Dava Sobel: Das Glas-Universum. Wie die Frauen die Sterne entdeckten

Artikelnummer: 978-3-8270-1214-2

Es war die Zeit, in der Edison mit seiner elektrischen Glühbirne für Aufsehen sorgte, als Frauen an der amerikanischen Ostküste erstmals die Gestirne erkundeten. Ein Professor der Harvard University engagierte sie Anfang der 1880er-Jahre zunächst als "Computer" - als Rechnerinnen - am Observatorium.

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Planeten, Sterne, Galaxien: Frauen als Pioniere der Astronomie

Es war die Zeit, in der Edison mit seiner elektrischen Glühbirne für Aufsehen sorgte, als Frauen an der amerikanischen Ostküste erstmals die Gestirne erkundeten. Ein Professor der Harvard University engagierte sie Anfang der 1880er-Jahre zunächst als "Computer" - als Rechnerinnen - am Observatorium. Darunter nicht nur Familienmitglieder von Astronomen, sondern auch Absolventinnen der neuen Frauen-Colleges und begeisterte Sternbeobachterinnen. Und sie leisteten wahrlich Erstaunliches: Die ledige Mutter und ehemalige Haushälterin Williamina Fleming etwa machte durch ihre Berechnungen allein schon an die 300 Sterne ausfindig. Die Pfarrerstochter Antonia Maury entwickelte eine eigene Klassifikation der Planeten, die heute als Grundstein der modernen Astrophysik gelten kann. Doch wenige der Harvard-Frauen fanden später die verdiente Anerkennung auf einer eigenen Forschungsstelle. Dem Wirken der ambitionierten Wissenschaftlerinnen ein Denkmal zu setzen ist daher Dava Sobels Anliegen mit ihrem neuen, spannend erzählten Buch.


Autor*in / Hrsg.: Dava Sobel
Zeitepoche(n): 18. und 19. Jh.
Details: Originaltitel: The Glass Universe
Übersetzt von: Thorsten Schmidt/Christiane Wagler
Umfang: 452 S., mit 16 S. Fototeil, mit 32 Abbildungen und einem Frontispiz
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 4.1 x 22 x 14.8 cm
Gewicht: 669 g
Erscheinungsdatum: 02.11.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Silvy Pommerenke auf AVIVA-Berlin:

"Langperiodische Veränderliche", "Spektralserie", "Pekuliarobjekte", "Cepheiden" oder "Wasserstofflinienalphabet" sind für Sie Fremdwörter? Nach der Lektüre von "Glas-Universum" der Wissenschaftsredakteurin der New York Times, Dava Sobel, nicht mehr!

Denn die äußerst spannende Lektüre, die nicht nur den Beginn von Frauen in der Sternforschung, sondern auch die aus heutiger Sicht sehr abenteuerlich anmutende Arbeit der Wissenschaftler*innen schildert, führt zur allgemeinen Aufklärung. Für ihre Recherche wertete Dava Sobel unzählige Briefe, Tagebücher, Fach- und Zeitungsartikel, Annalen oder Jahresberichte der Harvard Universität aus dem späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts aus.

Die Frauen forschten damals mit technischen analogen Mitteln, die dem aktuellen digitalen Standard natürlich nicht das Wasser reichen können. Dafür ist es umso beeindruckender, welch imposante Daten gesammelt und ausgewertet wurden. Sie bilden bis heute die Grundlage der Astronomie. Und nicht zuletzt haben wir das diesen Frauen des späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu verdanken, die trotz schlechter - oder gar keiner - Bezahlung und der gesellschaftlichen Kritik (es war allgemein verpönt, dass Frauen in der Wissenschaft tätig waren - zudem wurde ihnen der nötige Intellekt abgesprochen...), sich in höchstem Maße für diese Sisyphus-Arbeit einsetzten. Denn das war es, Sisyphus-Arbeit! Nächtelang beobachteten sie die Sterne und fotografierten sie, um anschließend die Fotoplatten auszuwerten und zu katalogisieren. Dies war natürlich mit einem immensen finanziellen Aufwand verbunden, der wiederum nur abgedeckt werden konnte, weil sich gut situierte Frauen als Mäzeninnen anboten. In der Regel waren dies kinderlose Witwen oder alleinstehende reiche Erbinnen, die das Lebenswerk ihrer Männer vollenden oder etwas Sinnvolles mit dem Erbe bewirken wollten.

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