Clarissa Rudolph: Geschlechterverhältnisse in der Politik. Eine genderorientierte Einführung in Grundfragen der Politikwissenschaft

Artikelnummer: 978-3-8252-4301-2

Wie kam die Gleichberechtigung ins Grundgesetz? Was haben Macht, Herrschaft und Geschlecht miteinander zu tun? Bedeutet Demokratie, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen zur Teilhabe haben?

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Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit?

Wie kam die Gleichberechtigung ins Grundgesetz? Was haben Macht, Herrschaft und Geschlecht miteinander zu tun? Bedeutet Demokratie, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen zur Teilhabe haben?

Diese Einführung verschafft Studierenden einen Überblick über den Zusammenhang von Politik und Geschlecht und die politikwissenschaftliche Diskussion zu diesem Thema.

Politik und Geschlecht: die Grundfragen verständlich erläutert.


Autor*in / Hrsg.: Clarissa Rudolph
Details: UTB Uni-TB Bd. 4301
Umfang: 171 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.2 x 21.6 x 15 cm
Gewicht: 273 g
Erscheinungsdatum: 22.04.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension von Heike Mauer auf querelles-net:

Clarissa Rudolph legt eine extrem komprimierte Einführung in die politikwissenschaftliche Geschlechterforschung vor und gibt einen ersten Einblick in die empirische Forschung sowie in die theoretischen Debatten des Forschungszweiges. Mit ihrem Buch richtet sie sich an Studierende, die sich einen groben Überblick über das Forschungsfeld verschaffen wollen. Die knappe Darstellung bedingt es, dass Generalisierungen und Verkürzungen nicht ausbleiben. Zum weiterführenden Selbststudium ist das Buch deshalb nur bedingt geeignet. Hierzu sollten unbedingt die jedes Kapitel abschließenden Literaturempfehlungen sowie zusätzliche weiterführende Literatur herangezogen werden.

Einführungen und Lehrbücher erleben derzeit fächerübergreifend einen Boom. Dies zeigt bereits ein oberflächlicher Blick in die Liste der Neuerscheinungen der einschlägigen (sozial-)wissenschaftlichen Fachverlage. Dabei scheint es schwer abschätzbar, ob dies einen - im Zuge der verstärkten Modularisierung und der damit verbundenen Verschulung des Studiums im Kontext der Einführung des Bachelor- und Mastersystems im Bologna-Prozess - tatsächlich gestiegenen Bedarf an einer strukturierenden Aufbereitung von Lehrinhalten sowie an einer stärkeren Verzahnung von Forschung und Praxis anzeigt. Ebenso wäre es möglich, dass die Explosion von Einführungsliteratur und Basiswissensvermittlung auf eine gewandelte Publikationsstrategie der Verlage selbst zurückzuführen ist.

Kurz und knapp durch Politikwissenschaft und Geschlechterforschung

Clarissa Rudolph legt mit ihrem 2015 erschienenen Lehrbuch Geschlechterverhältnisse in der Politik eine "genderorientierte Einführung in Grundfragen der Politikwissenschaft" vor.

Im Vergleich zu älteren einführenden Überblickswerken (vgl. etwa Krause 2003, Sauer/Rosenberger 2004) zeichnet sich die hier besprochene Neuerscheinung durch ihre äußerst knappe Darstellung aus: Auf lediglich 170 Seiten unternimmt Rudolph einen Parforceritt durch Geschlechterforschung und Politikwissenschaft. Dabei erläutert sie Grundgedanken beider Forschungsperspektiven und zeigt auf, wie Geschlechterverhältnisse in der Politik theoretisch, diskursiv und strukturell wirksam werden.

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Rezension von Anke Rösener auf pw-portal.de:

Die Politikwissenschaft habe sich "lange Zeit schwer getan mit der Integration feministischer Perspektiven und genderorientierter Fragestellungen. Noch heute fristen solche Ansätze ein eher randständiges Dasein" (33), schreibt Clarissa Rudolph und will der Geschlechtsblindheit der Disziplin mit dieser Einführung eine genderorientierte Perspektive entgegensetzen. Denn ohne die Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht bleiben Forschungsfragen, Konzepte und Theorien unvollständig, somit grundlegende Aspekte der gesellschaftlichen Realität unsichtbar, was zu unbefriedigenden Analysen und falschen Antworten führt. Zur näheren Begründung dieses Sachverhalts bietet die Autorin zunächst eine knappe Einführung in die Begrifflichkeiten Gender, Sex und feministische Wissenschaft sowie zum Verhältnis von Politik(wissenschaft) und Geschlecht. Hier verweist sie bereits auf das problematische Konstrukt der Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit, das "in vielen Bereichen der Politikwissenschaft anhaltend sichtbar und virulent ist und bleibt" (31) und sich in den weiteren Ausführungen immer wieder als zentraler Bezugspunkt der Kritik erweist. In einzelnen Kapiteln werden dann zentrale politikwissenschaftliche Kategorien wie Macht, Herrschaft, Staat, Demokratie oder Menschenrechte aus genderorientierter Perspektive betrachtet. Dabei geht die Autorin jeweils auf verschiedene Ansätze und Diskurse ein, führt Beispiele aus der empirischen Forschung an und gibt kommentierte Literaturempfehlungen. Mit ihren Ausführungen macht Rudolph deutlich, wie durch die Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht Ein- und Ausschlussmechanismen aufgedeckt und neue Forschungsperspektiven eröffnet werden können.

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