David Levithan: Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

Artikelnummer: 978-3-7373-5185-0

Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat.

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Mitreißend und tief bewegend: David Levithans neues Meisterwerk

"Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach - noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort."

Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern ... Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten.

"Dieses Buch hat einfach alles. Jedes Wort ist wunderschön, herzzerreißend und absolut perfekt." The Guardian

Autor*in / Hrsg.: David Levithan
Perspektiven: schwul
Jugendbuch zu: anti-heteronormatives Begehren
Details: Originaltitel: Two Boys Kissing
Übersetzt von: Martina Tichy 
Umfang: 284 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.5 x 22 x 14.5 cm
Gewicht: 481 g
Lesealter: 14+ 
Erscheinungsdatum: 24.09.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension des Leipziger Lesekompass von Leipziger Buchmesse und Stiftung Lesen (2015):

Was muss es für ein Gefühl sein, wenn man jeden Morgen beim Aufwachen erst einmal herausfinden muss, wer man an diesem Tag ist? Diese Frage kann wohl nur A beantworten, eine Seele, die täglich in eine neue Identität schlüpft: mal Junge, mal Mädchen, mal dick, mal dünn, mal hell, mal dunkel, mit Schrammen auf der Seele, mit Brüchen in der Familie, mit Sorgen in der Schule - oder ganz anders! Körper und Rolle werden übernommen - aber im Innersten bleibt A ganz bei sich. Und das ist das Problem! Denn was tut ein Wesen, das sich selbst als Treibgut bezeichnet und täglich Trennungen verkraften muss, wenn es sich verliebt?

Eine Seelenodyssee, die schon 16 Jahre andauert, ist eine anspruchsvolle, fast schon philosophische Grundidee. Gleichzeitig bietet der originelle Ansatz aber die Möglichkeit, zahlreiche Einzelschicksale Jugendlicher schlaglichtartig zu beleuchten. Und das liest sich so unglaublich mitreißend, dass man den Umfang dieses Jugendromans glatt vergisst. Sprachlich herausragend gestaltet, mit sehr differenzierten Charakterzeichnungen und viel Potenzial für Diskussionen über Identitäts- und Sinnfindung, aber auch über zwischenmenschliche Beziehungen jeder Couleur. Für den fächerübergreifenden Einsatz in der Schule, aber auch einfach als spannender Lesestoff gleichermaßen geeignet!

Themen: Biologie, Philosophie, Identität, Liebe, Freundschaft, Familie, Gesellschaft

» zur Seite des Leipziger Lesekompass


Rezension auf dem Blog Die Töchter Regalias vom 05.06.2014:

Hier sind wir endlich bei dem Buch, dessen Protagonist_in kein Geschlecht, keinen Körper und keinen Namen außer "A" hat. A wacht jeden Morgen im Köper eines anderen Menschen auf, jeden Tag ist xier (Xier? Ein genderneutrales Possessivpronomen, erklärt von Anna Heger) eine andere Person. Als sich A in Rhiannon verliebt, versucht xier ihr* nahezukommen und ihr* zu verdeutlichen, dass xier immer dieselbe Person ist, halt nur gerade in einem anderen Körper steckt. Zudem (...) hat A Zugang zum Internet und kann so xiese Identität bewahren. Leider wird A auf der Verlagsseite als "er" bezeichnet und auch beim Lesen wird durch xiese Liebe zu Rhiannon anscheinend der Eindruck erweckt, dass A doch eine männliche Existenz sein muss. Auch auf der Website des Autors wird A mit "he" bezeichnet (...)

» zum Blogeintrag


"Jeden Tag eine neue Identität? Heute Sohn reicher Eltern und morgen Tochter eines alleinerziehenden Vaters? David Levithan stellt in seinem Roman die Frage, wie es wäre, äußerlich stets verändert, dem ungeachtet im Inneren beständig zu sein. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte von großer Spannung und hoher Intensität!"
(Dr. Heinke Kilian, freie Journalistin, Frankfurt/Main. In: Bücher-Medien-Magazin HITS für KIDS, Print-Ausgabe 42/2014)

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