Edith Pearlman: Honeydew

Artikelnummer: 978-3-550-08099-9

Zwanzig Erzählungen von einer ungekrönten Königin des Genres. Edith Pearlman ist eine genaue Beobachterin menschlicher Beziehungen und eine Meisterin darin, komplexe Gefühle und uneindeutige Situationen zu schildern.

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Eine Schuldirektorin muss sich nicht nur um ein magersüchtiges Mädchen kümmern, sondern auch die Affäre mit deren Vater geheimhalten. Da sie schwanger ist, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis man der alleinstehenden Frau Fragen stellt, doch am Ende fügt sich alles auf eine etwas unkonventionelle, aber für alle Seiten irgendwie gute Art. Ein Au-pair-Mädchen bei einer New Yorker Akademikerfamilie findet eine Reihe verstörender Zeichnungen von entstellten Kindern, die einem überraschenden Zweck dienen. Zwei Cousinen unternehmen eine Kreuzfahrt und machen seltsame Beobachtungen, deren Höhepunkt die Entdeckung der Parallelgesellschaft des taubstummen Schiffspersonals ist.

Zwanzig Erzählungen von einer ungekrönten Königin des Genres. Edith Pearlman ist eine genaue Beobachterin menschlicher Beziehungen und eine Meisterin darin, komplexe Gefühle und uneindeutige Situationen zu schildern. Ihre Sprache ist von zurückhaltender Virtuosität, ihre Geschichten sind von jener schlichten Größe, wie sie Klassikern zu eigen ist. Eine literarische Entdeckung.


Autor*in / Hrsg.: Edith Pearlman
Weitere Informationen: Übersetzt von: Susanne Höbel 
Umfang: 313 S.
Einband: Leinen
Format (T/L/B): 3.1 x 21 x 13.5 cm
Gewicht: 451 g
Erscheinungsdatum: 08.04.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension von Britta Meyer auf AVIVA-Berlin:

Haben Sie je Menschen in Ihrer Nachbarschaft, in der U-Bahn und im Wartezimmer Ihrer Ärztin angesehen und sich gefragt, welche kleinen und großen Einsamkeiten und Obsessionen, welches gebrochene und geheilte Herz hinter diesem Gesicht stecken?

Edith Pearlman webt in jeder der zwanzig Kurzgeschichten von "Honeydew" an einem kleinen Stück dieses mosaikartigen Teppichs.

Viele ihrer Charaktere sind stille BeobachterInnen ihrer Umgebung und ihrer Mitmenschen. Sie sind die Fußpflegerin mit der ruhigen Ausstrahlung, deren KundInnen ihr in ihrem Salon "Zartfuß" fast ohne es selbst zu merken die persönlichsten Geheimnisse erzählen. Der junge Geschichtsdozent, der sie dabei aus seinem Fenster heraus nach Hitchcock-Art heimlich betrachtet.

Immer wieder schwingt der Fokus der Geschichte plötzlich von den Betrachteten zu den BeobachterInnen selbst. Die ProtagonistInnen haben meist bereits ihre eigene längere Geschichte hinter sich, die wenigsten sind noch jung. Sie sind eingefahren in ihren Routinen, tragen viel emotionales Gepäck mit sich herum und lassen sich nur zögernd auf die Veränderungen ein, die Pearlman ihnen in den Weg schreibt. In "Was die Axt vergisst, daran erinnert sich der Baum" ist Gabrielle gerade froh, den größten Teil ihres Lebens hinter sich zu haben. Als ihr am unwahrscheinlichsten Ort eine zerbrechliche Liebe begegnet, zögert sie beinahe zu lange. Aaber auch Erinnerungen, die viel zu schmerzhaft sind, um je zu verblassen, können Raum für frisches Glück übriglassen.

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