Christina von Braun: Stille Post. Eine andere Familiengeschichte

Artikelnummer: 978-3-549-10006-6

Christina von Brauns berührende Familiengeschichte wurde von der Kritik als Ausdruck einer spezifisch weiblichen Art des Erinnerns gefeiert. Viele Leserinnen und Leser fanden sich darin wieder. Im Zuge der Me-too-Debatte ist Stille Post aktueller als je zuvor.

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Christina von Brauns berührende Familiengeschichte wurde von der Kritik als Ausdruck einer spezifisch weiblichen Art des Erinnerns gefeiert. Viele Leserinnen und Leser fanden sich darin wieder. Im Zuge der Me-too-Debatte ist Stille Post aktueller als je zuvor.

Die Männer der Familie von Braun schrieben Geschichte: Christina von Brauns Vater war Diplomat. Ihr Großvater Magnus von Braun der erste Reichspressechef. Ihr Onkel der Raketenpionier Wernher von Braun. Wo aber blieben die Frauen? In den Tagebüchern und Briefen erkundet die Autorin die Lebensgeschichten ihrer Vorfahrinnen: Großmutter Hildegard Margis, Frauenrechtlerin und Unternehmerin der ersten Stunde, wird 1944 von der Gestapo wegen ihrer Kontakte zum Widerstand verhaftet. Wenig später stirbt sie im Gefängnis. Hilde, ihre Tochter, verschlägt es während des Krieges in den Vatikan, wo sie sich in eine tragische Affäre verstrickt und daran beinahe zerbricht.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Christina von Braun
Zeitepoche(n): 20. und 21. Jh.
politische Themen: Nationalsozialismus
Details: Einbandart: gebunden
Umfang: 432 S.
Format (T/L/B): 4 x 22 x 15 cm
Gewicht: 641 g 
Erscheinungsdatum: 28.02.2020
»Von Braun bewegt sich mit ihrem Buch virtuos und mutig auf der Schnittstelle zwischen Persönlichem und Zeitgeschichtlichem. Sie breitet die private Geschichte ihrer Familie vor dem Publikum aus und beweist damit, dass Historie durch die je eigene Perspektive und vertrauliche Mitteilungen lebendiger und verständiger wird.«
dpa, 19.03.07, Thomas Oser

»Eine Meisterleistung: Christina von Braun erzählt ihre Familiengeschichte aus Tochtersicht. Ihr Buch Stille Post ist alles auf einmal: Autobiographie, Roman, Familienchronik und Geschichte der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts... Es gehört zu den wunderbarsten Büchern dieses Frühjahrs.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.3.2007, Julia Encke

»Statt der Männer der Familie kommen bei Christina von Braun die Frauen zu Wort. Durch ihre Verflechtung von Dokumentation und eigener Reflektion hat sie die sehenden Sätze der beiden Frauen zusammengetragen und gleichzeitig die blinden Flecken nicht ausgespart, ohne - und das ist das Kunststück - jeden Ton der Besserwisserei ... Mit derartiger Freiheit der eigenen Reflektion und Rezeption ist es Christina von Braun gelungen, im Familienporträt neben einem facettenreichen Bild der Zeit auch Aspekte einer histoire secrète zu entwerfen.«
Der Tagesspiegel, Marie Luise Knott, 21.03.2007

»Von Brauns Buch ist eine Spurensuche, ein Lauschen ins Schweigen, ins Schweigen der Toten und in den Weißraum zwischen den Zeilen der Briefe, Memoiren und Tagebücher, die den Krieg, die vielen Umzüge einer Diplomatenfamilie und die Schlampigkeit des Lebens überstanden haben ... Die Kunst der Berliner Kulturwissenschaftlerin und Filmemacherin liegt in der vorsichtigen Ausleuchtung, dem genauen Lesen der Erinnerungsreste und Fragmente und in ihrer Fähigkeit, die auf winzigem Raum, innerhalb einer Familie wirkenden gegenläufigen Kräfte durch verschachtelte Erzählkomposition deutlich zu machen.«
Süddeutsche Zeitung, Alex Rühle, 21.03.2007

»Meisterhaft, anrührend, ein glänzendes Werk.«
DIE WELT

»Fesselnde Lektüre.«
DIE ZEIT

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