Dina Nayeri: Ein Teelöffel Land und Meer

Artikelnummer: 978-3-86648-013-1

Saba ist elf Jahre alt, als zwei einschneidende Ereignisse ihr Leben verändern. Die Islamische Revolution zwingt Sabas wohlhabende christliche Familie dazu, Teheran zu verlassen und sich - fern von den prüfenden Blicken der Mullahs - auf ihre Ländereien in der Gilan-Provinz zurückzuziehen...

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Saba ist elf Jahre alt, als zwei einschneidende Ereignisse ihr Leben verändern. Die Islamische Revolution zwingt Sabas wohlhabende christliche Familie dazu, Teheran zu verlassen und sich - fern von den prüfenden Blicken der Mullahs - auf ihre Ländereien in der Gilan-Provinz zurückzuziehen. Kurz darauf verschwinden ihre Mutter und ihre Zwillingsschwester Mahtab spurlos. Ihr Vater und die Nachbarn im Dorf behaupten, Mahtab sei bei einem nächtlichen Bad im Kaspischen Meer ertrunken und die Mutter sei bei dem Versuch, den Iran zu verlassen, festgenommen worden. Doch Saba glaubt an eine ganz andere Geschichte: Immer wieder erzählt sie ihrer besten Freundin Ponneh und dem Jungen Reza, den sie liebt, Episoden aus dem filmreifen Leben, das die beiden Vermissten inzwischen in den USA führen.

Als Saba erwachsen wird, muss sie sich jedoch immer drängenderen Fragen stellen: Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Darf Liebe ein Grund sein, sich selbst zu verleugnen? Und wann ist es an der Zeit, eigene Entscheidungen zu treffen und sein Schicksal in die Hand zu nehmen? Ein kraftvolles, berührendes Debüt über Freundschaft, Treue und die Macht des Geschichtenerzählens.



Autor*in / Hrsg.: Dina Nayeri
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Land im Fokus: Iran
Literatur aus: Nordafrika/Nahost
Literatur zu: Migration und Exil
Weitere Informationen: Originaltitel: A Teaspoon of Earth and Sea
Übersetzt von: Wasel/Timmermann
Umfang: 522 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.7 x 21 x 13.5 cm
Gewicht: 627 g
Erscheinungsdatum: 09.07.2013

~ LESEPROBE ~

Rezension von Doris Hermanns von AVIVA-Berlin:

Saba erträumt sich für ihre verschwundene Schwester ein Leben in Amerika und hat nur ein Ziel: auch dorthin auszuwandern. Aber erst einmal muss sie sich an das Leben in ihrem Dorf im Iran anpassen.

Der Iran zu Zeiten der Islamischen Revolution, die Sabas wohlhabende christliche Familie dazu zwingt, Teheran zu verlassen, und sich auf ihre Ländereien in der Provinz Gilan im Norden des Landes zurückzuziehen, fernab von den überwachenden Augen der Mullahs:
Etwa zu dieser Zeit fährt die elfjährige Saba mit ihren Eltern zum Flughafen, in der Erwartung, von dort mit ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester Mahtab nach Amerika zu fliegen. Die Mutter will nicht, dass ihre Töchter im Iran aufwachsen, sondern, dass sie unabhängige Frauen werden. Am Flughafen meint Saba, ihre Mutter und ihre Schwester zu sehen, die ohne sie abreisen - ein Bild, dass sie in den nächsten Jahren nicht mehr loslässt.

Die Frage, was mit den beiden geschehen ist, durchzieht beinahe den ganzen Roman. Während Saba erzählt wird, dass die Schwester bei einem Badeunfall ertrunken sei und die Mutter bei dem Versuch, das Land zu verlassen, verhaftet worden ist, wähnt Saba sie beide in Amerika. Immer wieder erfindet sie Geschichten davon, wie ihre Schwester, der sie sich als Zwilling eng verbunden fühlt, dort lebt. Genährt werden diese Erzählungen von den amerikanischen Filmen und Romanen, die sie sich auf illegale Weise beschafft. So entsteht ein Bild vom Leben ihrer Schwester in ihrem Traumland Amerika, in das auch sie später gehen will, um dort in Harvard zu studieren. Zur Vorbereitung lernt sie intensiv Englisch. Bei ihren Träumereien bezieht sie auch immer wieder die Einwanderersorgen mit ein, von denen sie über Verwandte gehört hat. Und wie sie es aus den amerikanischen Fernsehserien gelernt hat, wird in jeder Folge, in jeder Geschichte, ein Problem gelöst.

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