Christine Lammel: Die Superweiber der Steinzeit. Teil eins einer Geschichte der weiblichen Körperlichkeit

Artikelnummer: 978-3-8288-2405-8

Der weibliche Körper hat seit jeher Männer und Frauen fasziniert. Er ist uns vertraut und doch auch wieder merkwürdig fremd. Anschaulich und unterhaltsam zugleich beleuchtet Christine Lammel den weiblichen Körper in der Epoche der Steinzeit.

19,90 €

inkl. 5% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



Der weibliche Körper hat seit jeher Männer und Frauen fasziniert. Er ist uns vertraut und doch auch wieder merkwürdig fremd. Anschaulich und unterhaltsam zugleich beleuchtet Christine Lammel den weiblichen Körper in der Epoche der Steinzeit. Welche Entwicklungen setzten damals ein und wirken bis heute fort? Viele Menschen bleiben mit den Fragen ihrer konkreten Körperlichkeit wie Geschlechtsreife, Sexualität, Geburt, Krankheit, Alter und Gewalterfahrung alleine.

Die Autorin, die auch auf die Bereiche Ernährung, Sport, Heilkunde, Kosmetik und Körperpflege eingeht, nimmt alle Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Reise, auf der sie die Würde, ja Sakramentalität des Körpers, der Leibhaftigkeit und der Erotik neu entdecken und schätzen lernen.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Christine Lammel
Zeitepoche(n): Ur- und Frühzeit
Weitere Informationen: Umfang: 242 S., 60 Fotos, 1 Karte, 60 Abb.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.4 x 21 x 14.9 cm
Gewicht: 395 g 
Erscheinungsdatum: 27.09.2010

~ INHALT ~

Rezension von Daniela Parr bei bzw-weiterdenken:

Christine Lammel hat eine gut verständliche und unterhaltsame Kunst- und Kulturgeschichte der weiblichen Körperlichkeit in der Vor- und Frühgeschichte geschrieben: "Die Superweiber der Steinzeit". Ziel des Buches ist es, die unbeachtete Körpergeschichte der Frauen der männerzentrierten Ideen- und Geistesgeschichte gegenüberzustellen.

Die Problematik eines solchen Unternehmens benennt die Autorin gleich in der Einleitung: "Eine solche Geschichte der Körperlichkeit zu schreiben, mag auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich sein, denn schließlich sind die Menschen früherer Zeiten gerade körperlich nicht mehr vorhanden." Als Leserin fragt man sich also: Wird das gutgehen? Es geht sogar sehr gut! Soviel sei hier schon verraten. Die Autorin wertet die Zeugnisse der Körperlichkeit von Frauen in Form von Bildnissen, Skulpturen und schriftlichen Dokumenten aus und kommt zu verblüffenden Einsichten und Ergebnissen. Indem das Buch die tiefenpyschologischen Erkenntnisse über die große Bedeutung des Weiblichen von C.G. Jung und Erich Neumann heranzieht, schafft es eine Brücke zwischen der heutigen Epoche und der Steinzeit, die auf den ersten Blick sehr weit voneinander entfernt sind und dann plötzlich einander doch so nahe kommen.

Erschienen ist dieses Buch bereits 2010. Warum erst jetzt eine Besprechung? Weil dieses Buch erst jetzt eine gewisse Resonanz und Beachtung findet. Zunächst wurde es tot geschwiegen oder von männlichen Kritikern verrissen. Der Grund dafür ist, dass es, ausgehend von der weiblichen Körperlichkeit, über den mythischen und geistigen Hintergrund der Steinzeitfrauen spekuliert. Das eckt an im Patriarchat! In unserer Gesellschaft sind immer noch patriarchale Spekulationen über die Vor- und Frühgschichte akzeptiert. Fantasien und Spekulationen verkaufen sich schon gut, nur müssen sie patriarchalisch sein. Sonst hätte Erich von Däniken und die gesamte Science fiction Literatur nicht diese Erfolge gefeiert. Und die patriarchalen Fantasien und Spekulationen von Gordon Childe über die Vor- und Frühgeschichte taten weder seinem Erfolg noch seinem wissenschaftlichen Ruf einen Abbruch.

» weiterlesen auf bzw-weiterdenken.de

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: