Claudia Holst (Hrsg.): Mütterbilder

Artikelnummer: 978-3-939623-67-0

Mütterbilder - erzählt, gemalt, als Filzarbeit gestaltet, fotografiert. Geschichten über die Beziehung zur eigenen Mutter und über das eigene Muttersein, über Geborgenheit, aber auch über schmerzhafte Erinnerungen, über liebevolle und gewalttätige Verhältnisse, über die Freude auf neues Leben und auch über Abschiede, über Verantwortung, Verbundenheit, Respekt, Durchhaltevermögen und Kraft.

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Mütterbilder - erzählt, gemalt, als Filzarbeit gestaltet, fotografiert. Geschichten über die Beziehung zur eigenen Mutter und über das eigene Muttersein, über Geborgenheit, aber auch über schmerzhafte Erinnerungen, über liebevolle und gewalttätige Verhältnisse, über die Freude auf neues Leben und auch über Abschiede, über Verantwortung, Verbundenheit, Respekt, Durchhaltevermögen und Kraft.

Geschichten, die so unterschiedlich sind, wie das Leben von Frauen aus verschiedenen Ländern und gesellschaftlichen Systemen, mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und persönlichen Lebenssituationen. Doch allen ist eines gemeinsam:

Mütter sind der Anfang - ihnen zuzuhören und sich für Mütterlichkeit einzusetzen, bedeutet eine Chance für eine friedlichere Welt.


Autor*in / Hrsg.: Claudia Holst
Familienthemen: Mutter-Tochter-Beziehung Muttersein
Details: Umfang: 235 S., 20 Illustr., 20 Kunstwerke
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.5 x 21 x 21 cm
Gewicht: 629 g
Erscheinungsdatum: 15.01.2017

Rezension von Juliane Brumberg auf bzw-weiterdenken:

Wenn der Flieder zu blühen beginnt, stellt sich bei mir unweigerlich die Assoziation zum Muttertag ein, diesem unsäglichen Tag, an dem die Mütter einmal im Jahr auf ein Podest gesetzt werden und das Muttersein dadurch kleiner gemacht wird, als es in Wahrheit ist. Denn primär wird ihr da sehr oberflächlich für ihre Care-Arbeit gedankt; nicht erwähnt wird, dass es die Mutter (oder ihr Ersatz) ist, die den Kindern die Welt erklärt und dass es, der italienischen Philosophin Luisa Muraro folgend, hilfreich wäre, die "symbolische Ordnung der Mutter" stärker ins Bewusstsein zu nehmen[1].

"Muttersein ist ein wenig beachteter und zu wenig geachteter Bereich unseres Frauseins", steht im Vorwort der Herausgeberin Claudia Holst zu ihrem Buch "Mütterbilder". Widersprechen möchte ich ihr in Bezug auf die Beachtung. Nach meiner Beobachtung werden Mütter sehr wohl, manchmal sogar übermäßig, beachtet und kritisch hinterfragt. Zustimmen tue ich ihr dagegen in Bezug auf die Achtung. Ich bin mit Luisa Muraro der Meinung, dass das Muttersein zu wenig geachtet wird, insbesondere dessen symbolische Bedeutung.

Ohne sich direkt auf Luisa Muraro zu beziehen, leistet das Buch "MütterBilder" einen Beitrag zur Achtung des Mutterseins. Die Herausgeberin hat viele Geschichten von Müttern gesammelt, von jungen oder alten Müttern, die von ihren Erfahrungen erzählen mit dem ganz kleinen, neu geborenen Kind oder mit ihren erwachsenen Kindern. Auch Geschichten über die Mütter und Vormütter sind dabei, aber mehr wird über das eigene Mutter-Sein und weniger über das Tochter-Sein nachgedacht. Verbunden sind die einzelnen Erzählungen mit "Mütterbildern" im wahrsten Sinne des Wortes: mit Bildern, die die Herausgeberin selbst gestaltet oder gesammelt hat. Zwischen den Zeilen und zwischen den Seiten schwingt unglaublich viel Liebe, meist zu den Kindern. Dabei zeigt sich ein Ungleichgewicht: Die Liebe zu den Kindern und die Bedeutung der eigenen Mutterschaft tritt viel stärker hervor als die Liebe zur Mutter, sodass ich mich beim Lesen gefragt habe, wie wohl Frauen, die ungewollt oder gewollt nicht Mutter geworden sind, auf dieses Buch reagieren.

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