedrohlichen Zeit.

Zu Lebzeiten war Christa Winsloe als Autorin, Tierbildhauerin und Journalistin bekannt, heutzutage wird ihr Name vor allem mit einem Werk verknüpft, ihrem Roman "Das Mädchen Manuela", der unter dem Titel "Mädchen in Uniform" mehrfach, u.a. mit Romy Schneider, Lilli Palmer und Therese Giehse unter der Regie von Géza von Radványi im Jahr 1958 verfilmt wurde.

Dass Winsloes Schaffen durchaus facettenreicher war als dieses eine Buch, zeigen ihre Feuilletons, die zwischen 1926 und 1938 zunächst in Deutschland ("Der Querschnitt", "Berliner Tageblatt", "Frankfurter Zeitung"), dann in den USA ("Harper´s Bazaar", "Saturday Evening Post" veröffentlicht wurden. Die Autorin beschreibt hier unter anderem ihr Leben als Künstlerin, ihre Liebe zu Tieren, Probleme, die Ehen mit sich führen, Flugzeuge, Autos, lästige soziale Verpflichtungen und ihre Reisen. Zwar ist das Feuilleton ein Genre, das sich eher durch ironische und humorvolle Betrachtungen auszeichnet, aber Winsloe gelingt es auch, Themen wie gesellschaftliche Umbrüche, Inflation und Krieg zu bearbeiten.

"Auto-Biographie", welchem dieser Sammelband seinen Titel verdankt, ist eine dieser Betrachtungen mit einem ernsten Hintergrund und zugleich das Feuilleton, das vielleicht am meisten hervorsticht. Winsloe, zu der Zeit mit einem der reichsten Männer Ungarns verheiratet, schildert hier die Geschichte ihres Mercedes. Zumindest vordergründig. Im Hintergrund - verwoben mit dem Schicksal ihres geliebten Autos - finden der Erste Weltkrieg, die Oktoberrevolution und die Ausrufung der ungarischen Räterepublik statt. Dass die Autorin wählt, die Biographie ihres Autos zu erzählen und (scheinbar) nebenher menschliche Biographien und politische Ereignisse beschreibt, zeigt wie perfekt sie sowohl das Genre als auch das Erzählen beherrscht.

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