Daniel Barber: The Keeping Room

Artikelnummer: 4020628840402

Der US-amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten nähert sich im Jahr 1865 zwar seinem unausweichlichen Ende. Doch auch in den letzten Tagen des blutigen Konflikts regieren Gewalt und Tod: Für die willensstarke Augusta, die zusammen mit ihrer Schwester Louise und Sklavin Mad auf einem abgelegenen Anwesen auf das Kriegsende wartet, werden die letzten Tage des Kriegs zum Überlebenskampf.
Kategorie(n):

14,99 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



Der US-amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten nähert sich im Jahr 1865 zwar seinem unausweichlichen Ende. Doch auch in den letzten Tagen des blutigen Konflikts regieren Gewalt und Tod: Für die willensstarke Augusta, die zusammen mit ihrer Schwester Louise und Sklavin Mad auf einem abgelegenen Anwesen auf das Kriegsende wartet, werden die letzten Tage des Kriegs zum Überlebenskampf: Zwei Deserteure der herannahenden Unions-Armee haben es auf die wehrlosen Frauen abgesehen...

Kompromisslos hart, hochauthentisch und visuell bestechend - Regisseur Daniel Barber (HARRY BROWN) entspinnt seinen bildstarken und stimmungsvollen Western als furiosen, unerbittlich spannenden Home Invasion-Thriller. Starke Heldinnen, großartige Ausstattung und die erstklassige Besetzung mit Brit Marling, Hailee Steinfeld, Sam Worthington und Muna Otaru machten THE KEEPING ROOM bereits zum unbestrittenen Kritiker- und Publikumsliebling des Toronto Film Festivals.


Land im Fokus: USA
Regisseur*in: Daniel Barber
Details: Regie: Daniel Barber
Schauspieler*in: Brit Marling/Sam Worthington/Hailee Steinfeld u.a.
USA 2014, FSK ab 16
DVD-Video, Dt/Engl UT: Dt
Umfang: 91 Min.
Einband: DVD
Format (T/L/B): 1.5 x 19 x 13.5 cm
Gewicht: 86 g
Erscheinungsdatum: 09.04.2016

~ TRAILER ~

Rezension auf FILMLÖWIN:

Der Western war seit seinen Anfängen nicht nur ein Spiegel für soziokulturelle Prozesse. Anhand seiner Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte lassen sich auch die im steten Wandel begriffenen Rollen von Mann* und Frau* beobachten. Waren die Geschlechter einst noch fein säuberlich voneinander getrennt - die Männer* in der Wildnis, die Frauen* als domestizierende oder promiske Bedrohung in der Zivilisation - beginnen diese Rollen mehr und mehr miteinander zu verschwimmen. Das ist nicht unbedingt eine neue Entwicklung. Westernheldinnen haben wir schon in den 90ern in Schneller in der Tod, 2011 in Meek's Cutoff oder kürzlich in The Homesman und Jane Got a Gun gesehen. Doch The Keeping Room geht noch einen Schritt weiter als seine Vorgänger und stellt eine feministische Aneignung des Western-Genres dar.

Der große Unterschied zwischen The Keeping Room und anderen jungen Western mit starken Frauen*figuren ist die thematische Ausrichtung. Drehbuchautorin Julia Hart und Regisseur Daniel Barber nutzen das Westerngenre im traditionellen Sinne und doch wieder ganz anders: Sie nehmen gesellschaftliche Strukturen in den Blick - aber aus der Sicht der Frauen*! Der soziokulturelle Spiegel bildet die Situation und daraus resultierende Probleme von Frauen* in der zeitgenössischen US-amerikanischen Gesellschaft ab.

Der Begriff Rape Culture ist in den USA heute deutlich präsenter als bei uns. So gibt es keinen vergleichbaren Diskurs über sexuelle Gewalt gegen Studentinnen und ein Fall wie der von Emma Sulkowicz, die Jahre lang vergeblich für die Verurteilung ihres Vergewaltigers kämpfte, hat bislang keine deutsche Entsprechung. Das alles bedeutet übrigens nicht, dass es in Deutschland weniger sexuelle Gewalt gibt, sondern nur, dass der Diskurs über dieses Thema weit weniger präsent ist als in den USA. Und es ist eben jener Diskurs, der den Subtext zu The Keeping Room liefert.

» weiterlesen auf filmloewin.de

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: