Clarisse Thorn: Fiese Kerle? Unterwegs mit Aufreißern. Ein hautnahes Experiment

Artikelnummer: 978-3-944296-04-3

Die junge Feministin Clarisse Thorn ist in die Pick-up-Artist-Szene eingetaucht, um zu verstehen, wie diese Männer ticken. Hautnah erzählt sie von ihren Erlebnissen in der Aufreißerszene und beleuchtet die Schattenseiten dieser Subkultur.

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Liebe, Sex und Männlichkeit: Wie Aufreißer ticken und warum Frauen auf sie reinfallen.

Die junge Feministin Clarisse Thorn ist in die Pick-up-Artist-Szene eingetaucht, um zu verstehen, wie diese Männer ticken. Hautnah erzählt sie von ihren Erlebnissen in der Aufreißerszene und beleuchtet die Schattenseiten dieser Subkultur. Auch ihr eigenes Liebesleben nimmt Clarisse Thorn unter die Lupe und analysiert es mithilfe der Konzepte, die in der Pick-up-Szene populär sind. Die ausgeklügelten Taktiken der Pick-up- Artists helfen ihr dabei, neue Erkenntnisse über zwischenmenschliche Beziehungen und das Flirtverhalten von Männern und Frauen zu gewinnen.

Pick-up-Artists haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre Verführungskünste zu perfektionieren, um so eine möglichst große Anzahl an Frauen ins Bett zu bekommen. In den USA bereits seit einigen Jahren eine florierende Subkultur, zählt mittlerweile auch die größte deutsche Aufreißer-Community an die hunderttausend Mitglieder. Der bekannteste Pick-up-Artist ist wohl die Kultfigur Barney Stinson aus der TV-Serie How I Met Your Mother.

Das Buch bietet einen Blick hinter die Kulissen der Aufreißerszene und begleitet Pick-up- Artists auf ihren Streifzügen. Aufreißen als Volkssport ein Trendthema! Humorvoller Blick einer jungen Feministin auf die umstrittene Szene mit überraschenden Erkenntnissen


Autor*in / Hrsg.: Clarisse Thorn
Feminismus: Anti-Feminismus
weitere Themen: Sexismus
Details: Umfang: 320 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.6 x 19 x 12.5
Gewicht: 282 g
Erscheinungsdatum: 14.05.2013

~ LESEPROBE ~

Thorn entkräftet den Mythos vom Angriff einer dunklen männlichen Macht. Vielmehr zeigt die merkwürdige Verbreitung eines von Zahlen- und Regeln getriebenen Umgangs mit Frauen - der potentiell alle Beteiligten schädigt - wie weit für manche Männer der Weg noch ist, zu einer aufgeklärten und angstfreien Sexualität.
Maria Exner, Zeit Online

Eine Feministin schreibt über Pick-up-Artists - wer bei Massenkarambolagen auf der Autobahn nicht weggucken kann, wird sich von diesem Buch unwiderstehlich angezogen fühlen. Und darin etwas ganz anderes vorfinden als erwartet. Hinterher war mir nicht nur die Pick-up-Szene, sondern sogar der Feminismus ein bisschen ans Herz gewachsen.
Kathrin Passig
Rezension von Laura Seibert auf Aviva-Berlin:

Clarisse Thorn ist Bloggerin, feministische Aktivistin und Schriftstellerin. Sie schreibt und spricht über Subkulturen und Sexualität. Dabei denkt sie vor allem über Männlichkeit und Kommunikation nach und hält Vorlesungen dazu. Zwiespältig.

Auch BDSM und Polyamorie sind wichtige Themen für sie. Nachdem sie an vielen Orten gelebt hat, von Swasiland über Griechenland, lebt sie heute in San Francisco.

Die Community

In ihrem zuletzt erschienenen Buch ´Fiese Kerle?´ (Originaltitel: ´Confessions of a Pickup Artist Chaser: Long Interviews with Hideous Men´) berichtet sie von ihren Erfahrungen mit Pick-Up-Artists (PUAs). Die ´Pick-up-Community´ ist eine riesige Subkultur, die sich der Aufgabe verschrieben hat, Männern beizubringen, wie man Frauen anmacht und schließlich vergewaltigt. Subkulturen faszinieren sie. Mit der PUA-Community kam Thorn zum ersten Mal 2009 in Berührung. Ein paar Jahre zuvor, 2005, veröffentlichte Neil Strauss "The Game", welches ein Jahr später unter dem Titel ´Die perfekte Masche. Bekenntnisse eines Aufreißers´ übersetzt in Deutschland erschien.

Erste Begegnung

Clarisse Thorns Recherche bleibt keineswegs rein theoretischer Art, vielmehr erzählt sie von ihren eigenen Begegnungen mit PUAs, freundschaftlicher, erotischer und intellektueller Art.

Ihre erste Begegnung mit einem Pick-Up-Artist schildert sie folgendermaßen: "Ich begutachtete ihn interessiert? ´Um ehrlich zu sein, ist mir die Pick-up-Community ziemlich suspekt´, sagte ich. ´Das ist verständlich´, sagte James. ´Stichwort Heteronormativität.´ Mein Puls fing an zu rasen. ´Heteronormativität´ ist ein Begriff, der von Gendertheoretikern benutzt wird, um die kulturellen Erwartungen ´normaler´ heterosexueller Geschlechterbeziehungen zu beschreiben. Wenn ein Mann dieses Wort intelligent in einen Satz einbauen kann, werde ich sofort schwach."

Brain Wash oder Empathie?

Diese Ambivalenz der Autorin zieht sich durch das gesamte Buch: Ein Urteil sprechen oder verständnisvoll sein? Auf der Suche nach einer eindeutigen Antwort wird die Leserin nicht fündig. Vielmehr bleibt Thorn dem Motto des Originaltitels treu: Confessions sind es wohl, wenn sie schreibt, dass die Erwähnung von Heteronormativität sie schwach werden lassen. Der stetige Vergleich zwischen den PUAs und sich selbst bringt sie zu dem Schluss, dass sie trotz aller Unterschiede auch einiges mit ihnen teilt:
"Ich verurteile PUAs viel weniger, seit ich mir meine eigenen besessenen Analysen von Dating und Beziehungsregeln eingestanden habe. Wie ich bereits zugegeben habe, brauchte auch ich experimentelle Herangehensweisen, um Leute anzusprechen. Offensichtlich unterscheide ich mich sehr von den meisten PUAs, nicht zuletzt dadurch, dass ich eine Frau bin. Trotzdem habe ich festgestellt, dass ich mit einigen PUs sehr viel gemeinsam habe."

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