Christina von Braun: Stille Post. Eine andere Familiengeschichte

Artikelnummer: 978-3-548-60810-5

Eine Familie in Deutschland - zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Diktatur und Nachkriegszeit. Während die Männer 'Geschichte machten', führten die Frauen Tagebücher oder schrieben Briefe. Diese 'Stille Post' ist es, der Christina von Braun in ihrem einfühlsamen Familienporträt nachspürt.

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Eine Familie in Deutschland - zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Diktatur und Nachkriegszeit. Während die Männer 'Geschichte machten', führten die Frauen Tagebücher oder schrieben Briefe. Diese 'Stille Post' ist es, der Christina von Braun in ihrem einfühlsamen Familienporträt nachspürt. Dabei gelingt es ihr auf subtile Weise, eigene Erinnerungen, innere Zwiesprache mit den Verstorbenen und die reichen Quellen des Familienarchivs zu einem facettenreichen Gesamtbild deutscher Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu verknüpfen.

Im Mittelpunkt steht die Großmutter Hildegard Margis, die aufgrund von Kontakten zum kommunistischen Widerstand 1944 von der Gestapo verhaftet wurde und im Gefängnis starb. Ihr vor allem, dieser politisch engagierten, beruflich erfolgreichen, ganz und gar eigenständigen Frau will die Autorin ein Denkmal setzen. Aber auch von den Eltern erzählt sie, Hilde und Sigismund von Braun, die es im Krieg nach Afrika und dann in den Vatikan verschlug, wo der Vater an der deutschen Botschaft tätig war; vom Onkel Wernher von Braun, der in Peenemünde Raketen für Hitler baute und nach dem Krieg in die USA ging; von den Großeltern von Braun, die von ihrem Gut in Niederschlesien vertrieben wurden; und vom Onkel Hans, den die Mutter in den dreißiger Jahren nach England schickte, um ihn vor den Fängen des NS-Regimes zu bewahren. Alle diese turbulenten Lebenswege fügen sich wie ein Puzzle zu einem faszinierenden Gesamtbild deutscher Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Christina von Braun
Zeitepoche(n): 20. und 21. Jh.
politische Themen: Nationalsozialismus
Weitere Informationen: Umfang: 416 S., mit 16 Seiten s/w.-Abb.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.5 x 19 x 12.5
Gewicht: 370 g
Erscheinungsdatum: 10.07.2008

~ LESEPROBE ~

2: Weitere Ausgaben: Audiobook

»Von Braun bewegt sich mit ihrem Buch virtuos und mutig auf der Schnittstelle zwischen Persönlichem und Zeitgeschichtlichem. Sie breitet die private Geschichte ihrer Familie vor dem Publikum aus und beweist damit, dass Historie durch die je eigene Perspektive und vertrauliche Mitteilungen lebendiger und verständiger wird.«
dpa, 19.03.07, Thomas Oser

»Eine Meisterleistung: Christina von Braun erzählt ihre Familiengeschichte aus Tochtersicht. Ihr Buch Stille Post ist alles auf einmal: Autobiographie, Roman, Familienchronik und Geschichte der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts... Es gehört zu den wunderbarsten Büchern dieses Frühjahrs.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.3.2007, Julia Encke

»Statt der Männer der Familie kommen bei Christina von Braun die Frauen zu Wort. Durch ihre Verflechtung von Dokumentation und eigener Reflektion hat sie die sehenden Sätze der beiden Frauen zusammengetragen und gleichzeitig die blinden Flecken nicht ausgespart, ohne - und das ist das Kunststück - jeden Ton der Besserwisserei ... Mit derartiger Freiheit der eigenen Reflektion und Rezeption ist es Christina von Braun gelungen, im Familienporträt neben einem facettenreichen Bild der Zeit auch Aspekte einer histoire secrète zu entwerfen.«
Der Tagesspiegel, Marie Luise Knott, 21.03.2007

»Von Brauns Buch ist eine Spurensuche, ein Lauschen ins Schweigen, ins Schweigen der Toten und in den Weißraum zwischen den Zeilen der Briefe, Memoiren und Tagebücher, die den Krieg, die vielen Umzüge einer Diplomatenfamilie und die Schlampigkeit des Lebens überstanden haben ... Die Kunst der Berliner Kulturwissenschaftlerin und Filmemacherin liegt in der vorsichtigen Ausleuchtung, dem genauen Lesen der Erinnerungsreste und Fragmente und in ihrer Fähigkeit, die auf winzigem Raum, innerhalb einer Familie wirkenden gegenläufigen Kräfte durch verschachtelte Erzählkomposition deutlich zu machen.«
Süddeutsche Zeitung, Alex Rühle, 21.03.2007

»Meisterhaft, anrührend, ein glänzendes Werk.«
DIE WELT

»Fesselnde Lektüre.«
DIE ZEIT

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