Christine Finke: Allein, alleiner, alleinerziehend. Wie die Gesellschaft uns verrät und unsere Kinder im Stich lässt

Artikelnummer: 978-3-7857-2559-7

Das Geld ist immer knapp, der Alltag hektisch und für die Kinder bleibt wenig Zeit. Alleinerziehende befinden sich nicht nur am Rande der Belastbarkeit, auch von Gesellschaft und Politik werden sie benachteiligt: besteuert nahezu wie Singles, auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert und von der Gesellschaft missachtet - obwohl ihre Kinder unsere Zukunft sichern.

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Das Geld ist immer knapp, der Alltag hektisch und für die Kinder bleibt wenig Zeit. Alleinerziehende befinden sich nicht nur am Rande der Belastbarkeit, auch von Gesellschaft und Politik werden sie benachteiligt: besteuert nahezu wie Singles, auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert und von der Gesellschaft missachtet - obwohl ihre Kinder unsere Zukunft sichern.

Christine Finke ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und weiß genau, wovon sie spricht. Sie benennt Schwachstellen und Ungerechtigkeiten und sagt, was sich dringend ändern muss, damit die Alltagshelden unserer Gesellschaft nicht länger alleine dastehen.


Autor*in / Hrsg.: Christine Finke
Familienthemen: alleinerziehend Muttersein
Details: Umfang: 240 S.
Einband: Paperback
Format (T/L/B): 1.9 x 21.5 x 13.7 cm
Gewicht: 337 g 
Erscheinungsdatum: 11.03.2016

~ LESEPROBE ~

Rezension bei Pinkstinks:

Heute ist es mal wieder Zeit für eine Buchvorstellung - und was für eine: Die Bloggerin Christine Finke hat ein Buch über ihr Leben als alleinerziehende Mutter von drei Kindern geschrieben und legt dabei mehr als einen Finger in die offene Wunde der Gesellschaft. Wie mit Alleinerziehenden umgegangen wird, was man ihnen zumutet und was sie sich dafür auch noch alles anhören müssen, darüber berichtet sie auf 240 Seiten. Ihre Wahrheit liegt dabei irgendwo zwischen Statistiken und persönlicher Erfahrung, zwischem dem großen Gefühl völliger Erschöpfung und dem Selbstvertrauen, das man daraus ziehen kann, doch alles irgendwie hinzubekommen. Und in dem Wissen, was Alleinerziehenden alles abverlangt wird, obwohl man ihr Familienmodell permanent als defizitär markiert. Als Überbleibsel und Notlösung. Selten als logische Konsequenz. So gut wie nie als richtige Entscheidung. Aber eins nach dem anderen.

Zu behaupten, wir hätten uns auf dieses Buch als leichte Lektüre gefreut, entspräche nicht den Tatsachen. Dafür lesen wir Christine Finkes Blog Mama arbeitet, in dem sie unter anderem auch Einsamkeit, Armut und Diskriminierungserfahrungen thematisiert, schon viel zu lange. Es sind Nachrichten aus dem gesellschaftlichen Abseits, die dort zu finden sind. Darüber, warum man sich nicht mehr auf Weihnachten freut und wieso einen ständig das schlechten Gewissen verfolgt. Das Buch bündelt all diese Erfahrungen und fängt damit schon beim Titel an: Kann man das Wort allein steigern? Das hört sich total falsch an. Aber genau das ist es ja eben auch. Es ist falsch, dass wir gesellschaftlich alleinerziehend als Superlativ zu allein installieren und es einfach hinnehmen, dass Menschen, mehrheitlich Frauen, am Abgrund balancieren.

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