Christiane Heidrich: Spliss

Artikelnummer: 978-3-937445-94-6

Spliss versammelt Gedichte aus dem Zeitraum 2015-2018, in deren Hintergrund Fragen nach dem Körper, dem Sprechen und der Positionierung in uneindeutigen und beweglichen Räumen stehen. Wie kann ich Position beziehen, ohne den Raum und die Körper darin abzuschließen?

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Spliss versammelt Gedichte aus dem Zeitraum 2015-2018, in deren Hintergrund Fragen nach dem Körper, dem Sprechen und der Positionierung in uneindeutigen und beweglichen Räumen stehen. Wie kann ich Position beziehen, ohne den Raum und die Körper darin abzuschließen? Wann verschwinden die Sprechenden und das Gesprochene in den Gegenständen und Settings, die sie umgeben? Wo verkeilen sich Landschaft und Subjekt? Haben Körperteile, Objekte und Sätze etwas Gemeinsames darin, dass ihre Materialität unklar und ihre Anwesenheit vermittelt ist? Wohin zieht eine Geste, bevor sie in eine Aussage bricht? Welche Beweglichkeit ersehne und verteidige ich, wenn Beweglichkeit das ist, was eingefordert wird? Verweigere oder zeige ich mich? Sind zugewiesene auch zur Verfügung stehende Bedeutungen, was mache ich damit? Was durchkreuzt der sprechende, sich wegdrehende Körper, wem schließt er sich an? Hat er Geliebte, Verbündete? Kennt er Namen und Zahlen?

Autor*in / Hrsg.: Christiane Heidrich
Details: Reihe Lyrik 61
Illustriert von: Andreas Töpfer
Umfang: 70 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 0.6 x 21 x 14.8 cm
Gewicht: 140 g
Erscheinungsdatum: 15.10.2018
Die Sprache ist klein. Die Behutsamkeiten

entsprechen sich nicht. Weißt du jetzt,

woher die Bäume gekommen sind?

Meine Haut ist ein Überzug. oder

Meine Haut ist aus Flaggen. Eine

nicht genau bestimmbare Menge Zeit

treibt durch meinen Körper, wie ein

Klumpen, der irgendwie oben hält,

dann, wie die Flüssigkeit selbst.

Kannst du die Wiesen aufhalten,

in ihrem Weitergehen? Ich krame

nach einer Oberfläche, die ich dir behutsam hinhalten

kann, wie einen Falken, der soeben

auf meiner Hand gelandet ist.

Sieh, wie wir laden. Wie du die

Bücher beschreibst in ihrem Weitergehen

während du sprichst. Nicht dieses

Video, nicht die Stille danach in

meinem Mund, wir beheben hier

nichts. Was ich habe, drück ich ins

Moos. Die Kritik zittert, allein ohne den

Winter, aber, jetzt sitze

ich wieder am Abend, lange, im

unzulänglichen Licht. Über den

Bäumen weint es, oder stampft.

Gesänge und Risse, die sich

durch alles ziehen. Alles kann ich

nur anführen. Ich schlaf wie ein

Heiligtum, vorübergehend. Es ist mir

egal, im Vergleich.

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