Constance Ohms: Spagat ins Glück. Lesben und Schwule mit Migrationshintergrund

Artikelnummer: 978-3-89656-227-2

Sie vollbringen einen Spagat zwischen Familie und dem eigenen Glück. Zwölf Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie erzählen.

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Sie vollbringen einen Spagat zwischen Familie und dem eigenen Glück. Zwölf Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie erzählen.

Verheimlichen und verleugnen - für viele Lesben und Schwule mit einem Migrationshintergrund eine notwendige Überlebensstrategie. Zerrissen zwischen den Erwartungen und Vorstellungen ihrer Herkunftsfamilien und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen versuchen sie, ihr Leben in dieser Gesellschaft zu gestalten. Sie erfahren dabei Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus; ihre Familien und ihre Gemeinschaften bieten Schutz und stärken ihr Selbstverständnis. Zugleich ist Homosexualität dort oftmals stark tabuisiert; die eigene - abweichende - sexuelle Orientierung offenzulegen, kann zum Ausschluss aus der Familie und den Diaspora-Gemeinschaften führen.

Lesben und Schwule erzählen von ihrer Liebe zu ihren Familien, von ihrer Zerrissenheit und ihrem Umgang mit dem Tabu.

Autor*in / Hrsg.: Constance Ohms
Wissenschaft: Migrationswissenschaft
Weitere Informationen: Umfang: 187 S.
Einbandart: kartoniert
Format: 1.6 x 20.5 x 12.5
Gewicht: 217 g
Erscheinungsdatum 01.09.2014

~ LESEPROBE ~

Rezension von Beate Foltin bei Weiberdiwan:

Constance Ohms ist in der LSBTIQ Community keine Unbekannte. Sie beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit der Diskriminierung von Lesben und Schwulen. Dabei hat sie einen Schwerpunkt auf häusliche Gewalt in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gelegt. Jetzt liegt ein kleiner Band von ihr vor, in dem sie sich mit dem Thema Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie auseinander setzt. Einführend, kurz und bündig und leicht verständlich werden die Basics dargestellt: Begriffsbestimmungen von Diversität, Intersektionalität, Integration und Inklusion.
Der Hauptteil besteht aus zwölf Interviews mit Lesben und Schwulen mit Migrationsbiografie in Deutschland. Anschließend werden die Interviews reflektiert. In den abschließenden Überlegungen fragt sie, wie sich Freiheit realisieren lässt, und was getan werden muss, um allen Menschen gleichberechtigte Zugänge zu gesellschaftlichen Ressourcen zu ermöglichen. Ohms beweist auch in dieser Forschungsarbeit, dass sie gründlich und genau bei ihrer Analyse ist. Die Daten und Fakten beziehen sich zwar nur auf Deutschland - die strukturelle Ebene lässt sich aber mühelos auf die Situation in Österreich übertragen. Eine Einführung oder neuer Input für Kenner_innen der Thematik - auf jeden Fall eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt und Mut macht.

» zur Rezension auf weiberdiwan.at

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